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HSV II teilt Punkte mit Plauen
Hanno Behrens brauchte die Rothosen in Führung. Nach einer guten Leistung reichte es am Ende leider nur zu einer Punkt ![]() Hamburg - Nach dem lang ersehnten ersten Saisonsieg der Regionalligamannschaft von Trainer Rodolfo Cardoso unter der Woche beim FC Hansa Rostock II (2:1) war die Zielvorgabe gegen den VFC Plauen klar: „Wir müssen heute mit einem Dreier den Sieg von Dienstag vergolden“, forderte Co-Trainer Richard Golz vor dem Anpfiff der Partie gegen die Sachsen. Und der HSV begann stark. Gegen sehr defensiv stehende Plauener nahmen die Rothosen vom Anpfiff weg das Heft des Handels fest in beide Hände.
Immer wieder führten gefällige Kombinationen zum Torabschluss, einzig die Verwertung eben jener sich bietenden Torgelegenheiten ließ bei der Cardoso-Elf in Halbzeit eins noch zu wünschen übrig. So war es beispielsweise bereits nach fünf Minuten Hanno Behrens, der bei einem 20-Meter-Schuss nur gut einen halben Meter zu hoch zielte. Auch der stark aufspielende Kapitän Rafael Kazior, am Dienstag in Rostock noch per Strafstoß Siegtorschütze, hatte großen Anteil am durchgängig auf Offensive bedachten Hamburger Spiel. So schickte er nach rund einer halben Stunde Christian Groß mit einem schönen Pass in den freien Raum, der umspielte den aus seinem Tor eilenden VFC-Schlussmann Christian Person, wurde dann aber vom letzten mitgelaufenen Plauener Verteidiger in höchster Not noch am Torschuss gehindert. So ging es mit einem torlosen Remis in die Halbzeit, dass für die meist auf Konter lauernden Gäste durchaus schmeichelhaft war. Nach dem Seitenwechsel bot sich das gleiche Bild wie noch in Durchgang eins, die Gastgeber rannten an, während der Plauener Trainer Hermann Andreev seinen Mannen in der Kabine scheinbar empfohlen hatte, das stark auf Defensive ausgerichtete Spiel weiter zu zelebrieren. Doch die Plauener Mauertaktik hielt noch ganze fünf Minuten, ehe Hanno Behrens in der 50. Minute zur Stelle war und nach einem schönen Freistoß von Fabian Franke per Kopf den 1:0-Führungstreffer besorgte. In der Folge nahmen die Rothosen etwas das Tempo aus der Partie, spielten jedoch weiter munter nach vorne und ließen die wenigen zaghaften Gegenstöße der Gäste meist schon im Keim ersticken. Gute Chancen aber nur ein Punkt Da sich jedoch auch die Hausherren nach einer guten Stunde Spielzeit mehr und mehr auf die eigene Defensive fokussierten, verflachte die Partie nun zusehends. VFC-Coach Andreev zog in der 75. Minute seinen letzten Joker, brachte mit Steven Sonnenberg noch einmal frisches (Stürmer-)Blut. In der 78. Minute war es dann Dennis Duve, der nach schöner Vorarbeit von André Hahn für die Entscheidung hätte sorgen müssen, doch sein Schuss aus halbrechter Position gut zwanzig Meter vom Plauener Gehäuse entfernt strich knapp über das Tor. So konnte sich die Cardoso-Elf ihrer Sache weiter nicht allzu sicher sein. Schon am Dienstag hatte man gegen Rostock trotz starker Vorstellung und 1:0-Führung erst den Ausgleich hinnehmen müssen, ehe Kazior den Dreier unter Dach und Fach brachte. Und die Geschichte sollte sich wiederholen. Acht Minuten vor dem Ende war die Hamburger Hintermannschaft nach einem langen Einwurf einmal unsortiert – VFC-Mittelfeldmann Carsten Paulick, der nach einer Flanke von rechts in der Mitte am höchsten stieg und zum Ausgleich einnicken konnte, bedankte sich. Dahin war es mit der bis dato heilen Fußball-Welt der Rothosen. Beinahe hätte eben jener Paulick sogar noch den Siegtreffer für die Gäste erzielt, doch seine Direktabnahme von der linken Strafraumkante fand den Weg ins Hamburger Tor glücklicherweise nicht mehr. So mussten sich die Rothosen am Ende wieder einmal mit einem Zähler zufrieden geben – und das, obwohl man den harmlosen Gegner aus Plauen über weite Strecken der Partie fest im Griff gehabt hatte. Dementsprechend verärgert war auch Cardoso nach dem Schlusspfiff: „Wenn wir hier das 1:0 machen müssen wir uns cleverer anstellen und entweder auf das zweite Tor spielen oder aber den Sieg nach Hause bringen. So wie wir aufgetreten sind haben wir uns das Unentschieden selbst zuzuschreiben!" Das Spiel im Stenogramm: Hamburger SV: Hesl – Maier, Franke, Leschinski, Pressel – Duve (81. Keita), Behrens, Groß, Rados – Hahn, Kazior VFC Plauen: Person – Hoffmann, Schröder, Hoßmang, Schindler – Paulick, Böhme, Fardjad-Azad (64. Rupf), Fahrenholz (3. Schulze) – Zimmermann, Müller (74. Sonnenberg) Tore: 1:0 Behrens (50.), 1:1 Paulick (82.) Schiedsrichter: Wiatrek Zuschauer: 207 Gelbe Karten: Kazior, Leschinski / Müller, Sonnenberg
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