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Frank Rost - Leidenschaft verbindet
Insgesamt 58 HSVer, unter anderem zwei Vorstandsmitglieder, sechs Aufsichtsräte und Vertreter aus dem Ehrenrat und der Abteilungsleitung Fördernde Mitglieder/Supporters Club waren in den Raum Europa ins Hotel Grand Elysee gekommen. Der Seniorenrat hatte für den traditionellen Montagstreff unseren Supertorwart Frank Rost als Gast einladen. Hamburg - Unsere Nummer eins im HSV Tor stammt aus einer sportlichen Familie. Sein Vater Peter gewann eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 1980 im Handball und seine Mutter Christina, ebenfalls eine Handballerin, gewann die Silbermedaille bei den Olympischen Sommerspielen 1976 und Bronze 1980. Franks Karriere begann in Jugend von Lokomotive West Leipzig. Mit 15 spielte er schon bei den Männern.
Frank Rost schilderte uns seine sportliche und schulische Ausbildung in der ehemaligen DDR. Nach der Wende verpflichte Werder Bremen den ehrgeizigen Torwart. Es war schon eine Umstellung für ihn, nun als Profi für einen Bundesligaverein zu spielen, aber auch eine lehrreiche Zeit. Nach 2002 wechselte Rost zu Schalke 04 und spielte hier bis 2007. Hier leben die Fans sehr extrem ihre Leidenschaft zum Verein und den Spielern aus. Viermal hütete Frank Rost das Tor der deutschen Nationalmannschaft von 2002 bis 2003. Er war ein regelmäßiger erster Torhüter bei Schalke, bis der Trainer ihm einen Youngster, den heutigen Nationaltorwart Manuel Neuer, vorzog. Im Profigeschäft ist es nun einmal schwer: wer Spaß am Spiel mit dem Ball hat, der möchte auch spielen. Durch den Wechsel zum HSV war Frank auf Anhieb die erste Wahl - bis heute. Auf Fragen zum Spielsystem, zu Verträgen, zur Charakterstärke, wie mit dem öffentlichen Druck umgegangen werden soll, und zu den ständigen Trainerwechseln, fand unser Torwart immer eine ausführliche Antwort. Mehrfach wurde die Frage von den Anwesenden gestellt, warum die Spiele gegen Freiburg und Nürnberg spielerisch so schwach waren. Er erläuterte, durch individuelle Fehler entstehe Unsicherheit und die Konzentration fehle, die Mannschaft sei wie gelähmt. Die Spiele finden nun einmal auch im Kopf statt und nicht jeder Spieler kann seine Mentalstärke abrufen. Auch die äußeren Einflüsse wie Medien, Spielerberater und eine Vertragsverlängerung für die nächste Saison spielen im Unterbewusstsein automatisch mit. Emotional ist das nicht immer so einfach. Aus Sicht von Frank Rost hat die Mannschaft in den letzten Jahren das Optimale erreicht. Die Spielersubtanz ist gut und junge Spieler sind auch belastbar. Wenn eine einheitliche Spielphilosophie in allen Altersstufen gelehrt und trainiert wird, kann der HSV in den nächsten Jahren einen leidenschaftlichen Fußball spielen. Der Vertrag von Frank Rost läuft noch bis Mai. Wie seine weitere Zukunft aussieht, ist noch nicht entschieden, denn seine Überlegungen sind noch nicht abgeschlossen. Doch wie auch immer er sich entscheidet - es war ein toller, lebhafter Abend mit einem Sportsmann, der uns mit seinem Wissen begeisterte. Peter Groth/Klaus Knickmeier |






























