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Teams Bundesliga 02.02.2016
Nabil Bahoui "Ich lebe Schritt für Schritt"

Im Interview mit HSV.de spricht der schwedische Neuzugang Nabil Bahoui über seine Ziele beim HSV, seine letzte Profistation in Saudi-Arabien und seinen Freund Zlatan Ibrahimovic. 

Vor wenigen Tagen weilte Nabil Bahoui noch im sonnigen und knapp 25 Crad warmen Dschidda. In der wichtigsten und knapp 2,3 Millionen einwohnerstarken Hafenstadt Saudi-Arabiens hatte sich der 24-jährige Linksaußen im Sommer 2015 in ein Fußball-Abenteuer gestürzt. Nun ist er ein halbes Jahr später kurz vor dem Ende der Wechselfrist im kalten Norden beim Hamburger SV gelandet und bekommt damit in sportlicher Hinsicht eine große Chance. "Ich bin stolz, dass ich bei einem der größten Fußballklubs Deutschlands spielen darf, aber muss jetzt auch etwas zeigen und werde alles geben", so Bahoui, der vor seinem Wechsel in den nahen Osten beim schwedischen Erstligisten AIK Solna in 75 Spielen 32 Tore und 18 Vorlagen markieren konnte. Im Interview mit HSV.de spricht der sympathische Neuzugang unter anderem über seine Ziele beim HSV, sein Engagement in Saudi-Arabien und seinen Freund Zlatan Ibrahimovic. 
 
HSV.de: Nabil, herzlich willkommen beim HSV. Gestern Abend wurdest du verpflichtet, heute früh standest du schon direkt mit deinen neuen Teamkollegen auf dem Trainingsplatz. Wie sind deine ersten Eindrücke? 
 
Nabil Bahoui: Durchweg positiv - ich wurde hier gut aufgenommen und habe schnell erkannt, dass wir ein hart arbeitendes Team haben. Wir wollen in jedem Spiel das Maximum erreichen und ich möchte gerne meinen Teil dazu beitragen. Ich bin noch nicht wieder bei einhundert Prozent, aber fühle mich gut und werde jetzt von Training zu Training kontinuierlich an mir arbeiten.
Nabil Bahoui bestritt am Dienstagmorgen sein erstes Training für den HSV.

Was wusstest du im Vorfeld deines Wechsels denn überhaupt über den HSV? 

Bahoui: Mir war bekannt, dass der HSV noch nie in seiner Geschichte abgestiegen ist und einer der größten Klubs in Deutschland ist. Ich bin daher auch stolz, hier sein zu dürfen, aber muss nun auch etwas zeigen und werde alles geben.

Im Sommer hast du mit deinem Wechsel nach Saudi-Arabien einen eher ungewöhnlichen Schritt für einen 24-jährigen Profifußballer gewählt. Wie kam es dazu und warum hat es am Ende nicht richtig funktioniert?

Bahoui: Ich habe damals große Hoffnungen in den dortigen Trainer Christian Groß gesetzt und gehofft, dass er mich weiterentwickeln kann. Aber der Schritt von Schweden nach Saudi-Arabien war letztlich nicht so einfach. Kulturell ist das einfach ein sehr großer Unterschied. Mir hat alleine schon die ständige Hitze sehr zu schaffen gemacht und du musst dich halt auch abseits des Fußballs in deiner Umgebung wohlfühlen. Nur so kannst du am Ende auch auf dem Rasen funktionieren. Diese Harmonie hat mir in Saudi-Arabien leider gefehlt. 

Nun ist Hamburg deiner Heimat Schweden ja wieder näher und du hast mit Albin Ekdal sogar einen schwedischen Teamkollegen. Hattest du vor deinem Wechsel Kontakt zu ihm?   

Bahoui: Na klar, Albin hat vor knapp einer Woche den Kontakt hergestellt und mir erzählt, dass die Bundesliga eine sehr starke Liga ist, die eine Herausforderung darstellt. Abschließend hat er dann gewitzelt, dass wir uns beim nächsten Training in Hamburg sehen (lacht). Wir kennen uns schon länger. Als ich beim IF Brommapojkarna in der Jugend gespielt habe, war Albin im A-Team und stand kurz vor seinem Wechsel zu Juventus Turin. Im Anschluss haben wir uns erst aus den Augen verloren, aber dann über die Nationalmannschaft wieder getroffen. 

Gefragter Mann: an seinem ersten Arbeitstag stand Bahoui den Journalisten Rede und Antwort.

Apropos Nationalelf. Acht Spiele hast du für das Drei-Kronen-Team absolviert, das letzte im Januar 2015. Ist die Rückkehr ins Team und damit verbunden die EM im Sommer ein Ziel? 

Bahoui: Darüber mache ich mir aktuell gar keine Gedanken. Ich bin generell ein Mensch, der immer von Schritt zu Schritt denkt und lebt. Denn wenn du ganz schnell ganz oben bist, dann ist die Gefahr groß, dass du auch ganz schnell wieder tief fällst. Deshalb bin ich immer wieder den Weg der kleinen Schritte gegangen. Ich denke nicht in Jahren, Monaten oder Wochen, sondern lebe im Hier und Jetzt - aktuell habe ich nur das nächste Training im Kopf. Wenn ich dann Training für Training meine Leistung abliefere, bekomme ich auch meine Chancen - auch in der Nationalmannschaft.

Dort hast du übrigens neben Albin Ekdal auch Superstar Zlatan Ibrahimovic etwas näher kennengelernt. Magst du abschließend noch was über ihn sagen? 

Bahoui: Zlatan ist in meinen Augen ein großartiger Spieler und ein Held unseres Landes. Er hat mir viele Tipps gegeben und ich konnte ihm bisher jederzeit Fragen stellen. Ich würde sagen, dass wir gute Freunde sind und hoffe, dass er das gleiche über uns denkt (lacht).

FC Augsburg
1:3
34. Spieltag
14.05.2016
15:30 Uhr
Hamburger SV
präsentiert von
Bundesligaverein seit
 
 
tabelle
Pl. Mannschaft Spiele +/- Pkt
1.  FC Bayern München 34 80: 17 88
2.  Borussia Dortmund 34 82: 34 78
3.  Bayer 04 Leverkusen 34 56: 40 60
4.  Borussia M´gladbach 34 67: 50 55
5.  FC Schalke 04 34 51: 49 52
6.  1. FSV Mainz 05 34 46: 42 50
7.  Hertha BSC 34 42: 42 50
8.  VfL Wolfsburg 34 47: 49 45
9.  1. FC Köln 34 38: 42 43
10.  Hamburger SV 34 40: 46 41
11.  FC Ingolstadt 04 34 33: 42 40
12.  FC Augsburg 34 42: 52 38
13.  SV Werder Bremen 34 50: 65 38
14.  SV Darmstadt 98 34 38: 53 38
15.  TSG Hoffenheim 34 39: 54 37
16.  Eintracht Frankfurt 34 34: 52 36
17.  VfB Stuttgart 34 50: 75 33
18.  Hannover 96 34 31: 62 25
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