![]()
HSV II: 0:3-Heimniederlage gegen den VfB Lübeck
Die Elf von Rodolfo Cardoso unterlag im Nachholspiel gegen den VfB Lübeck am Ende klar mit 0:3 (0:1). Gegen auf Konter lauernde Gäste fanden die Rothosen über weite Strecken kein probates Mittel. ![]() Hamburg - Die Serie ist gerissen. Nach den starken Auftritten der letzten Wochen, zuletzt gekrönt durch den 3:0-Auswärtserfolg beim FC St. Pauli II, musste sich der HSV II am Mittwochabend im Nachholspiel dem VfB Lübeck mit demselben Ergebnis geschlagen geben, mit dem man vor vier Tagen den städtischen Konkurrenten in die Schranken gewiesen hatte.
Schon nach vier Minuten zappelte der Ball erstmals im Tor von Rothosen-Keeper Tom Mickel – der denkbar ungünstigste Start in das Duell der Tabellennachbarn. Nach einem Foul kurz vor der Strafraumkante hatte sich Lübecks Rolf Martin Landerl den Ball zurecht gelegt und zauberte den Freistoß ansehnlich in die Hamburger Maschen. Der Schock war der Elf von Trainer Roldolfo Cardoso anzumerken, die einige Minuten brauchte, um sich von diesem Paukenschlag zu erholen. Der Trainer hatte auf den zuletzt enorm treffsicheren Maximilian Beister verzichten müssen, der mit Leistenproblemen zwei Wochen nicht zur Verfügung steht. Auch Sören Bertram stand nicht im Hamburger Aufgebot, er schaute nach dem Training mit der ersten Mannschaft von der Tribüne aus zu, wie seine Teamkollegen versuchten, sich in die Partie zurück zu kämpfen. In der 22. Minute die beste Offensivaktion der Hausherren: Ein langer Freistoß von Tolgay Arslan landet auf dem Kopf von Kapitän Rafael Kazior, der seinen Meister in Lübecks Schlussmann Semghoun fand. Der anschließenden Ecke folgte ein gefährlicher Schuss von Steven Lewerenz, auch ihn aber ereilte das gleiche Schicksal wie Kazior Sekunden zuvor. Der Frust über die vergebene Doppelchance war groß, so dass es mit 0:1 in die Halbzeit ging. Motiviert, jedoch ohne große zündende Idee gegen die massiert stehende VfB-Abwehr kamen die Rothosen aus der Kabine. Lübeck wartete ab und konterte gefährlich. Die eigene Effektivität wurde zur Perfektion getrieben, als Jakob Sachs einen Fehlpass von Startelf-Debütant Dennis Duve zum 0:2 aus Hamburger Sicht verwertete – die Entscheidung. „Ich kann meiner Mannschaft den Willen nicht absprechen. Heute hat einfach das letzte Quäntchen gefehlt“, war Cardoso zwar enttäuscht, ohne jedoch nach den starken letzten Wochen in totale Depression zu verfallen. Auch der dritte Lübecker Treffer in der letzten Minute rief diese nicht hervor. Nach einer trickreich ausgeführten Ecke schnappte sich Bastian Henning das Leder und überwand Mickel ein weiteres Mal. Es war der Schlusspunkt unter einen gebrauchten HSV-Tag. „Schon am Sonntag gegen Hertha BSC Berlin II können wir die Dinge besser machen“, hatte Cardoso seinen Optimismus schnell wiedergefunden. Das Spiel im Stenogramm: Hamburger SV II: Mickel - Maier, Dettmann, Pressel, Leschinski (64. K.-F. Schulz) - Groß, Duve (68. Son), Arslan, Kazior - Hahn, Lewerenz VfB Lübeck: Semghoun - Gebers, Marheineke, Hohnstedt, Wehrendt - Röhr, N. Lange Landerl (90. G. Lange), Helmke - Sachs (75. Senger), Richter (82. Henning) Tore: 0:1 Landerl (4.), 0:2 Sachs (63.), 0:3 Henning (90.) Zuschauer: 273 Schiedsrichter: Hofmann (Dachwig) Gelbe Karten: Hahn, Lewerenz / Wehrendt, Marheineke, Richter |
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||






































