![]() Petric wieder am Ball
Gut sechs Wochen ist es her, als sich Mladen Petric im Auswärtsspiel bei Hertha BSC Berlin eine Fraktur an der Peroneussehne zuzog. Am Mittwochmorgen nun band der Kroate das lederne Spielgerät erstmalig wieder in sein Trainingspensum ein. Hamburg - Mittwochmorgen. Trainingsplatz an der HSH Nordbank Arena. Trainer Bruno Labbadia bat seine Schützlinge zum morgendlichen Training. Etwas müde sah der Coach noch aus, erst kurz vor der Einheit war er zusammen mit Co-Trainer Eddy Sözer per Charter aus Amsterdam zurückgekehrt, wo sich das Trainergespann das U21-Länderspiel zwischen Holland und Spanien angeschaut hatte. Trotz aller Erschöpfung leitete Labbadia das Üben mit der gleichen kritischen Schärfe wie immer. Doch das eigentliche Highlight war an diesem Morgen nicht das Treiben der Stars
mitten auf der grünen Kunstrasenfläche, sondern einer, der seit Wochen am Rand an seinem Comeback schuftet. Mladen Petric ist wieder am Ball. Vorbei die Zeit, in der einzig an der Wiederherstellung der Fitness gefeilt wurde, seit heute steht beim Kroaten wieder das runde Leder im Fokus. Die abschließende Untersuchung des lädierten Fußes am Montag in Basel verlief zur vollständigen Zufriedenheit des mitgereisten Hamburger Chefmediziners Uwe Eplinius. „Bei Mladen sieht es schon sehr gut aus, wir freuen uns, dass er wieder dabei ist“, war Labbadia am Dienstag vor der Abreise nach Holland sichtlich erleichtert, bald wieder auf seinen Angreifer zurückgreifen zu können. Man wolle jedoch nichts überstürzen, stellte der Übungsleiter klar. Zu wichtig sei es, dass der Kroate wieder vollkommen genese, ehe er in den Kader zurückkehre, erläuterte Labbadia. "Ein tolles Gefühl" Petric selbst war die Freude über das Comeback am Leder deutlich anzumerken. Enthusiastisch absolvierte der Stürmer sein Programm abseits des Treibens der Kollegen. „Ein tolles Gefühl, endlich wieder mit dem Ball trainieren zu können“, strahlte der 28-Jährige. Nun, da das Spielgerät wieder in die Einheiten integriert ist, „merkt man die Fortschritte der letzten Wochen“, so Petric, der sich seine Verletzung vor sechs Wochen im Auswärtsspiel bei Hertha BSC Berlin zugezogen hatte und anschließend in Basel an der Peroneussehne operiert worden war.
Nach dem Aufwärmprogramm bewies der Torjäger, dass er nichts von seiner Kaltschnäuzigkeit verloren hat und versenkte den Ball aus zwei Metern in den leeren Maschen. Ein Jubel wie nach einem Pokalsieg folgte – Der Spaß beim Kroaten ist zurückgekehrt. Auch in den anschließenden Stabilisationsübungen mit Athletiktrainer Markus Günther war das Leder der ständige Begleiter, am liebsten hätte Petric das Spielgerät gar nicht mehr hergegeben. Trotz aller Freude und Zuversicht: Nach dem ersten Training blieb der 28-Jährige realistisch: „Es ist schön, wieder am Ball zu sein. Ich mache mir aber jetzt keinen unnötigen Druck, will erst zu 100 Prozent sicher gehen, dass ich so weit bin, bevor ich zurückkehre.“ Dem Comeback ist Mladen Petric am Mittwochmorgen ein gehöriges Stück näher gekommen. |
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