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HSV II: Denkbar knappe Niederlage
Die U23 des Hamburger SV hat in der Regionalliga Nord mit 0:1 (0:1) gegen den SV Wilhelmshaven verloren. Die Elf von Trainer Rodolfo Cardoso steht trotz der Niederlage weiterhin auf Tabellenplatz vier. ![]() Hannover – Im Heimspiel gegen den SV Wilhelmshaven unterlag die U23 des Hamburger SV mit 0:1 (0:1). Nach dem 1:3 bei Hannover 96 war es die zweite Niederlage in Folge für die Elf von Trainer Rodolfo Cardoso, der nach einigen Wochen als Interimstrainer bei den Profis, erstmals wieder auf der Bank saß. Obwohl es keine Punkte gab, behielt die Zweite des HSV ihren Spitzenplatz in der Regionalliga Nord und rangiert weiterhin auf Platz vier.
”Von Beginn an lief bei uns heute nicht viel zusammen", gestand Cardoso nach Spielende. "Es schien mir so, als ob meine Jungs vom Kopf her nicht richtig dabei waren. Wilhelmshaven wollte den Sieg jedenfalls mehr als wir. Wir sind zu keinem Zeitpunkt richtig ins Spiel gekommen und haben leider nicht Fußball zusammen gespielt." Beim betrachten des Platzes hatte der HSV-Coach bereits vor dem Spiel ein ungutes Gefühl. "Der Boden ist tief, dass liegt uns nicht", sagte Cardoso noch kurz vor dem Anpfiff. Er sollte zwar recht behalten, auf dem tiefen Geläuf konnten seine Schützlinge ihre technische Überlegenheit nicht wie gewollt ausspielen, als Ausrede ließen sie es jedoch nicht gelten. Selbstkritisch sagte Sören Bertram nach der Partie: "Wir haben nicht gut gespielt. Viel zu ungeduldig, was aber nicht am Platz lag, schließlich kennen wir den schon lange." Bertram war es, der noch die besten HSV-Chancen hatte. In der achten Minute ging ein Freistoß von ihm knapp übers Tor und in der 21. Spielminute scheiterte er ebenfalls per Freistoß an Gäste-Keeper Hergen Gerdes. In der Zwischenzeit hatte sich bereits die spielentscheidende Szene ereignet. In der 17. Minute schickte Spielmacher Patrick Bärje SVW-Stürmer Francky Sembolo auf die Reise und dieser traf zum 0:1. Aus kurzer Distanz hatte HSV-Keeper Sven Neuhaus blitzschnell reagiert und war noch am Ball, der Schuss war jedoch zu wuchtig und somit lagen die Hausherren hinten. "Wir haben Probleme mit einem Gegner, der sich hinten reinstellt und zudem haben sie mit Bärje und Sembolo zwei Gefährliche Offensivleute", so Bastian Reinhardt in der Halbzeitpause. Der HSV-Nachwuchsleiter gehörte ebenso zu den 205 Zuschauern wie HSV-Sportchef Frank Arnesen. Nach der Pause kaum Veränderungen. Wilhelmshaven stand tief, kompakt und dadurch sicher. Die Rothosen rannten an, hatten aber nicht die richtigen Ideen, um den SVW-Abwehrriegel zu überwinden. Erst als Lennard Sowah sich auf der linken Seite immer wieder gefährlich einschaltete, gab es Chancen. Die besten Möglichkeiten hatte Stefan Winkel (67./73.), der allerdings einmal verzog und einmal an Gerdes scheiterte. "Vielleicht hätten wir unsere Möglichkeiten etwas konsequenter nutzen müssen", so Cardoso hinterher. "In der zweiten Halbzeit haben wir etwas besser gespielt und die Jungs haben Herz gezeigt. Am Ergebnis konnten wir jedoch nichts mehr ändern." Im Gegenteil: Sembolo (76.) hatte sogar noch die Chance zum 0:2, sein Heber ging jedoch übers Tor. Dennoch holte sich Wilhelmshaven den zweiten Saisonsieg und durfte sich am Ende freuen. "Wir leben noch", so ein glücklicher Gäste-Trainer Christian Neidhart. Hamburger SV II: Neuhaus – Brügmann (74. Götz), Sternberg, Besic, Sowah – Nyarko, Graudenz (46. Ofosu), Nágy (59. Kelbel), Bertram, Kocabas - Winkel SV Wilhelmshaven: Hergen - Gänge, Fossi, Karli, Skoda - Puttkammer, Bärje (89. Cavallo), Celikyurt, Softic, Broniszewski (84. Sam) - Sembolo (90. Cakir) Schiedsrichter: Athanassiadis (Mielkendorf) Gelbe Karten: Nágy, Bertram - Gerdes, Bärje, Cakir, Broniszewski |
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