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Marcus Berg trifft: Starker HSV schlägt Celtic Glasgow
Die HSV-Fans feierten die Mannschaft. Marcell Jansen gewann am Donnerstagabend verdient mit 1:0 bei Celtic Glasgow. Glasgow - Der Hamburger SV hat im dritten Spiel der Europa League-Gruppenphase den zweiten Erfolg eingefahren. Die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia siegte am Donnerstagabend (22.10.09) mit 1:0 (0:0) bei Celtic Glasgow. Gefeierter Mann auf Seiten der Rothosen war Marcus Berg. Der Schwede erzielte den einzigen Treffer der Partie in der 63. Minute. Die Rothosen zeigte eine starke und geschlossene Mannschaftsleistung und nehmen die drei Punkte verdient mit aus dem Celtic Park.
Mit einer großen Sorge im Gepäck hatten sich die Hamburger auf den Weg nach Schottland gemacht. Jerome Boateng hatte sich kurz vor dem Abflug am Knie verletzt, reiste dennoch mit, musste am Ende jedoch trotz aller medizinischen Bemühungen abwinken. Die Schmerzen ließen einen Einsatz gegen Celtic nicht zu. Für Boateng rückte David Rozehnal in die Innenverteidigung. Zwei weitere Änderungen gab es gegenüber dem Leverkusen-Spiel: Jonathan Pitroipa lief für den im Europapokal nicht spielberechtigten Tolgay Arslan im Sturm neben Marcus Berg auf, zudem kehrte Marcell Jansen nach überstandener Verletzungspause in die erste Elf zurück, für ihn blieb Piotr Trochowski auf der Bank. Ansonsten war die Marschroute klar: "Wir fahren nach Glasgow, um zu punkten", betonte Trainer Bruno Labbadia, ohne jedoch "die unglaubliche Atmosphäre und den kampfstarken Gegner" zu unterschätzen: "Wir wissen, dass es ein besonderes Spiel und ein ganz hartes Stück Arbeit wird." Dies bestätigten auch schon die Anfangsminuten, denn Celtic - angetrieben von seinen fanatischen Anhängern und einem ungeheuren Lautstärkepegel - kämpfte um jeden Meter und jeden Ball. Doch die Hamburger - ebenfalls mit durchgängiger Unterstützung der knapp 3.000 mitgereisten Fans - hielt dagegen und unterband so zumindest gefahrbringende Angriffsaktionen der Hausherrn - bis auf den Kopfball von Scott Brown nach 20 Miniuten, der knapp am Tor vorbei ging. Ansonsten aber hatten die Rothosen alles im Griff und sorgten fortan selbst immer mehr für die Offensivakzente in die Partie. Ein Schlenzer von Jonathan Pitroipa, ein Kopfball von Marcus Berg, dazu einige Standards - doch die ganz große Torgefahr konnten auch die Hamburger nicht entfachen. Bis zur 40. Minute, als Dennis Aogo einen Freistoß aus 22 Metern nur ganz haarscharf zu hoch platzierte, so dass er auf dem Tornetz landete anstatt darin. Doch zum Ende der ersten Hälfte wurde immer deutlicher: Der HSV erspielte sich ein Übergewicht und Feldvorteile - und stand den Schotten auch in Punkto Kampfeslust in nichts nach. Dennoch durften sie am Ende froh sein, dass es mit dem torlosen Remis in die Halbzeit ging, da Scott McDonald die letzte Torchance der ersten Hälfte besaß, jedoch aus der Drehung den Ball rechts am Pfosten vorbei setzte (45.). Berg trifft Nach dem Seitenwechsel sorgten die Rothosen für die erste richtig dicke Torchance. In der 50. Minute schnappte sich Pitroipa den Ball, dribbelte los, ließ drei Celtic-Abwehrspieler stehen und legte zurück auf Eljero Elia, der aus elf Metern allerdings nur die Torlatte traf. Das wäre ein optimaler Start in den zweiten Durchgang gewesen, der an Spannung und Dramatik noch mehr zu bieten hatte als der erste. Denn nachdem Elia das 1:0 für den HSV auf dem Fuß hatte, klärte Guy Demel nur zwei Minuten später für den bereits geschlagenen Frank Rost einen Schuss von Mark Wilson auf der Torlinie.
Und so ging es weiter, hin und her, rauf und runter. Bis zur 60. Minute, als man plötzlich im sonst so stimmungsvollen "Paradise"-Stadion nur noch die HSV-Fans singen hörte. Marcus Berg hatte einen langen Ball mit der Brust auf Zé Roberto abgelegt, der direkt wieder in den Lauf von Berg passte - und der Schwede vollendete von der Strafraumgrenze eiskalt und zielgenau unten links zur Hamburger Führung. Der HSV-Anhang feierte das 1:0 ausgelassen und sang ununterbrochen, Celtic reagierte wütend und offensiv. Doch die Rothosen standen sicher und konterten gefährlich, Berg und Elia hatten zweimal die Möglichkeit zum Ausbau der Führung, kamen aber jeweils einen Tick zu spät, um den Ball über die Linie zu drücken (67., 70). Somit blieb es bei der knappen Führung, die die Mannschaft von Bruno Labbadia allerdings mit viel Einsatz und ebensoviel Klasse verteidigte. Erst zehn Minuten vor dem Ende wurde Celtic mal wieder gefährlich, als Pat McCourt HSV-Keeper Rost zu einer Reaktion zwang. Das war es dann aber auch mit der schottischen Schlussoffensive. Denn bis auf zwei halbgare Schussmöglichkeiten, die weit über das Tor gingen, ließen die abgeklärt verteidigenden HSVer nichts zu und fuhren so einen knappen, aber verdienten Auswärtssieg bei Celtic Glasgow ein. Damit haben Kapitän Jarolim und seine Mannen jetzt nach drei Spielen sechs Punkte auf dem Konto - Platz 2, punktgleich mit Tabellenführer Tel Aviv. Das Spiel im Stenogramm:
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