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"Herr Kühne ist der perfekte Partner für den HSV"
Hamburg - In der vergangenen Woche wurde dem Aufsichtsrat das Konzept Anstoß³ vorgestellt. Hierbei stellt Klaus-Michael Kühne Geld für neue Stars zur Verfügung und erhält dafür im Gegenzug Beteiligungen an HSV-Spielern. Mit dem Unternehmer Kühne, der Mehrheitseigner der internationalen Spedition Kühne & Nagel ist, wurde nun der erste Vertrag geschlossen. hsv.de sprach mit dem Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann über das Geschäftsmodell, das er der Mitgliedschaft am 13. Juli auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung ausführlich vorstellen wird.
Herr Hoffmann, Klaus-Michael Kühne wird der erste externe Investor sein, der dem HSV nach dem Modell Anstoß³ Geld zur Verfügung stellen wird. Beginnt nun eine neue Zeitrechnung beim HSV? Hoffmann: Zunächst einmal sind wir sehr froh, die Gespräche und Verhandlungen, die insgesamt zwei Jahre angedauert haben, zu einem für beide Seiten guten Abschluss gebracht zu haben. Man kann sicher von einem Meilenstein für die Entwicklung des HSV sprechen. Sie haben betont, dass dieser Weg für den Verein alternativlos ist. Können Sie uns das erklären? Hoffmann: Ich möchte auch noch einmal betonen, dass es keine finanzielle Notwendigkeit gibt, dieses Konzept in die Tat umzusetzen. Wir befinden uns aber im ständigen Wettbewerb mit anderen Vereinen, die Großkonzerne hinter sich haben, oder zum Teil Kredite aufnehmen und sich zukünftige Werbeeinnahmen auszahlen lassen, um Transfers zu realisieren. Beides lehnen wir ab. Michael Ballack zahlt uns kein Konzern mal eben außerhalb unseres Etats. Trotzdem wollen wir unsere sportlichen Ziele verwirklichen. Daher müssen wir kreative Ideen für die Finanzierung von Spielern entwickeln und gleichzeitig größtmögliche Unabhängigkeit wahren. Wir müssen uns heute der Konkurrenz stellen und brauchen dafür die nötige Handlungsfähigkeit, ohne unsere künftige einzuschränken - etwa durch Vertragsverlängerungen, die uns für die Zukunft belasten. Wie ist dies mit dem Modell zu gewährleisten? Können Sie uns zum Abschluss verraten, wann der erste Transfer realisiert wird?
Kurz-Vita Klaus-Michael Kühne
Klaus-Michael Kühne, geboren am 2. Juni 1937 in Hamburg, ist Verwaltungsratspräsident und Mehrheitseigner der Kühne + Nagel International AG. Der Enkel des Unternehmensgründers August Kühne und Sohn des Speditionskaufmanns Alfred Kühne absolvierte nach dem Abitur zunächst zwei Jahre bei einer Bank eine Ausbildung zum Bank- und Außenhandelskaufmann, anschließend war er bei befreundeten Speditionen, Reedereien und Schiffsmaklern tätig. 1958 trat er in das Familienunternehmen ein, 1963 wurde er persönlich haftender Gesellschafter und Teilhaber. Im Zuge der Umwandlung von Kühne + Nagel in eine Aktiengesellschaft wurde er 1966 deren Vorstandsvorsitzender. Nach Gründung der Dachgesellschaft Kühne + Nagel International AG im Jahr 1975 war er Delegierter des Verwaltungsrats (bis 2008) und ist seit 1992 deren Präsident. Mit seiner gemeinnützigen Kühne-Stiftung unterstützt er vorrangig die Aus- und Weiterbildung sowie Forschung und Wissenschaft auf den Gebieten der Verkehrswirtschaft und Logistik, aber auch humanitäre, medizinische und kulturelle Vorhaben. |
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