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Traum geplatzt! HSV nach großem Kampf ausgeschieden
Das Traumtor von Mladen Petric reichte im Craven Cottage leider nicht. Fulham drehte das Spiel nach Treffern von Davies und Gera. London/Hamburg - Der HSV hat das Endspiel im eigenen Stadion verpasst. Im Halbfinal-Rückspiel beim FC Fulham unterlagen die Rothosen am Donnerstag (29.04.10) nach großem aufopferungsvollem Kampf am Ende knapp mit 1:2 (1:0). Mladen Petric hatte die von Ricardo Moniz bestens eingestellten Hamburger mit einem Traumfreistoß aus 29 Metern in der 22. Minute verdient mit 1:0 in Führung gebracht. Diese hielt bis zur 69. Minute, da nutzte Simon Davies die erste kleine Unsicherheit in der Hintermannschaft zum 1.1-Ausgleich. Nur sieben Minuten später erzielte Zoltan Gera den 2:1-Siegtreffer nach einem Durcheinander nach einem Eckball. Der HSV warf am Ende noch einmal alles nach vorne, konnte den nötigen Ausgleich aber nicht mehr erzielen.
Bereits zum Frühstück am Spieltag bekam Ricardo Moniz gute Nachrichten übermittelt. Dennis Aogo meldete sich fit, stieß mittags zur Mannschaft und stand zudem in der Startelf. Ebenso wie Zé Roberto und Ruud van Nistelrooy. Piotr Trochowski musste hingegen zuschauen, im Hinspiel kassierte Troche die dritte gelbe Karte. Bei den Gastgebern bangte Trainer Roy Hodgson bis kurz vor dem Spiel um Bobby Zamora, der mit Problemen an der Achillessehne in den Tagen vor dem Spiel kaum trainieren konnte. Doch auch er stand von Beginn an auf dem Feld. Bevor es mit Pässen, Flanken, Zweikämpfen und Torchancen losging, brachten sich die Zuschauer in Stimmung. Besser gesagt in Ekstase. Was bereits vor dem Anpfiff auf den Rängen abging, war unfassbar!
Petric trifft traumhaft Die Engländer kamen besser ins Spiel. Bereits nach drei Minuten musste Frank Rost das erste Mal energisch eingreifen. Denn nach einem Doppelpass stand Zamora vor dem HSV-Schlussmann. Doch danach kam der HSV besser in die Partie. Von Minute zu Minute brachten die Rothosen Ruhe ins Spiel, der Ball lief gut durch die eigenen Reihen. Und nach 22 Minuten lagen die Hamburger dank Mladen Petric mit 1:0 in Führung. Und zwar nach einem Traumtor. Denn der Freistoß des Kroaten schlug aus 30 Metern unhaltbar oben links im Eck ein. Nun musste Fulham zwei Tore erzielen und logischerweise drückten sie nun mit aller Macht auf den Ausgleich. Doch mehr als ein Freistoß von Simon Davies (32.), der über den Kasten rauschte, kam aus der Drangphase nicht heraus. Nach einem schnell und gut vorgetragenen Konter kam Jonathan Pitroipa vor dem Wechsel noch zu einer guten Torchance (39.). Kurz danach kam der Pausenpfiff. Der HSV war noch 45 Minuten vom Finale entfernt. Personell unverändert ging es zunächst auf beiden Seiten weiter. Doch in der 56. Minute wechselte Moniz Tomas Rincón ein. Der Venezolander sollte mithelfen, die Defensive zu stabilisieren. Kurz danach humpelte auch Zamora vom Feld. Beim bulligen Angreifer ging mit seiner lädierten Achillessehne nichts mehr. Gut für den HSV. Weniger gut, dass wieder eine Phase auf den HSV zukam, in der sie sich mit aller Macht gegen einen Treffer stemmten. Und sie hatten Glück, dass ein Schuss von Damien Duff am Tor vorbeirollte (62.). Genau 20 Minuten vor dem Schlusspfiff lag die Kugel jedoch im Netz. Simon Davies konnte ein Zuspiel von Danny Murphy sehr gut verarbeiten und traf über den herauseilenden Rost zum Ausgleich.
Die Hölle war nun kein passender Begriff mehr. Kein Zuschauer saß mehr, die Lautstärke war ohrenbetäubend. Die Hamburger kamen nun immer mehr in Probleme. Und musste einen weiteren Tiefschlag hinnehmen. Nach einem Eckball kam Zoltan Gera im Fünf-Meter-Raum an den Ball und traf aus der Drehung zum 2:1. Logisch, dass die Rothosen nun alles auf eine Karte setzen mussten. Paolo Guerrero kam, Rincon musste wieder raus. Doch bis zum Schlusspfiff kamen die Rothosen nicht mehr gefährlich vor das Gehäuse von Mark Schwarzer. Und als nach den drei Minuten Nachspielzeit der Schiedsrichter Cüneyt Cakir die Partie abpfiff, fielen die Spieler saft-und kraftlos auf den Rasen. Der große Traum auf das Finale im eigenen Stadion war weg. Bitterer geht es nicht. Das Spiel im Stenogramm: |
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