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Teams 23.03.2016
„Ich bin davon überzeugt, dass es sich auszahlt“

Im HSV.de-Interview spricht der 25-Jährige über die Gründe dafür, dass er noch nicht ein einziges Mal verletzt aussetzen musste, über seine durch die Gelbsperre nun anstehende Zwangspause sowie über die derzeitige Diskrepanz zwischen Leistungs- und Punkte-Entwicklung. 

Als einziger Profi des HSV stand Matthias Ostrzolek in allen bisherigen 27 Bundesligaspielen in der Startelf von Bruno Labbadia und spielte lediglich beim Gastspiel in Berlin nicht über die vollen 90 Minuten – Ostrzolek ist unter Labbadia zur absoluten Konstante auf der linken Abwehrseite geworden. Im HSV.de-Interview spricht der 25-Jährige über die Gründe dafür, dass er noch nicht ein einziges Mal verletzt aussetzen musste, über seine durch die Gelbsperre nun anstehende Zwangspause sowie über die derzeitige Diskrepanz zwischen Leistungs- und Punkte-Entwicklung. 
 
Nach 27 Partien in der Startformation wird Matze Ostrzolek in Hannover erstmals nicht Gegner und Rasen beackern können.

Matthias, deine Serie ist leider gerissen. Nach der fünften Gelben wirst du im Anschluss an die Länderspielpause in Hannover fehlen.

Ostrzolek: Ja, das ist ärgerlich, zumal ich die Situation gegen Hoffenheim gar nicht so eingeschätzt habe, dass man mir dafür eine Gelbe Karte hätte geben müssen. Aber ich habe die vier Verwarnungen schon ein paar Wochen mit mir herumgeschleppt, irgendwann musste es ja passieren.

Es ist aber auffällig, dass du das erste Mal in dieser Saison ein Spiel verpassen wirst – und dies aufgrund einer Sperre, nicht wegen einer Verletzung. Hast du besonders gute Gene?

Ostrzolek: Das sicherlich auch. Aber ich bin auch überzeugt von dem Leitsatz „Von nichts kommt nichts“. Und dabei geht es gar nicht immer nur um Extraschichten auf dem Platz oder im Kraftraum, sondern vor allem um ausgiebiges Dehnen, um Kältebäder und Wärmebehandlungen. All das hilft mir sehr. Ich schaue immer etwas auf Ivica Olic, der ist 36 Jahre alt und mischt noch immer im Profifußball mit, weil er all die vielen Jahre sehr akribisch auf sich und seinen Körper geachtet hat. 

Auf was achtest du außerdem?

Ostrzolek: Ich bin überzeugt, dass sich bei der hohen körperlichen Belastung gute Pflege in Verbindung mit einer gesunden Ernährung auszahlt. Ich achte sehr darauf, was nicht immer leicht ist, weil man auch viel verzichten muss. Aber ich bin überzeugt, dass es sich auszahlt und dass man das Verletzungsrisiko so verringern kann.

"Wir treten ganz anders auf", sagt Ostrzolek, der aber die Punktausbeute kritisiert: "Unsere Punkte drücken unsere Entwicklung nicht aus."

In Hannover fehlst du wie gesagt dennoch. Was erwartest du in deinem ersten Saisonspiel als Zuschauer?

Ostrzolek: Gegen 96 wird es natürlich ein ganz wichtiges Spiel. Es wird richtungsweisend sein, dieses Spiel positiv zu gestalten, genau wie in der Woche danach gegen Darmstadt. Und ich bin absolut überzeugt, dass wir das auch schaffen werden, denn wir haben uns als Mannschaft entwickelt. Alles ist viel enger und geschlossener, wir haben einen sehr guten Zusammenhalt und präsentieren uns auch auf dem Feld viel gefestigter. Das müssen wir jetzt aber auch mal wieder in Punkte ummünzen.

Genau das war zuletzt das Problem.

Ostrzolek: Ja, die Spiele gegen Leverkusen und Hoffenheim muss oder sogar darf man nicht verlieren. Nicht mit diesen Leistungen und mit diesen Torchancen. Aber genau da hakt es und das nervt mich gewaltig. Uns alle nervt es. Denn gemessen an unserer Entwicklung und unseren Leistungen haben wir einfach deutlich zu wenige Punkte. Das macht nicht nur beim Blick auf die Tabelle unzufrieden, sondern auch in Bezug auf die genommene Entwicklung, die wir so leider gar nicht richtig zum Ausdruck bringen.

Was genau hat sich verändert, was sich auch noch viel mehr in der Punktzahl ausdrücken müsste?

Ostrzolek: Es ist viel passiert, seit Bruno Labbadia Trainer ist, und dann auch nochmal speziell in der neuen Saison. Wir arbeiten gut und viel und treten auch im Spiel ganz anders auf. Wir identifizieren uns total mit dem vorgelebten Ehrgeiz des Trainers und wollen alle gemeinsam vorankommen. Diese Mentalität lebt er brutal vor und weiß dabei die gesamte Mannschaft hinter sich. 

FC Augsburg
1:3
34. Spieltag
14.05.2016
15:30 Uhr
Hamburger SV
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Bundesligaverein seit
 
 
tabelle
Pl. Mannschaft Spiele +/- Pkt
1.  FC Bayern München 34 80: 17 88
2.  Borussia Dortmund 34 82: 34 78
3.  Bayer 04 Leverkusen 34 56: 40 60
4.  Borussia M´gladbach 34 67: 50 55
5.  FC Schalke 04 34 51: 49 52
6.  1. FSV Mainz 05 34 46: 42 50
7.  Hertha BSC 34 42: 42 50
8.  VfL Wolfsburg 34 47: 49 45
9.  1. FC Köln 34 38: 42 43
10.  Hamburger SV 34 40: 46 41
11.  FC Ingolstadt 04 34 33: 42 40
12.  FC Augsburg 34 42: 52 38
13.  SV Werder Bremen 34 50: 65 38
14.  SV Darmstadt 98 34 38: 53 38
15.  TSG Hoffenheim 34 39: 54 37
16.  Eintracht Frankfurt 34 34: 52 36
17.  VfB Stuttgart 34 50: 75 33
18.  Hannover 96 34 31: 62 25
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