Saison Europa League 02.12.2009
Jansen und Berg treffen! HSV in der Europa League-Zwischenrunde

Marcell Jansen und Marcus Berg schießen den Hamburger SV in die Zwischenrunde der Europa League gegen Rapid Wien.

Hamburg - Der Hamburger SV steht in der Zwischenrunde der Europa League. Die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia setzte sich am Mittwochabend (02.12.09) vor 45.737 Zuschauern in der HSH Nordbank Arena mit 2:0 (0:0) gegen Rapid Wien durch. Marcell Jansen hatte die Gastgeber direkt nach dem Seitenwechsel mit 1:0 in Führung gebracht (46.). Marcus Berg erhöhte in der 53. Minute per sehenswerten Drehschuss auf 2:0. Nach diesem Erfolg haben sich die Rothosen bereits vor dem letzten Gruppenspiel am 17. Dezember bei Hapoel Tel Aviv für die Zwischenrunde der Europa League qualifiziert.
 
Trainer Bruno Labbadia hatte am Vormittag noch Hoffnung, dass die angeschlagenen Eljero Elia (Sprungelenk) und Tunay Torun (Prellung) auflaufen könnten, doch beide mussten am Ende nach einem Härtetest passen. Besser lief es hingegen für Guy Demel. Der Ivorer hat seine Magen-Darm-Verstimmung überwunden. Er gab genau wie Jonathan Pitroipa, Mladen Petric und David Jarolim grünes Licht für das Match gegen die Österreicher. Ebenfalls dabei war Sören Bertram, der kurzfristig für den internationalen Wettbewerb nachnominiert wurde, und genau wie Kai-Fabian Schulz auf der Bank Platz nahm. Dennoch hatte die Verletztenliste das bekannte Ausmaß. Zé Roberto (Reha nach Sprunggelenks-Operation), Alex Silva (Aufbautraining nach Kreuzbandriss), Bastian Reinhardt (Aufbautraining nach Mittelfußbruch), Romeo Castelen (Reha nach Knie-Operation), Collin Benjamin (Aufbautraining nach Kreuzbandriss), David Rozehnal (Grippe) und Paolo Guerrero (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) fehlten neben angesprochenen Torun und Elia. Dennoch war die Marschroute von Labbadia klar: gewinnen, um vorzeitig den Sprung in die Zwischenrunde perfekt zu machen.
 
Dementsprechend engagiert starteten die Hamburger, doch sie trafen auf einen Gegner, der sein Tor sehr vehement und dicht gestaffelt verteidigte. Wien machte das Spiel eng, ließ den Rothosen kaum Freiräume und schaffte es so, klare Torchancen des HSV zu vermeiden. Lediglich ein Freistoß von Marcell Jansen sorgte im ersten Durchgang für Gefahr, dazu zwei Aktionen über den linken Flügel, bei denen Jansen jedoch im Zentrum keinen Abnehmer fand. Da Wien sich sehr auf die Defensive beschränkte und der HSV die wenigen Konter der Gäste bereits im Keim erstickte, ging die erste Halbzeit torlos zu Ende - ohne dass beide Torhüter wirklich ernsthaft geprüft wurden.
 
Doppelschlag nach der Pause

Das sollte sich jedoch im zweiten Spielabschnitt ändern, denn das Labbadia-Team legte direkt mit Wiederanpfiff noch einen Zahn zu - und ging folgerichtig in Führung. Jansen war der Nutznießer einer Wiener Unachtsamkeit und ließ sich die Möglichkeit nicht entgehen, aus zehn Metern freistehend vor Torhüter Payer mit einem satten Volleyschuss das 1:0 zu erzielen. Zu diesem Zeitpunkt war die zweite Halbzeit noch keine 120 Sekunden alt, und schon hatte sich das Blatt gewendet. Denn nun waren die Wiener gefordert, wollten sie noch eine Chance auf das Weiterkommen haben. Und die durch die offensivere Spielweise entstehenden Räume nutzte der HSV eiskalt aus. Guy Demel flankte in die Mitte und fand Marcus Berg, der den Ball tropfen ließ und unnachahmlich aus der Drehung volley ins lange Eck vollendete (52.). Spätestens jetzt waren die Hamburger obenauf, weitere gute Schusschancen durch Jansen und den starken Robert Tesche waren die Folge, beide Male verhinderte Payer im Kasten von Rapid Schlimmeres.

Comeback von Petric

Das Publikum im Volkspark war gefesselt, begeistert und lautstark. Und als sich in der 75. Minute das nächste Highlight andeutete, drohte der Hexenkessel zu explodieren: Mladen Petric machte sich bereit, um nach zweimonatiger Verletzungspause wieder ins Geschehen einzugreifen. Was für eine Stimmung! Und der Kroate brauchte nicht lange, um sich wieder einzufinden, leitete zwei weitere starke Angriffe des HSV ein, so dass Dennis Aogo und Robert Tesche um ein Haar sogar auf 3:0 erhöht hätten (78., 80.). Als Aogo weniger später auch noch einen Ball auf die Latte setzte, war das dritte Tor endgültig überfällig. Dass es nicht mehr fiel, tat der hervorragenden Stimmung und dem begeisternden Europapokalabend jedoch keinen Abbruch. Denn mit diesem hochverdienten Erfolg sicherten sich Bruno Labbadia und seine Mannen bereits vor dem letzten Gruppenspieltag das Ticket für die Zwischenrunde der Europa League - und der Rest war eine einzige große Feier!

Das Spiel im Stenogramm:

Hamburger SV: Rost - Demel, Mathijsen, Boateng, Aogo (87. Bertram) - Jarolim, Rincón - Jansen (83. Tavares), Trochowski, Tesche - Berg (76. Petric)

Rapid Wien: Payer - Kulovits, Soma, Jovanovic, Katzer - Heikkinen (67. Dober), Pehlivan (52. Salihi) - Kavlak, Boskovic - Hofmann (79. Thonhofer) - Jelavic

Tore: 1:0 Jansen (46.), 2:0 Berg (53.)

Schiedsrichter:
Bas Nijhuis (Niederlande)

Zuschauer:
45.737

Gelbe Karten
: Jarolim, / Pehlivan, Heikkinen, Soma, Katzer, Kulovits, Boskovic, Thonhofer

Gelb-Rote Karten:
- / -

Rote Karten:
- / -

 

Jerome Boateng räumte alles ab

tabelle
Pl. Mannschaft Spiele +/- Pkt
1.  Bayern München 25 51: 21 53
2.  FC Schalke 04 25 40: 19 51
3.  Bayer Leverkusen 25 52: 23 50
4.  Hamburger SV 25 44: 26 43
5.  Bor. Dortmund 25 39: 32 42
6.  Werder Bremen 25 50: 31 39
7.  VfB Stuttgart 25 36: 33 35
8.  Eintracht Frankfurt 25 32: 36 35
9.  1.FSV Mainz 05 25 28: 32 35
10.  VfL Wolfsburg 25 45: 46 34
11.  1899 Hoffenheim 25 34: 30 32
12.  M'gladbach 25 34: 42 30
13.  1.FC Köln 25 22: 32 27
14.  VfL Bochum 25 26: 42 27
15.  1.FC Nürnberg 25 22: 42 21
16.  Hannover 96 25 27: 47 20
17.  SC Freiburg 25 23: 47 20
18.  Hertha BSC 25 21: 45 15
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