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Verein 03.08.2015
Klaus-Michael Kühne: "Ich habe dazugelernt"

HSV-Investor Klaus-Michael Kühne gibt exklusive Einblicke in sein Seelenleben als Fan und Förderer.

Hamburg - Das Eröffnungsspiel des Volksparkstadions, dem er seinen traditionsreichen Namen zurückgab, verfolgte Klaus-Michael Kühne von Mallorca aus über HSVtotal!. Der Investor und glühende HSV-Fan registrierte zudem begeistert, wie viele Anhänger und Familien das erste Volksparkfest nutzten um sich auf die Saison 2015/16 einzustimmen. Schon vorher gab Kühne HSV.de ein exklusives Interview, in dem er seine Erwartungen, Hoffnungen und Wünsche beschreibt und außerdem Einblicke in sein Seelenleben als Fan, Förderer und Kritiker gibt.
 
HSV.de: Derzeit hört man viel von der „neuen Mannschaft“, wenn vom HSV gesprochen wird. Welche Wünsche und Ansprüche haben Sie als Fan und Förderer an das Team?
 
Klaus-Michael Kühne: "Es muss eine Mannschaft sein, die eingespielt ist, bei der sich die einzelnen Spieler gut ergänzen und nicht jeder seinen eigenen Stil spielt. Die Mannschaft muss technisch verbessert werden, damit sie nicht bei fast jedem Abspiel den Ball verliert, und sie muss durchsetzungsstark sein. Das heißt: Sie muss im Sturm wesentlich wirkungsvoller sein, als es in der Vergangenheit der Fall war. Bei der Abwehr kann man nun hoffen, dass sie sich stabilisiert hat, aber im Sturm ist da immer noch ein großes Fragezeichen. Jetzt hat man neue Hoffnungsträger, aber die müssen erst einmal in die Mannschaft hineinwachsen und zeigen, dass die Einkäufe diesmal geglückt sind. Ich erwarte, dass da allmählich Qualität und Teamgeist um sich greifen werden und sich diesmal das Ganze zu einer schlagkräftigen Einheit zusammenfindet."
"Bruno Labbadia sollte man jetzt die Möglichkeit geben, die Mannschaft langfristig aufzubauen", sagt Kühne.

Wie sehen Sie Trainer Bruno Labbadia?

Kühne: "Ich betrachte ihn als sehr engagiert und auch als sehr sachverständig. Man muss sich wundern, dass er zunächst immer sehr gut durchgestartet ist, dann aber nicht konstant war. Aber bei Trainern muss man sich ja eh oft wundern, das gilt auch für andere erfolgreiche wie Jürgen Klopp, bei denen dann irgendwann auch die Luft raus ist. Ich hoffe, dass das Bruno Labbadia nicht so gehen wird. Man sollte ihm jetzt die Möglichkeit geben, die Mannschaft langfristig aufzubauen. Ich glaube, es ist eine gute Chance da, dass er über einen längeren Zeitraum als guter Trainer beim HSV die richtige Entwicklung einleitet und auch durchzieht."

Braucht der HSV in seinem Wirken Konstanz um die enttäuschenden Jahre endlich hinter sich zu lassen?

Kühne: "Kontinuität und Konstanz waren in den letzten Jahren ja Fremdworte für den HSV, vor allem, was die Trainerfrage betrifft. Und auch, was die Spieleraufstellungen und Kaderzusammensetzungen betrifft. Da gab es ja ständigen Wechsel. Konstanz ist notwendig, aber vor allem auch Qualität und charakterliche Eignung der Spieler. Sie müssen sich positiv für den Verein engagieren, sich zerreißen für den Verein. Da sind vor allem Trainer und Management gefragt. Da ist mit den neuen Leuten eine Chance vorhanden. In der ersten Saison hat das noch nicht so geklappt, aber jetzt heißt es: Auf ein Neues - und vielleicht musste man auch eine gewisse Einlaufzeit haben, um jetzt wirklich mal durchzustarten."

Haben Sie eigentlich einen Lieblingsspieler?

Kühne: "Ich warte jetzt mal ab, wer größer herauskommt. Ich wünsche mir, dass mal jemand überraschend in große Form kommt und zum Führungsspieler wird - und zum Spieler, der das Zeug zum Nationalspieler hat. Es gibt einige Talente. Und vielleicht kann der eine oder andere ja den Durchbruch schaffen. Im Augenblick sind es alles Spieler, die noch nicht als Spitzenspieler bekannt sind und sich hervortun. Aber es zählt in erster Linie die Mannschaft, und wenn die gut ist, werden sich auch Einzelne zeigen."

Die Saisoneröffnung gegen Hellas Verona schaute sich Klaus-Michael Kühne über HSVtotal! an.

Fußballfans haben meistens auch sportliche Träume. Wie lauten Ihre für den HSV?

Kühne: "Als Fußballfan träumt man immer von der Champions League und langfristig auch vom Gewinn der Champions League. Aber im Augenblick muss man Realist sein. Das alles muss ein systematischer Aufbau sein, und dabei muss auch Geduld haben." 

Sie selbst wurden seit Beginn Ihres HSV-Engagements mehrfach öffentlich kritisiert. Wie gehen Sie damit um?

Kühne: "Anfangs habe ich ja viel Kritik geübt an Trainern und Management, aus meiner Sicht heraus auch berechtigt. Das wurde mir nicht positiv ausgelegt. Die Vermischung mit einer Förderung des HSV und öffentlicher Kritik ist dann wohl nicht die richtige. Aber ich habe dazugelernt. Was die Kritik an meiner Person betrifft, so bin ich hart im Nehmen. Ich kenne das. Ich bin inzwischen ziemlich abgebrüht, was das angeht. Nichts ist emotionaler als Fußball, und hier wird nicht mit Glaceehandschuhen gearbeitet. Ich fühle mich wohl, ich habe etwas Positives beigetragen, und ich bekomme seit einiger Zeit viel Post und Mails von Leuten, die sich bedanken. Ich gehe mit diesen Dingen offensiv um. Das kostet auch alles viel Zeit, aber die nehme ich mir gerne, weil der HSV einen sehr hohen Stellenwert für mich hat."

Eine Abschlussfrage noch. Was sind Sie in Bezug auf den HSV: Gönner, Fan oder Förderer?

Kühne: "Ich bin in erster Linie Fan und dann Förderer."

Vielen Dank für das Gespräch.

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