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Saison 10.04.2010
HSV II: Last-Minute Erfolg gegen den Goslarer SC

Gegen den Tabellenletzten aus Goslar tat sich die Elf von Trainer Rodolfo Cardoso lange schwer, drehte dann aber einen 0:1-Rückstand. Maximilian Beister war der Held des Tages.

Hamburg – Rodolfo Cardoso atmete einmal ganz tief durch. Dass die Partie gegen den Tabellenletzten Goslarer SC ein ganz schwerer Gang für die Rothosen werden würde, das war dem Trainer schon vor dem Anpfiff klar gewesen. Dass er sich aber bis zur 87. Minute würde gedulden müssen, ehe ihn seine Mannschaft erlöst, damit hatte der Argentinier dann doch nicht gerechnet.
 
Abgeschlagen auf dem letzten Tabellenrang dümpelnd hatte der GSC schon in der letzten Woche gegen Magdeburg einen Zähler geholt, Trainer Manfred Wölppner kündigte vor der Partie gegen den HSV-Nachwuchs an: „Auch wenn unsere Situation aussichtslos ist, wir wollen weiter kämpfen.“ Und genau das tat der Gast ab der ersten Minute. Schon früh wurden die Hausherren in ihren Angriffsbemühungen gestört – zu früh für Cardosos Geschmack: „Wir waren in den ersten Minuten ein wenig überrascht, wie aggressiv uns Goslar gegenüber getreten ist.“
 
So entwickelte sich das erwartete Spiel. Die Hamburger machten das Spiel, die Gäste aus Goslar warteten ihre wenigen Konterchancen ab. Einer dieser GSC-Angriffe schien in der 23. Minute bereits im Nichts verpufft, als HSV-Keeper Tom Mickel dem abdrehenden Karabulut den Ball in den Fuß spielte und der anschließend kaum Mühe hatte, zum Goslarer Führungstreffen einzuschieben. Cardoso wank an der Seitenlinie genervt ab – der Rückstand machte die Aufgabe für sein Team keinesfalls einfacher.
 
In der Halbzeit richtete der Übungsleiter entsprechend klare Worte an seine Mannschaft, die diese mit Wiederanpfiff in die Tat umsetzte. Es dauerte nur 120 Sekunden, ehe der Ball im Netz zappelte – dieses Mal auf der richtigen Seite. Einen langen Ball aus der eigenen Hälfte köpfte Tolgay Arslan über den herausstürzenden Goslarer Schlussmann Lauenstein zum Ausgleich ins Tor. Der Türke machte an diesem Nachmittag sein erstes Spiel nach wochenlanger Verletzungspause. Zwar merkte man ihm die fehlende Spielpraxis an, das Bemühen aber war ihm und seinen Mannschaftskollegen in diesen zweiten 45 Minuten nicht abzusprechen. Einige vielversprechende Chancen ließen die Rothosen dennoch liegen, ehe es wieder einmal der seit Wochen enorm formstarke Maximilian Beister war, der sein Team vor einem Punktverlust bewahrte und drei Minuten vor dem Ende den Siegtreffer erzielen konnte. „Wir haben uns gerade in der ersten Halbzeit sehr schwer getan. Goslar hat hier alles gegeben. Man muss solche Spiele gewinnen, egal wie. Für die Moral ist dieser Erfolg sehr wichtig“, erklärte ein gelöster Rodolfo Cardoso dann nach dem Spiel, als er gerade wieder Luft geholt hatte.
 
Das Spiel im Stenogramm:
 
Hamburger SV: Mickel - Dettmann, Schulz, Leschinski, Haas - Groß (89. Duve), Arslan (81. Behrens), Bertram, Kazior - Beister, Lewerenz (67. Olumide)
 
Goslarer SC: Lauenstein - Halstenberg, Endres, Lukacc, Bormann - Podolczak (83. Markaj), Karabulut, Dähling (87. Ridder), Maaßen - Vranic, Kniat
 
Tore: 0:1 Karabulut (23.), 1:1 Arslan (47.), 2:1 Beister (87.)
 
Zuschauer: 127
 
Schiedsrichter: Günsch
 
Gelbe Karten: Schulz, Groß, Kazior, Arslan / Kniat, Podolczak

tabelle
Pl. Mannschaft Spiele +/- Pkt
1.  Dortmund 34 80: 25 81
2.  FC Bayern 34 77: 22 73
3.  Schalke 04 34 74: 44 64
4.  M'gladbach 34 49: 24 60
5.  Leverkusen 34 52: 44 54
6.  Stuttgart 34 63: 46 53
7.  Hannover 34 41: 45 48
8.  Wolfsburg 34 47: 60 44
9.  Bremen 34 49: 58 42
10.  Nürnberg 34 38: 49 42
11.  Hoffenheim 34 41: 47 41
12.  Freiburg 34 45: 61 40
13.  Mainz 34 47: 51 39
14.  Augsburg 34 36: 49 38
15.  Hamburg 34 35: 57 36
16.  Hertha BSC 34 38: 64 31
17.  Köln 34 39: 75 30
18.  K'lautern 34 24: 54 23
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