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„Blatter sagte: ‚Die Zukunft des Fußballs ist weiblich‘!“
Florian Graudegus (25) ist Co-Trainer der HSV Frauen. Mit Beginn der Saisonvorbereitung übernahm er diesen Job, der ihm „nach wie vor eine Menge Spaß macht“, wie er im Interview mit HSVLive und hsv.de erklärte. Außerdem sprachen wir mit ihm über seine Ambitionen als Trainer, seinen Universitätsabschluss und die mangelnde Fähigkeit, Emotionen in bestimmten Situationen zu kontrollieren. Flo, die meisten kennen Dein Gesicht. Jeder, der in dieser Saison schon mal ein Spiel an der Hagenbeckstraße verfolgt hat, kennt aber auf jeden Fall auch deine Stimme.
Florian Graudegus (lacht): Ich gehe halt voll mit! Wenn ich versuche, zusammen mit Achim bestimmte Dinge anzusprechen, dann hört das für mich nicht im Training auf. Da bin ich dann halt auch an der Seitenlinie laut. Wobei das ja meist eher Anfeuerungsrufe als taktische Anweisungen sind. Deine Stimme ist jedenfalls immer wieder gut und deutlich zu vernehmen… Graudegus: Da bin ich beruhigt. Ich bin eher der Typ, der sich während des Spiels nicht zurücknehmen kann. Vielleicht liegt mein Mitteilungsbedürfnis auch darin begründet, dass ich früher als Torwart auch immer viel rumgeschrieben habe. Ich weiß es nicht. Beschwerden sind mir jedenfalls noch keine zu Ohren gekommen. Wenn man dich im Umgang mit der Mannschaft beobachtest, scheint klar – Florian Graudegus kommt sehr gut an. Wie sieht er das selbst? Graudegus: Es macht einfach unheimlich viel Spaß, mit dieser Mannschaft zu arbeiten. Die Mädels ziehen immer gut mit. Wie gut ich nun „ankomme“, müssen andere beurteilen. Ich glaube, dass wir sehr gut zusammen arbeiten können und es auch zwischenmenschlich in diesem Team passt. Das schließt uns Trainer mit ein. ‚Trainer‘ ist das richtige Stichwort! Seit dem 1. Juli diesen Jahres bist du offiziell Assistenztrainer von Chefcoach Achim Feifel. Inzwischen haben wir Ende Oktober. Wie hast Du Dein erstes halbes Fußballjahr in der Frauen-Bundesliga erlebt? Graudegus: Als das Angebot kam, habe ich mir überlegt: Du bekommst die Chance, auf nationalem Topniveau, womöglich in der besten Liga der Welt im Frauenbereich zu arbeiten. Das war für mich eine Möglichkeit, die ich mir einfach nicht entgehen lassen konnte. Ich bin auch im Nachhinein sehr froh, dass ich die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und unterschrieben habe. Das tägliche Training, die Spiele – überall ist viel Arbeit, die sehr viel Spaß macht. Arbeit, die Du Dir mit Achim teilen kannst. Wie ist die Zusammenarbeit mit ihm? |
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