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HSV nach unglaublichem Wechselbad im Europa League-Viertelfinale
Der HSV hat sich nach einem spannenden Spiel für das Viertelfinale der Europa League qualifiziert. Brüssel - Der Hamburger SV hat sich für das Viertelfinale der Europa League qualifiziert. Die Labbadia-Elf verlor am Donnerstagabend (18.03.10) vor 22.000 Zuschauern im Constant-Vanden-Stock-Stadion mit 3:4 (1:2). Jerome Boateng hatte die Rothosen in der 42. Minute in Führung gebracht. Noch vor dem Seitenwechsel glichen die Gastgeber durch Lukaku (44.) aus und gingen durch Suárez vom Elfmeterpunkt in Führung (45.). Nach dem Pausentee erzielte Marcell Jansen den 2:2-Ausgleich (54.). Biglia (59.) brachte den RSC in der 59. Minute wieder ins Spiel. Boussoufa erzielte in der 66. Minuten sogar das 4:2. Mladen Petric sorgte mit seinem Treffer in der 75. Minute das 3:4 aus Sicht der Rothosen. Trotz dieser Niederlage qualifiziert sich der HSV damit für das Viertelfinale der Europa League.
Bruno Labbadia musste kurzfristig auf Dennis Aogo verzichten. Der Linksverteidiger absolvierte zwar am Vormittag noch die lockere Trainingseinheit, doch die Schmerzen an der Leiste ließen einen Einsatz nicht zu. Jerome Boateng nahm den Platz hinten links ein, rechts hinten begann Tomas Rincon. Ebenso von Beginn an dabei war Tunay Torun. Bei den Gastgebern setzte Coach Ariel Jacobs große Hoffnungen auf Mbark Boussoufa. Der offensive Mittelfeldspieler, der in 33 Pflichtspielen an 27 Toren beteiligt war, fehlte im Hinspiel verletzt. Passen musste hingegen Jonathan Legear, der in derVorwoche einen Freistoß unhaltbar für Frank Rost ins Tor schoss. RSC mit Druck Dass den HSV ein heißer Tanz erwartet, was bereits vorher klar. Und die Belgier legten, angebtrieben von Boussoufa, los wie die Feuerwehr. Bereits nach zwei Minuten hatte Anderlecht zwei Eckstöße. David Rozehnal musste zuvor in höchster Not klären. Doch danach kamen die rothosen besser in die Partie. Besonder Zé Roberto verteilte die Bälle klug. Die beste Torchance hatte Mladen Petric (17.) nach einer scharfen Hereingabe von Marcell Jansen. Zuvor scheiterte Ruud van Nistelrooy mit einem Rechtsschuss (15.). Die Gastgeber kamen erst nach 35 Minuten wieder aussichtsreich vor das HSV-Tor. Nach einem Eckball musste Rost zwei Mal mit der Faust klären. Dabei war besonders der Versuch von Kapitön Olivier Deschacht gefährlich. Ansonsten hatte die Labbadia-Elf das Geschehen gut im Griff. Und gingen obendrein in Führung. Nach einem Freistoß von der rechten Seite kam der Ball am linken Strafraumeck zu Boateng, der die Kugel direkt ins lange Eck schlenzte - ein Traumtor (42.). Wer nun dachte, der HSV sei bereits mit mehr als einem Bein im Viertelfinale, täuschte sich. Denn erst konnte Romelu Lukaku per Kopf ausgleichen (44.). Und Anderlecht ging vor dem Pausenpfiff sogar in Front. Boateng brachte Matias Suarez im Strafraum zu Fall, der vom Elfmeterpunkt eiskalt blieb (45.). Zwei ganz bittere Minuten aus Sicht der Hamburger! Auch der zweite Durchgang war nichts für schwache Nerven Komplett das gleiche Bild zu Beginn der zweiten 45 Minuten. Wieder ging mächtig die Post ab, von Anderlecht wohlgemerkt. Jarolim musste einen strammen Rechtsschuss von Kouyaté mit der Brust von der Linie kratzen - Rost war in dieser Szene bereits geschlagen (46.). Die Hamburger hatten dieses Mal jedoch prompt eine super Antwort parat. Petric spielte einen mustergültigen Pass in den Strafraum zu Jansen, der die Kugel in die lange Ecke schoss (54.). Nun mussten die Belgier insgesamt fünf Tore erzielen. Dass sie nur fünf Minuten brauchten, um den dritten Treffer zu markieren, passte zu diesem verrückten und turbulenten Europa League-Abend. Der alles überragende Boussoufa ließ zwei HSVer ganz alt aussehen, nach einem erneuten Querpass lag der Ball im Netz. Torschütze war Lucas Biglia (59.). Der Begriff Hexenkessel war für die unfassbare Stimmung nun nicht mehr treffend. Es gab keinen Zuschauer mehr, der sich auf den Sitzen halten konnte. Erst recht nicht mehr, als Boussoufa zum 4:2 traf (66.). Und plötzlich fehlte nur noch ein Tor. Doch an diesem Abend war ja die Hölle los. Dieses Mal spielte Jarolim einen brillianten Pass auf Petric, der Kroate netzte zum 3:4 ein. Auch wenn man es nicht glauben wollte, doch es war wirklich der Schlusspunkt in dieser unfassbar spannenden Partie. Was für ein Abend im Constant Vanden Stock-Stadion! Der HSV steht im Viertelfinale der Europa League. Das Spiel im Stenogramm: |
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