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125 Jahre HSV - Herzlichen Glückwunsch!
Der Hamburger Sport-Verein e.V. feiert seinen 125-jährigen Geburtstag. Ein großes Jubiläum, das vielfältig und aufwendig begangen wird. Dieser Tag steht voll und ganz im Zeichen der Raute. Hamburg - 3, 2, 1... Prost HSV! Alles Gute zum Geburtstag. Es ist soweit: 29. September 2012. Der Hamburger Sport-Verein e.V. feiert seinen 125-jährigen Geburtstag. Ein großes Jubiläum, das vielfältig und aufwendig begangen wird. Dieser Tag steht voll und ganz im Zeichen der Raute. Wir wünschen allen HSVern, Mitgliedern, Ehemaligen, Fans, Anhängern, Sympathisanten und Freunden des Vereins einen wunderschönen Tag. Lassen Sie uns diesen unvergesslich machen!
Der HSV begeht seinen 125-jährigen Geburtstag - ein stolzes Alter, schließlich ist keiner der aktuellen Bundesligisten älter als der Bundesliga-Dino. Wieso eigentlich der 29. September? Diese Frage muss erlaubt sein, denn wer ein bisschen im Internet stöbert oder in einer der umfangreichen und dieser Tage neu publizierten Klub-Chroniken schmökert, der mag sich ein bisschen wundern. Denn unter den drei markanten Buchstaben firmiert der Klub genau genommen erst seit dem 2. Juni 1919. Damals schlossen sich der SC Germania und die erst drei Wochen zuvor fusionierten Klubs Hamburger FC und FC Falke zusammen. Ganz offiziell gibt es den HSV sogar erst seit dem 21. Juli 1919, als beim Amtsgericht der Eintrag ins Vereinsgericht erfolgte. Demnach ist der HSV heute also „erst“ ziemlich krumme 93 Jahre alt. Oder? Nein, keine Angst: Die aktuellen Feierlichkeiten haben selbstverständlich ihre Berechtigung und ihren nachvollziehbaren historischen Ursprung. Und der liegt 125 Jahre zurück.
Schließlich gilt schon seit 1934 der 29. September 1887 als Geburtsdatum des heutigen HSV. An diesem Sonntag nämlich vereinigen Schüler des Matthias-Claudius-Gymnasiums die beiden Leichtathletik-Vereine Hohenfelder SC und Wandsbek-Marienthaler SC zum SC Germania, dem ältesten der HSV-Vorläufervereine. Zunächst wird ausschließlich die Leichtathletik-Tradition fortgeführt. Erst als im Jahre 1891 einige Engländer und Holländer, die beruflich in Hamburg weilen, dem Verein beitreten, wird auch gekickt. Als „Spielfelder“ dienen zunächst „Kuhweiden“ in „Wandsbeker Gefilden“, ehe die Germanen auf Wanderschaft gehen und auf dem Heiligengeistfeld auf St. Pauli und dem Altonaer Exerzierplatz ihrer Leidenschaft frönen. Aus dem Jahr 1893 ist der erste Wettkampf vermeldet. Spielort ist der Innenraum der im Quarree von Mühlenkamp, Semper-, Geibel- und Gertigstraße gelegene „Rennbahn Mühlenkamp“. Hier blieben die Germanen bis 1907, ehe sie zum Forsthof in Steilshoop (östlich des heutigen S-Bahnhofs Rübenkamp) umziehen. Bereits 1888 breitet sich der „Fußball-Virus“ an einem anderen Teil der Stadt aus. Am Wilhelm-Gymnasium (heute: Altbau der Staats- und Uni-Bibliothek hat der junge Turnlehrer Dr. Wilms die „Fußlümmelei aus England“ eingeführt. 15 seiner Untersekundaner zeigen sich stark beeindruckt und derart begeistert, dass sie die Initiative ergreifen und am 1. Juni 1888 den Hamburger Fußball-Club von 1888 – kurz: HFC – gründen. Sogleich bringen die jungen Fußball-Pioniere Satzungen und Paragrafen heraus, in denen u.a. die Aufnahmegebühr von 1,20 Mark und der Monatsbeitrag von 20 Pfennig festgehalten sind. Gespielt wird auf der Moorweide vis-à-vis des Dammtor-Bahnhofs. Die dritte „HSV-Keimzelle“ schließlich, den FC Falke, gründen ebenfalls Pennäler, exakt am 5. März 1906, auf dem Pausenhof der Oberrealschule Hamburg-Eppendorf (heute: Gymnasium Eppendorf, Hegestraße). Erste Torschüsse und Flanken gibt es am Voß- und Grindelberg, später siedelt man nach Stellingen um und kann nahe des dortigen Rathauses ein ansprechendes Spielfeld und ein kleines Klubheim sein eigen nennen. Während Platz (endgültiger Abriss 1997) und Klubhaus (im 2. Weltkrieg durch Brandbomben beschädigt, Abriss 1973) längst verschwunden sind, haben die 1919 gewählten Farben und Symbole die Zeit weitgehend unverändert überstanden und stehen und strahlen weiterhin traditionell für den HSV. Die Spielkleidung ist zu Ehren der Heimatstadt Hamburg in den Hansefarben rot und weiß gehalten, vom ältesten Vorläufer und Geburtsdatumsgeber Germania übernimmt man zudem die Vereinsfarben schwarz und blau, die seither vor allem in den markanten Stutzen und im Klublogo ihren Niederschlag finden. Die in ihrer Einfachheit und Klarheit geniale Raute ist das weltweit wohl einzige Vereinswappen, das ohne Zahlen und Buchstaben auskommt. Wer für dieses grafische Meisterwerk verantwortlich zeichnet, ist nicht mehr eindeutig zu klären. Als Urheber werden die unterschiedlichen Quellen die Klubmitglieder Otto Sommer oder Henry Lüthjens aufgeführt. Sicher ist hingegen, dass bei seiner Entstehung ein oft verwendetes Symbol der Hamburger Handelsschifffahrt Inspiration geliefert hat. Noch heute findet kann man die Rautenform auf diversen Flaggen von Reedereien und Schifffahrtslinie entdecken. Auch der „Blaue Peter“, ein noch immer gebräuchliches blau-weißes Flaggensignal, soll Pate gestanden haben. Es steht u.a. für die Aufforderung „Alle Mann an Bord!“ Wenn das kein passender Imperativ fürs Jubiläumsjahr des Dinos sowie seine großen Feierlichkeiten ist! |



























