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Teams 06.09.2012
Adler: So locker wie nie - so gut wie nie

René Adler erwies sich in den ersten beiden Bundesligaspielen als wichtiger Rückhalt der Rothosen. Trotz zweier Niederlagen blickt der Torwart optimistisch in die sportliche Zukunft des HSV.

Hamburg - Mit seinen hervorragenden Leistungen zum Bundesligastart avancierte Torwart-Neuzugang René Adler umgehend zu einem der Führungsspieler bei den Rothosen. Dem starken Heimdebüt gegen Nürnberg folgte eine Glanzleistung gegen Bremen, bei der er sogar den ersten Elfmeter von Aaron Hunt hielt. Doch richtig zufrieden stimmen ihn diese Auftritte noch nicht. "Ich kann mich schwer über meine Leistungen freuen, wenn wir verlieren. Ich würde lieber keinen Ball halten und dafür mit der Mannschaft gewinnen“, bilanziert Adler. Die Freude an der neuen Arbeitsstelle nimmt ihm der missglückte Saisonstart allerdings nicht. Im Gegenteil. Adler blüht auf. 
 
Nach einjähriger Verletzungspause strotzt er geradezu vor Tatendrang. Die Freude an seinem Beruf ist ihm deutlich anzumerken. Nicht nur auf dem Platz, sondern auch in jedem Gespräch abseits des Grüns. „Ich fühle mich rundum wohl, habe wieder richtig Spaß am Fußball“, sagt er und nennt als wichtigstes Element, die Balance zwischen Lust und Anspannung“. „Ich spüre, dass die totale Leichtigkeit wieder da ist. Ich weiß, dass ich gut drauf bin. Das spüre ich bei jeder Flanke, bei jedem Schuss. Dazu komme ich unheimlich gern zum Training“. Das war in der Vergangenheit nicht immer so. Der gebürtige Leipziger machte sich viel Druck. Druck, mit dem er gelernt hat umzugehen und den er jetzt durch seine Erfahrung in der Reha in die richtigen Bahnen lenkt. „Ich bin auch ein Stück demütiger geworden. Ich genieße die schönen Seiten noch mehr“. Eine Lockerheit, die ihm auf dem Platz neue Kraft gibt und zu den gezeigten Leistungen führt. 
 
Sorgen blieben unbegründet
René Adler hat in Hamburg nicht nur ein sportliches Zuhause gefunden: "Ich fühle mich rundum wohl", sagt der 27-Jährige.

Einen weiteren Beitrag leistet auch die private Situation. Zusammen mit seiner Freundin Lilli schloss der Keeper die Wohnungssuche im Sommer erfolgreich ab, jetzt kommen "fast Woche für Woche neue Möbelstücke an." Die Wohnung, die für Adler eine wichtige Oase ist, soll in Kürze auch noch einen weiteren Mitbewohner bekommen - einen Hund. Um genau zu sein einen portugiesischen Straßenhund, der in Kürze nach Hamburg kommen soll. Sein persönliches Wohlbefinden pusht den Rothosen-Torwart auch sportlich: "Ich habe mich gefragt, ob ich auch in einem anderen Umfeld funktioniere, nachdem ich Leverkusen nach 12 Jahren verlassen habe“. Sorgen, die unbegründet blieben. "Ich fühle mich so gut, wie noch nie. In den letzten Jahren gab es keinen so guten Adler, wie aktuell“, sagt er selber über seine Form und seinen Gemütszustand. 

Nicht nur von seiner neuen Heimat ist der 27-Jährige begeistert, auch der HSV fasziniert ihn: "Ich mag die Stadt einfach ungemein. Und ich habe es noch nie erlebt, dass das Team um das Team so für den Verein lebt und arbeitet." Was noch zum vollkommenen Glück fehlt, sind die nötigen Erfolgserlebnisse in der Bundesliga. Doch auch die sollen laut Adler bald eingefahren werden. „Ich freue mich auf das Spiel in Frankfurt, habe überhaupt keine Angst davor, auch wenn die Eintracht mit zwei Siegen in die Saison gestartet ist“. Eine tragende Rolle sieht er dabei auch bei Rafael van der Vaart. "Man merkt jetzt schon, dass Rafa ein wichtiger Spieler für uns ist. Die anderen Spieler orientieren sich an ihm und fragen ihn um Rat. Außerdem ist er immer anspielbar und nimmt so auch etwas die Verantwortung von jungen Spielern, die aktuell aufgrund der Situation etwas verkrampft sind." Überträgt sich nun noch die ausgestrahlte Lockerheit von Adler, sollten die nötigen Erfolgserlebnisse bald eingefahren werden.



tabelle
Pl. Mannschaft Spiele +/- Pkt
1.  FC Bayern München 33 94: 15 88
2.  Borussia Dortmund 33 80: 40 66
3.  Bayer 04 Leverkusen 33 64: 39 62
4.  FC Schalke 04 33 56: 49 52
5.  SC Freiburg 33 44: 38 51
6.  Eintracht Frankfurt 33 47: 44 50
7.  Hamburger SV 33 42: 52 48
8.  Borussia M'gladbach 33 42: 45 47
9.  Hannover 96 33 57: 62 42
10.  VfL Wolfsburg 33 45: 50 42
11.  VfB Stuttgart 33 35: 53 42
12.  1.FSV Mainz 05 33 40: 42 41
13.  1.FC Nürnberg 33 36: 45 41
14.  SV Werder Bremen 33 48: 63 34
15.  Fortuna Düsseldorf 33 39: 54 30
16.  FC Augsburg 33 30: 50 30
17.  1899 Hoffenheim 33 40: 66 28
18.  SpVgg Greuther Fürth 33 25: 57 21
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