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Saison Europa League 17.09.2009
Hamburger SV unterliegt Rapid Wien mit 0:3

Der HSV kam nur schwer in die Partie und musste so die zweite Niederlage der Saison hinnehmen

Wien/Hamburg - Der Hamburger SV ist mit einer Niederlage in die neue Europa League-Saison gestartet. Nach 90 Minuten im ausverkauften Ernst Happel-Stadion hieß es 3:0 für den SK Rapid Wien. Dabei taten sich die Rothosen von Beginn an schwer gegen tief stehende Gastgeber.
 
Trainer Bruno Labbadia, der in seiner Europapokal-Premiere als Übungsleiter die selbe Startelf wie beim 3:1-Heimsieg gegen den VfB Stuttgart ins Rennen schickte, hatte noch vor der Partie gefordert: „Wir wollen hier gewinnen, sind vorbereitet auf das, was uns erwartet.“ Rollte der Ball erst einmal waren die Hamburger sofort um Spielkontrolle bemüht. Im Spiel nach vorne gelang jedoch viel zu wenig, wohingegen die auf Konter ausgelegten Hausherren immer wieder zu gefährlichen Tempogegenstößen ansetzten. Rapid-Trainer Peter Pacult hatte mit Jelavic lediglich eine Spitze aufgeboten, seine Mannschaft dafür aber in der Defensive umso besser eingestellt. Denn die zwei Viererketten, mit denen die Wiener zumeist im Abwehrverbund agierten, ließen den Rothosen kaum Raum, um ihr zuletzt so erfolgreiches Offensivspiel zu zelebrieren.
 
So kam der SK nach einigen Warnschüssen nach rund einer halben Stunde zur ersten dicken Chance. Während die HSV-Abwehr auf Abseits spekulierte, tauchte Jelavic auf einmal frei vor Frank Rost auf, umspielte diesen, doch der mitgelaufene Jerome Boateng konnte den Ball in höchster Not noch von der Linie kratzen. Fünf Minuten später war es wieder Boateng, der im Mittelpunkt des Geschehens stand. Einen Freistoß von Rapid-Kapitän Stefan Hofmann berührte der zuletzt angeschlagene Rechtsverteidiger noch leicht mit dem Kopf und lenkte ihn so unhaltbar für Rothosen-Keeper Frank Rost ins eigene Tor. Die Hamburger wirkten in der Folge geschockt, gerade weil Marcus Berg kurz vor der Wiener Führung seinerseits die große Chance zur Führung vergab, nachdem er von Mladen Petric mit einem feinen Pass an der rechten Strafraumkante freigespielt wurde, doch der Schuss des Schweden strich am linken Pfosten des Rapid-Tores vorbei. Die logische Konsequenz: Quasi mit dem Halbzeitpfiff erzielten die Gastgeber den zweiten Treffer. Dennis Aogo wurde auf der linken Abwehrseite umspielt, Frank Rost konnte die Hereingabe nicht festhalten, Jerome Boateng den Ball nicht rausschlagen – eine Verkettung unglücklicher Umstände ermöglichte es Jelavic, per Abstauber einen Zwei-Tore-Vorsprung für sein Team herauszuschießen.
 
Auch die zweite Halbzeit brachte nicht den nötigen Schwung

 

Nach dem Seitenwechsel reagierte Labbadia, brachte Demel für Boateng und Pitroipa für Piotr Trochowski. Doch die Spielweise der Rothosen änderte sich leider nur marginal. Zwar hatte Mladen Petric kurz nach der Pause bei seinem sehenswerten Distanzschuss nur einige Zentimeter zu hoch gezielt, ansonsten waren es aber weiter die Spieler von Peter Pacult, die aus einer gesicherten Defensive heraus gefährlich konterten und immer wieder das Tor von Frank Rost in Bedrängnis brachten.

Kaum war die berühmte „Rapid-Viertelstunde“ angebrochen, führten die Hausherren die endgültige Entscheidung herbei. Nach einem langen Abschlag des Wiener Schlussmanns Payer auf den erst kurz zuvor eingewechselten Drazan setzte sich dieser erst gegen David Rozehnal durch, um den Ball dann aus rund 20 Metern an Frank Rost vorbei im Hamburger Gehäuse unterzubringen.

In der Folge versuchten die Gäste zwar noch, wenigstens den Ehrentreffer zu erzielen, doch es sollte nicht sein – daran konnte auch Labbadias letzter Joker, der 19-jährige Tunay Torun, nichts mehr ändern. Unter ohrenbetäubendem Jubel der knapp 50.000 Zuschauer im ausverkauften Ernst Happel-Stadion brachte Rapid den deutlichen Vorsprung relativ ungefährdet über die Zeit und konnte sich am Ende über die ersten drei Punkte der neuen Europa League-Saison freuen. Die Hamburger hingegen müssen die bittere Niederlage nun schnellstens aus dem Köpfen bekommen, um sich auf das kommende schwere Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt vorzubereiten und dort erfolgreicher zu agierenden als in der österreichischen Hauptstadt.

Das Spiel im Stenogramm:

 

Rapid Wien: Payer – Kulovits, H. Eder, Soma, Katzer – Heikkinen – Pehlivan, Boskovic (59. Drazan) – Kavlak, S. Hofmann – Jelavic (85. Salihi). Trainer: Peter Pacult

 

Hamburger SV: Rost – Boateng (46. Demel) , Rozehnal, Mathijsen, Aogo – Jarolim, Zé Roberto – Trochowski (46. Pitroipa), Elia – Berg (73. Torun), Petric. Trainer: Bruno Labbadia

 

Tore: 1:0 Hofmann (34.), 2:0 Jelavic (44.), 3:0 Drazan (75.)

 

Schiedsrichter: Ivan Bebek (Slowenien) - Z.: 49.850

 

Gelbe Karten: Boskovic, Pehlivan / Trochowski, Jarolim

Trochowski musste immer wieder harte Zweikämpfe führen.

1/9


tabelle
Pl. Mannschaft Spiele +/- Pkt
1.  Dortmund 34 80: 25 81
2.  FC Bayern 34 77: 22 73
3.  Schalke 04 34 74: 44 64
4.  M'gladbach 34 49: 24 60
5.  Leverkusen 34 52: 44 54
6.  Stuttgart 34 63: 46 53
7.  Hannover 34 41: 45 48
8.  Wolfsburg 34 47: 60 44
9.  Bremen 34 49: 58 42
10.  Nürnberg 34 38: 49 42
11.  Hoffenheim 34 41: 47 41
12.  Freiburg 34 45: 61 40
13.  Mainz 34 47: 51 39
14.  Augsburg 34 36: 49 38
15.  Hamburg 34 35: 57 36
16.  Hertha BSC 34 38: 64 31
17.  Köln 34 39: 75 30
18.  K'lautern 34 24: 54 23
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