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Verein 06.05.2014
Stellungnahme des Hamburger SV zu den Vorfällen während des Spiels gegen Bayern München

Am Rande des Heimspiels gegen den FC Bayern München kam es am vergangenen Samstag zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern des HSV und der Polizei in den Blöcken 25A und 22C. Hintergrund war jeweils ein Banner, das von Fan-Gruppen im Block aufgehängt wurde. Auf diesen Bannern war jeweils der Schriftzug „ACAB“ zu lesen, der als Abkürzung für „All Cops Are Bastards“ steht.  Diese Beleidigung verstößt gegen die Stadionordnung des HSV und stellt eine Beleidigung der Polizei dar. Die HSV-Fanbetreuung und das Stadionmanagement haben daraufhin mehrfach und eindringlich versucht, einvernehmlich und auf Basis der sonst sehr guten Zusammenarbeit mit unseren Anhängern dahingehend einzuwirken, dass die Banner eigenständig abgehängt werden. Erst als diese Aufforderungen ignoriert worden sind, forderte das HSV-Stadionmanagement den Ordnungsdienst auf, die Banner zu entfernen. Die Ordner des HSV wurden jedoch daran gehindert.
 
Daraufhin wurden Polizisten in die seitlichen Mundlöcher des Blocks 22C und vor den Block 25A beordert, um die Banner abzuhängen bzw. zu entfernen. Die Beamten wurden an ihrem Vorgehen gehindert und zum Teil massiv angegriffen. Die Polizisten setzten daraufhin Pfefferspray und Schlagstöcke ein. In der Folge kam es zu zahlreichen Verletzungen sowohl bei den eingesetzten Polizisten als auch den dort befindlichen Fans, überwiegend durch den Einsatz des Pfeffersprays. Das Banner in Block 22C wurde schließlich entfernt, außerdem das Banner der Gruppe CFHH  zerrissen, das Banner in Block 25A von der Gruppe selbst entfernt. Die Polizisten zogen sich daraufhin zurück. Die Gewalttaten setzten sich in der Folge in den Umläufen fort, nachdem der Polizei eine Anzahl gewaltbereiter „Fans“ dorthin gefolgt war.
 
Der Hamburger SV verurteilt jegliche Beleidigung von Personen, Gruppen oder Institutionen sowie jegliche Beteiligung an gewalttätigen Auseinandersetzungen ob im oder außerhalb des Stadions. Das haben wir stets betont. Nichtsdestotrotz sind wir der Überzeugung, dass das Risiko eines Polizeieinsatzes, in einen vollen Block zu stürmen und Verletzungen auch von Unbeteiligten zu riskieren, zumindest problematisch ist. Insbesondere die Tatsache, dass zahlreiche unbeteiligte Stadionbesucher in Mitleidenschaft gezogen wurden, bedauern wir sehr und möchten uns auf diesem Wege dafür entschuldigen. 
 
Für eine weitere Aufarbeitung werden wir auf die Polizei zugehen und um eine gemeinsame interne Klärung bitten. Außerdem werden wir die Behörden bei der Aufarbeitung mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen.  
 
Der Vorstand des Hamburger SV

FC Augsburg
1:3
34. Spieltag
14.05.2016
15:30 Uhr
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