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Verein Verein 17.01.2016
Beiersdorfer Bericht auf der Mitgliederversammlung

Auf der heutigen Mitgliederversammlung des HSV e.V. im CCH Hamburg sprach Dietmar Beiersdorfer unter anderem über die sportliche und finanzielle Entwicklung im Profibereich und das große Miteinander mit dem e.V. HSV.de präsentiert die gesamte Rede im Wortlaut.

Liebe HSVerinnen, liebe HSVer, 
 
ich bin sehr froh, dass ich heute zum dritten Mal in Folge den Bericht des Vorstands der HSV Fußball AG hier vor euch halten darf und möchte euch auch im Namen meiner Vorstandskollegen Joachim Hilke und Frank Wettstein herzlich begrüßen. 
 
Lasst mich gleich zu Beginn meines Vortrags diesen zeitlich entsprechend einordnen und ein paar wichtige Anmerkungen machen. Eigentlich sprechen wir hier heute ja über das Geschäftsjahr 2014/15, das am 30. Juni des vergangenen Jahres endete. Da wir aber am 14. Juni 2015 auch eine Mitgliederversammlung hatten, auf der ich euch bereits sehr viel zur damals gerade abgelaufenen Saison erzählt habe, beschränke ich mich heute auf die Kernpunkte des besagten Geschäftsjahres – natürlich auch unseren Finanzbericht. Ansonsten möchte ich die Zeit nutzen, um euch über das erste Halbjahr dieser aktuellen Saison zu berichten, in dem wir mit unserem HSV weiterhin den Weg der Stabilisierung und der Konsolidierung fortgesetzt haben.
 
Nach der Sicherung des Klassenerhalts in der vergangenen Saison, den wir wahrscheinlich alle noch in unseren Köpfen (und auch viele noch in den Knochen) haben, ist allen Verantwortlichen im HSV noch einmal klar vor Augen geführt geworden, dass wir uns mehr und stärker denn je auf die positive Entwicklung des sportlichen Bereichs und damit auch im Speziellen auf die Leistungsfähigkeit der Bundesligamannschaft fokussieren und konzentrieren müssen. 
 
Obwohl wir im vergangenen Jahr schon so viel finanziellen Aufwand und Arbeitseinsatz investiert hatten, hat sich meine These der letzten Mitgliederversammlungen bestätigt, dass wir in vielen Bereichen die Wettbewerbsfähigkeit in einer leistungsstarken und kaum Fehler verzeihenden Bundesliga verloren hatten. Wir sind in dieser Hinsicht noch lange nicht am Ziel, und bei allen Schritten unserer Entwicklung in die richtige Richtung hat der sportliche Bereich natürlich die ausschlagkräftigsten und dabei eindeutigsten Auswirkungen. Da brauchten wir also die schnellsten Entwicklungssprünge.
Personell hat in allen Bereichen ein wichtiger und notwendiger Umbruch stattgefunden.

Wir waren uns einig, dass wir den bereits ein Jahr vorher eingeleiteten Personalumbruch bei unserer Bundesligamannschaft fortsetzen mussten – aus sportlichen und wirtschaftlichen Gründen. Mit Rafael van der Vaart, Marcell Jansen, Heiko Westermann, Petr Jiracek, Valon Behrami und Maxi Beister – von Jonathan Tah haben wir uns aus wirtschaftlichen Gründen getrennt – haben uns im Sommer größtenteils sehr namhafte, erfahrene Spieler verlassen, und mit Emir Spahic, Aaron Hunt, Sven Schipplock, Gotoku Sakai, Albin Ekdal, Andreas Hirzel und Michael Gregoritsch haben wir neue, zum Teil gestandene, zum Teil entwicklungsfähige Profis unter Vertrag genommen. Alles unter der Prämisse: Struktur, Stabilität, ein Stück Zukunft – und bezahlbar.

An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass ein wirklich erfolgreicher Umbruch aber nicht allein mit einer neuen Kaderzusammensetzung abgeschlossen ist. Wir wussten, dass wir nicht nur gemessen an unseren eigenen Ansprüchen, sondern vor allem auch im Bundesligavergleich in vielen weiteren Bereichen hinter einem erstligatauglichen Standard zurücklagen – qualitativ, manchmal auch quantitativ, in Abteilungen und Prozessen. Wir haben also unser Team ums Team verändert, zum Teil verstärkt: im Trainerstab, in der Athletik, in der Rehabilitation, in der Spielanalyse. Wir haben in Zusammenarbeit mit dem UKE eine medizinische Abteilung für unseren Profibereich auf die Beine gestellt, die jetzt zu den besten der Bundesliga gehören dürfte. Für mich persönlich fühlt es sich jetzt wieder gut an, wenn ich an die Betreuung unserer Mannschaft denke. Ich weiß, dass die Jungs in unserem Sinne gut behandelt und versorgt werden. Da haben wir einen großen Schritt nach vorne gemacht.

Wenn wir jetzt also die ersten sechs Saisonmonate einer gründlichen und tiefgehenden Bilanz unterziehen – was wir intern in regelmäßigen Abständen tun –, dann können wir neben den personellen Veränderungen von einer größeren Leistungsfähigkeit, neuem Teamgeist, mehr Gemeinsamkeit und Zusammenhalt und einer neu entstehenden Spieler-Hierarchie bei unseren Profis sprechen. Unsere fußballerische Substanz und deren Umsetzung ist merklich höher als in der Vorsaison. Was mich dabei besonders freut, ist die Tatsache, dass auf diesem Weg neben einigen im letzten Jahr noch unter ihren Möglichkeiten gebliebene Spielern wie z.B. Lewis Holtby, Nicolai Müller oder Pierre Michel Lasogga auch ein junger Spieler auf sich aufmerksam macht, mit dem bis vor ein paar Monaten noch nicht so viele gerechnet hätten. Gideon Jung hat sich, verpflichtet von uns aus der 4. Liga, über unsere U23 zu einem sehr guten Spieler und einer echten Alternative im Mittelfeld unserer Bundesligamannschaft entwickelt.

Rückblickend auf die Hinrunde lobte Beiersdorfer die positive Entwicklung von im letzten Jahr noch unter ihren Möglichkeiten agierenden Spielern.

Dass wir unsere Jugend nicht nur fordern und fördern, sondern auch integrieren, unterstreicht auch das gestern beendete Trainingslager in der Türkei. Mit Dren Feka, Finn Porath und Kerim Carolus waren drei Nachwuchskräfte dabei, die erste Eindrücke von den Anforderungen, Intensitäten und Leistungsniveaus sammeln und auch für sich selbst Empfehlungen abgeben konnten. Das ist der Weg, den wir fortsetzen wollen und müssen. Mehr dazu an späterer Stelle. 

In der Bewertung der Bundesliga-Hinserie kann ich sagen, dass wir trotz eines mehr als holprigen Starts mit deftigen Rückschlägen im DFB-Pokal in Jena und zum Ligaauftakt bei den Bayern viele gute Momente erlebt haben. Nehmen wir beispielsweise unseren 3:0-Sieg in Gladbach oder die 3:1-Erfolge in Bremen und gegen Borussia Dortmund: Da haben wir eindrucksvoll unsere neue sportliche Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis gestellt. Da haben wir stabil verteidigt und mutig nach vorne gespielt. Da sind wir der Konkurrenz auf Augenhöhe begegnet und haben uns nicht mehr – wie leider so oft in der Vorsaison – mit möglichen Fehlern, der Folge von Gegentoren und den Auswirkungen auf die Tabelle beschäftigt. Das hat richtig gut getan. Das waren für uns alle befreiende Momente.

Und auch wenn man sich statistische Details der Hinserie anschaut, lässt sich eine Positiventwicklung erkennen. Wir bekommen viel weniger Gegentore nach Standardsituationen – mit vier Treffern liegen wir beispielsweise sogar unter dem Ligadurchschnitt von sieben Gegentoren. Und auch offensiv haben wir zugelegt. Nach der letztjährigen Hinrunde hatten wir auf unserem Konto drei Tore nach oder durch Standards erzielt, jetzt liegen wir bei sieben. In der Chancenverwertung waren wir im vergangenen Winter abgeschlagen Bundesligaschlusslicht, jetzt liegen wir im Bundesligaschnitt bei 12,5 Prozent auf einem Mittelfeldplatz wie in der normalen Bundesligatabelle, obwohl wir uns, im Ligavergleich, aktuell viel zu wenige Chancen herausspielen.

Keine Sorge, ihr wisst, ich bin kein Träumer: Diese erfreulichen Entwicklungen täuschen uns nicht über nach wie vor vorhandene, auch noch größere Defizite hinweg. Denn mögen 22 Punkte in der Hinserie für viele ein zufriedenstellendes Halbjahresergebnis sein: Uns reicht das nicht! Wir sind in der Tabelle weder oben, noch unten und haben nachweislich sehr viele Schwierigkeiten uns mit guten Ergebnissen zur rechten Zeit für oben zu entscheiden. Das macht unsere Situation unvorhersehbar und damit gefährlich. 

Daran hat auch unser Trainingslager in Belek nichts geändert. Wir konnten uns dort unter sehr guten Bedingungen auf den Rückrundenstart vorbereiten, haben aber auch einige zusätzliche Verletzungssorgen und wahrlich keine Frühform im Gepäck mit zurückgenommen. Uns allen muss klar sein: Das wird wieder eine ganz schwere und kräftezehrende Saison. Und das nicht nur, weil wir am Freitag den Ligaauftakt gegen Bayern München bestreiten. Da gibt es keine Zeit zur Eingewöhnung, da geht es gleich knallhart los. Und in den Folgewochen wird es nicht weniger, im Gegenteil. Ihr hört, ich rufe hier nicht den Angriff auf Europa aus, sondern den nächsten organischen Entwicklungsschritt!

Ich erwarte von unserem HSV, von euch, von uns und allen HSVerinnen und HSVern, dass wir auch in diesen kommenden Wochen und Monaten ähnlich zusammenstehen und uns gegenseitig stärken, alle Kräfte mobilisieren und dann gemeinsam diesen nächsten Schritt gehen. Und ein Schritt kann im übertragenen Sinne auch heißen: Zusammen kämpfen, dagegenhalten, Haltung zeigen und sich weiter festigen und stabilisieren.

"Bruno kennt uns, wir kennen ihn", ist Beiersdorfer auf die weitere Zusammenarbeit mit dem 49-jährigen Cheftrainer bis 2017 überzeugt.

Personell hat sich bei uns im Kader auch noch etwas getan. Marcelo Diaz hat uns in Richtung Spanien verlassen. Ich möchte Marcelo an dieser Stelle noch einmal ganz besonders danken. Wo wir ohne seinen Freistoßtreffer von Karlsruhe heute womöglich wären, daran möchte ich gar nicht denken. Er hat sicher eines  der wichtigsten Tore überhaupt in der Vereinsgeschichte für unseren HSV geschossen und ist dennoch immer bodenständig und bescheiden geblieben. „It’s my job. Das ist mein Beruf“, hat er immer gesagt, wenn man ihn auf diesen unvergesslichen Moment angesprochen hat. Mit einer Überzeugung und gleichzeitig einer Demut, die beeindruckend ist. Ich wünsche Marcelo von ganzem Herzen alles Gute für seine neue Aufgabe bei Celta de Vigo, die er unbedingt angehen wollte. Und wir alle bereiten ihm im Volksparkstadion einen grandiosen offiziellen Abschied. Danke, Marcelo! 

Zurück zu unseren sportlichen Zwischenbilanzen. Wir sind einzig mit unserer Auswärtsbilanz zufrieden und wissen, dass wir vor allem in unserem Volksparkstadion erfolgreicher, defensiv stabiler und offensiv viel öfter torgefährlicher und kaltschnäuziger, aber wohl vor allem geduldiger auftreten müssen, um unsere nächste Entwicklungsstufe zu erreichen. 8 unbefriedigende Heimpunkte bislang sind deutlich zu wenig. Wir sind uns alle einig: Es ist noch reichlich Luft nach oben.

Unser Plan, die sportlichen Fortschritte  zu vollziehen, basiert auch in Zukunft auf vier wichtigen Säulen: akribische, konsequente und viel Arbeit, personelle Kontinuität bei unseren Führungskräften, Geduld und Geschlossenheit.  

Ich bin sehr froh, dass wir mit der Vertragsverlängerung unseres Trainerteams um Bruno Labbadia zu Beginn dieser Woche ein weiteres Zeichen in Sachen Personalkontinuität setzen konnten. Seine Leidenschaft für den HSV und für Hamburg muss ich, glaube ich, an dieser Stelle nicht mehr hervorheben. 

Die steht für sich selber. Ihr erlebt es jeden Tag.  

Bruno kennt uns, wir kennen ihn. Wir sind von ihm als unserem Cheftrainer überzeugt. Er hat sich weiterentwickelt. Er hasst Stillstand und ist jeden Tag hungrig, dass wir ständig und stetig arbeiten, um uns zu verbessern. Bruno befindet sich mit Peter Knäbel in einem permanenten Austausch, was vor allem kurz- und mittelfristige Ziele betrifft – wie die Entwicklung einzelner Spieler verläuft, was wir optimieren können und mit welchem Personal wir unsere Herausforderung Bundesliga meistern wollen. Und – was in der Fußball-Bundesliga nicht selbstverständlich ist – Bruno ist auch an den von mir vorgegebenen sportlichen Zielen und an den von Peter Knäbel, Bernhard Peters und mir entwickelten langfristigen Strategien interessiert. Und das Wichtigste: Er trägt diese mit! Diese 100%ige ideelle, emotionale und inhaltliche Identifikation ist toll – und genau das und er der Richtige für unseren HSV. 

Ich weiß, dass viele von euch jetzt gerne eine rosige HSV-Zukunft von mir prognostiziert bekämen. Keine Frage: Die wollen wir alle. Fakt ist: Wir müssen weiterhin schnell besser werden, wir müssen auf- und überholen. 

Aber wir dürfen bei all dem auch nicht den Blick vor der Realität und unserer Marktsituation verschließen. Unser Weg in die Tabellenregionen, die wir alle gemeinsam anstreben, ist noch mit vielen Hürden versehen, deren Überwindung uns noch einige Zeit und vor allem sehr viel Mühe kosten wird. Ich kann euch aber versichern: Wir sind ein sehr gutes Team und sind alle total infiziert und motiviert, diesen Weg konsequent und gemeinsam fortzusetzen. 

Den Bau des HSV-Campus bezeichnete der HSV-Vorstandsvorsitzende als "einen Meilenstein mit großen Auswirkungen für den HSV".

Ich möchte noch kurz etwas zu unserem Unterbau sagen. Wir fordern bei der Entwicklung unserer Talente immer mehr Leistungssportkultur ein, setzen auf nachhaltige Konzepte und eine stete Verbesserung unserer Ausbildung. Von oben, also aus dem Profibereich, sollen die Talente dann gezogen und gefördert werden. 

Von unten, aus der U19 und der aktuellen U23, aus der in absehbarer Zeit unsere letzte und eindeutige Ausbildungsmannschaft – eine U21 – werden wird, müssen sie sich empfehlen, nach oben drängen und damit auch den Konkurrenzkampf der aktuellen Bundesligamannschaft verstärken. 

Unsere U23 hat sich in der Regionalliga Nord aktuell stabilisiert, und unsere weiteren Leistungsmannschaften im Nachwuchs sind in den jeweils höchsten Ligen gut positioniert. Was uns dabei besonders wichtig ist: Man kann die Weiterentwicklung von Mannschaften und Einzelspielern deutlich erkennen. Unsere langfristig angelegten Konzepte wie z.B. die zusätzlich auf den Einzelspieler zugeschnittenen Individualtrainingseinheiten, ob fußballtechnisch, -taktisch oder -athletisch, unsere Konzepte zum mentalen Coaching oder die durchgängig angewendeten Video-Schulungen mit anschließender Umsetzung in der Praxis im Übergangstraining mit unseren Talenten im Volkspark fangen an zu greifen. 

Zum Stichwort Talent fällt mir noch Folgendes ein: Ihr erinnert euch vielleicht, dass ich euch bei der letzten Mitgliederversammlung davon erzählt habe, dass die Rückmeldung auch beim Nachwuchsscouting wieder positiver ist. Ich sagte: Der schlafende Riese, der HSV, ist wieder aufgewacht. Das war schon mal ein Schritt. Wir kennen die besten Spieler wieder. Als ich dann vor kurzem die Nachricht aus unserer Scouting-Abteilung bekommen habe, dass wir jetzt auch eine Zusage eines Spielers bekamen, den drei der besten fünf deutschen Clubs haben wollten, habe ich mich sehr gefreut. Das sind Zeichen an den deutschen Fußballmarkt, dass unsere Konzepte greifen und der HSV wieder da ist!

Bleiben wir beim Nachwuchs. Ich freue mich sehr, dass wir in 2016 – endlich – einen Meilenstein mit großen Auswirkungen für den HSV setzen werden: den Bau unseres HSV-Campus. Je näher die konkreten Baumaßnahmen rücken – im Februar wird es den Spatenstich geben, desto mehr freuen wir uns auf das auf der Fananleihe basierende, letztlich aber durch Alexander Otto ermöglichte Gebäude, das ab 2017 die Heimat für unser Nachwuchsleistungszentrum sein wird. 

Der neue Trainingsplatz hinter der Südtribüne, auf dem im vergangenen Halbjahr ja schon einige Testspiele unserer Profis stattgefunden haben, und der neue Kunstrasenplatz auf dem ehemaligen Parkplatz weiß 2 sind wertvolle Bestandteile unseres infrastrukturellen Entwicklungsplans. Nach der Campus-Fertigstellung ist dann noch ein weiterer Kunstrasenplatz geplant, und in einer nächsten Ausbaustufe soll es dann noch zwei weitere Felder geben – die Plätze 7 und 8, hinter der Westtribüne, so dass wir in absehbarer Zeit wirklich mit all unseren Mannschaften bei uns im Volkspark trainieren und spielen können. Dann wird die Zusammenführung unseres Profi- und Nachwuchsbereichs vollständig abgeschlossen und die fußballerische Heimat aller unserer Mannschaften der Volkspark sein.

Dietmar Beiersdorfer bezog auch Stellung zur finanziellen Situation und machte deutlich: "Unsere Finanzsituation wird auch in den kommenden Jahren eine unserer größten Aufgaben sein".

Lasst mich nun zu unseren Finanzen kommen. Vorab, weil ich gerade über den Campus gesprochen habe, möchte ich noch einmal mit der Mär aufräumen, von der Jens und ich in den vergangenen Wochen immer mal wieder gehört haben bzw. darauf angesprochen wurden: Dass wir Probleme mit der Rückzahlung unserer Fan-Anleihe im Jahr 2019 hätten. Wir können und werden unseren Verpflichtungen nachkommen und sind mehr denn je dabei, die finanzielle Lage unseres Clubs zu stabilisieren. Das ist neben der sportlichen Entwicklung die zentrale Aufgabe unseres Tuns: höchstmögliche sportliche Ziele anstreben – selbstbestimmt und finanziell solide.

Unser Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2014/15 dürfte euch bereits bekannt sein. Eines vorweg: Wir werden die vollständigen Abschlüsse über unsere Eigenmedien veröffentlichen, nachdem sie durch die Gremien festgestellt sind. Das wird im März der Fall sein. Hier noch einmal der Überblick: Die HSV Fußball AG weist für das Geschäftsjahr 2014/15 einen Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von 16,9 Millionen Euro aus. Dabei konnten wir den Gesamtumsatz um 7,0 Millionen Euro auf 128,1 Millionen steigern. Das operative Ergebnis, das so genannte EBITDA (operatives Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern), stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 Millionen Euro auf 22,9 Millionen Euro. Das Konzerneigenkapital stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 Millionen Euro auf 22,5 Millionen.

Die Ursachen für das negative Konzernergebnis sind kein Geheimnis, sie sind auch das Resultat unseres angegangenen Konsolidierungsprozesses. 

Unser Finanzvorstand Frank Wettstein hat es in seinem Kommentar zum Konzernergebnis treffend formuliert, als er sagte, dass die Kader-Kosten und der sportliche Erfolg des HSV zu lange in einem Missverhältnis standen. Der permanente Kader-Umbau, die hohe Fluktuation in der sportlichen Führungsetage und damit verbundene Millionen-Abfindungen für Verantwortliche und Spieler haben finanziellen Schaden verursacht.

Dass der HSV in vier Jahren dreimal gegen den Abstieg gespielt hat und dies sich auf viele Bereiche wie z.B. TV-Gelder, Hospitality und Business-Seats, Sponsoring und Merchandising wirtschaftlich negativ ausgewirkt hat, war eine zusätzliche Belastung. Unsere Investitionen in die Bereiche Profi-Mannschaft, Trainerteam, Nachwuchs, Infrastruktur und Medizinische Betreuung waren von elementarer Bedeutung – auch um in Zukunft eine komplette Konkurrenzfähigkeit in der Bundesliga wiederherzustellen.

HSV-Finanzvorstand Frank Wettstein wird sich dieser Aufgabe weiterhin akribisch annehmen.

Unsere Finanzsituation wird auch in den kommenden Jahren eine unserer größten Aufgaben sein und steht auf unserer Prioritätenliste immer ganz oben. Wir werden im aktuellen Geschäftsjahr ebenfalls ein negatives Konzernergebnis erzielen. Das heißt aber nicht, dass wir uns in einem permanenten Angstzustand befinden. Wir sind in der Restrukturierung. Wir kennen unsere Zahlen. Wir haben alles schonungslos analysiert, Ableitungen getroffen und die entsprechenden Maßnahmen umgesetzt. 

Wir haben Veränderungen und Neuerungen implementiert. Wir haben jetzt beispielsweise funktionstüchtige Controlling-Prozesse, wir haben einen bereichsübergreifenden Einkäufer eingestellt und vieles weitere optimiert. Wir gehen sorgsam mit unserem Geld um. 

Und wir scheuen uns nicht vor unpopulären Maßnahmen. Dazu kann man auch das Thema Ehrenkarten zählen, mit dem in der Vergangenheit viel zu sorglos umgegangen wurde. Wir haben es aufgegriffen und den Prozess deutlich gestrafft. Dies bringt uns Einsparungen für Tickets und Steuern in einem hohen sechsstelligen Bereich – und zwar Jahr für Jahr. Geld, das wir viel gezielter einsetzen können, wollen und letztlich auch müssen. 

Unser HSV, das bestätigen alle Experten und auch die Kenner unserer Zahlen, hat gute Möglichkeiten zu einem finanziell grundsoliden, durch und durch stabilen Bundesligaclub zu werden. Unser Hauptaugenmerk liegt auf Solidität und Liquidität. Daran werden wir weiter festhalten.

Ich möchte auch etwas zu unseren privaten Investoren sagen. Wir haben mit Klaus-Michael Kühne, Helmut Bohnhorst und Alexander Margaritoff äußerst loyale und sehr inhaltlich orientierte Partner bei uns an Bord, die aus meiner Sicht das beste Beispiel dafür sind, dass Anteilseigner der HSV Fußball AG unserem Club nicht schaden, sondern als leidenschaftliche und treue HSV-Fans gemeinsam mit uns an der Verwirklichung neuer Ziele interessiert sind. Ich weiß, dass einige von euch vor allem Herrn Kühne sehr kritisch betrachten. Ich kann euch aber versichern, dass Herr Kühne ein echter HSVer ist, dem das Wohlergehen und die Weiterentwicklung seines Clubs enorm am Herzen liegen. Ich persönlich freue mich sehr und jedes Mal, wenn ich zur Arbeit gehe und unser Stadion sehe, dass wir dank Herrn Kühne unsere Heimspiele endlich wieder in unserem Volksparkstadion austragen können. 

Und lasst mich bitte noch einen Satz zu den Schwarzmalern und Dauerkritikern verlieren, die ungeachtet aller Realitäten noch immer von der Schuldenlast des HSV sprechen. Der HSV ist heute sowohl kreditfähig als auch kreditwürdig. Dennoch verfolgen wir das Ziel, die Verbindlichkeiten konstant zu reduzieren. Im Bereich der Finanzschulden ist das im abgelaufenen Geschäftsjahr auch mit etwa 6 Millionen Euro gelungen.

Beiersdorfer stellte eine positive Entwicklung im Bereich Marketing und Vertrieb fest und lobte dafür Marketingvorstand Joachim Hilke und sein Team.

Kommen wir zum Bereich Marketing und Vertrieb. Auch hier hat sich im vergangenen Halbjahr sehr viel getan. Mit unserem Klassenerhalt haben wir die zuvor bereits spürbare Trendwende von Frust und Einbruch hin zu neuer Lust und Aufbruch in unserem Sinne genutzt und fortgesetzt.

Joachim Hilke konnte mit seinem Team erstmals seit Jahren wieder steigende Verkaufszahlen im Bereich Hospitality verzeichnen, zudem erfreuen sich unsere Spiele nach wie vor einer konstant hohen Ticket-Nachfrage. Im Schnitt liegen wir bei unseren Heimspielen im Volksparkstadion trotz unserer bislang bescheidenen Bilanz immer noch jenseits der 53.500-Besucher-Marke. Ganz herzlichen Dank hierfür unseren treuen Zuschauern! Wir hoffen natürlich, dass wir diese Anzahl noch steigern können, wenn unsere Mannschaft bessere Heimresultate erzielt.

Unser Aufschwung war auch im Bereich Sponsoring erkennbar. Viele unserer Partner schätzen unseren eingeschlagenen Weg, sind bereit ihn mitzugehen und uns dabei zu unterstützen, auch wenn dabei nicht immer sofort Euphoriegefühle aufkommen. Besonders stolz sind wir, dass wir mit unserem Trikotsponsor Emirates Airlines den im nächsten Sommer auslaufenden Vertrag schon frühzeitig bis 2019 verlängern konnten. Denn das zeigt, dass der HSV als Club und als Marke auch national und international noch immer einen Namen und Strahlkraft hat und wir alles daran setzen müssen, dass wir auch sportlich schnellstmöglich wieder an Bedeutung gewinnen. 

Gefreut haben wir uns auch darüber, dass der von uns entschiedene, aber sicherlich nicht leichte Wechsel unseres langjährigen Bierpartners Holsten zu König Pilsener so gut angenommen worden ist. Keiner hätte erwartet, dass wir immerhin fast einen Euro zusätzlichen Bierumsatz pro Kopf machen würden.

Ähnlich wie im sportlichen Bereich betrachten wir uns auch im vertrieblichen Marketing noch längst nicht am Limit angekommen. Wir wissen um unsere Fortschritte, wir wissen um die weiterhin großen Vermarktungspotenziale, und wir wissen auch, dass wir unsere Entwicklung schrittweise vollziehen müssen.

Beim Merchandising, also dem Verkauf von Fanartikeln, haben wir uns beispielsweise durch den Einsatz eines Außendienstmitarbeiters zusätzliche Absatzmöglichkeiten eröffnet. Wir haben bei Heimspielen unsere Verkaufsflächen optimiert und neue ausprobiert. Wir expandieren und planen im März die Eröffnung eines neuen Fanshops im Elbe-Einkaufszentrum, wo wir bislang nur im Weihnachtsverkauf mit einem mobilen Stand im Einsatz waren und dort gute Umsatzzahlen erzielen konnten. Und wir werden bald endlich auch südlich der Elbe für unsere Fans und Anhänger mit einem eigenen Shop vertreten sein. 

Wir widmen uns seit Monaten mit Nachdruck wichtigen Themen, die das Jetzt und die Zukunft betreffen. Wir werden unseren Prozess der Digitalisierung fortsetzen, im Frühjahr hsv.de in einem völlig neuen Gewand präsentieren und in diesem Zuge auch einen Webshop haben, der den Erwerb sämtlicher angebotener Produkte des HSV mit einem einzigen Zugang ermöglicht. Wir wollen dabei auf die Wünsche unserer Fans noch mehr eingehen, über die Verbesserung der Prozesse den Einkauf beim HSV noch mehr zu einem Erlebnis machen. Wir streben auch eine bessere digitale Vernetzung unseres Volksparkstadions an und wollen uns dabei vor allem kundenorientierter und besucherfreundlicher präsentieren. 

Beim Blick voraus werden wir uns weiterhin intensiv damit auseinandersetzen, wie wir den Standort Volkspark bekannter, beliebter und besser besucht gestalten – auch und vor allem außerhalb unserer Heimspieltage. 

Im Sommer 2016 wird es, Stand heute, mindestens vier Konzerte im Volksparkstadion geben – AC/DC, Rihanna, Udo Lindenberg und Coldplay –, außerdem wird in der Sommerpause der VIP-West-Bereich zum Veranstaltungs- und Eventzentrum umgebaut, so dass wir unser Stadion noch stärker für Drittveranstaltungen oder auch eigene neu kreierte Events nutzen können. Ich könnte an dieser Stelle meinen sportlichen Satz von vorhin wiederholen. Wir haben auch in diesen Bereichen noch viel Luft nach oben und freuen uns gewaltig, diese Aufgaben gemeinsam anzugehen.

Die HSV-Stiftung „Der Hamburger Weg“ ermöglicht mit der Wertigkeit und Integrität einer Stiftung sehr viel klarer Themen voranzubringen, die dem HSV am Herzen liegen.

Freude ist das richtige Stichwort, um den Übergang zum Hamburger Weg zu wählen. Ihr alle kennt den Hamburger Weg seit einigen Jahren. Es war nun an der Zeit, dass wir stärker als bisher unsere gesellschaftliche Rolle und unsere Verantwortung in Hamburg ausdrücken. Deshalb haben wir im Sommer die HSV-Stiftung „Der Hamburger Weg“ gegründet. Dies ermöglicht uns mit der Wertigkeit und Integrität einer Stiftung sehr viel klarer Themen voranzubringen, die uns am Herzen liegen. Wir konzentrieren uns deshalb auf den Nachwuchs in unserer Stadt in den Bereichen Bildung, Soziales und Sport.

Konkret gibt es seit Herbst 2015 das so genannte „Hamburger Weg Klassenzimmer“ – ein kostenloses Angebot an Schulklassen zum Lernen im Volksparkstadion, z.B. zu den Themen Medienkompetenz, Wirtschaftsfaktor HSV, der HSV im Nationalsozialismus, Menschenwürde, Gruppenbildung und „Ich bin stark“. Ich selbst war bei einer Schulstunde einer Wilhelmsburger Stadtteilschule dabei und durfte mich davon überzeugen, wie unser HSV Verantwortung übernimmt und zumindest ein bisschen dazu beiträgt, Schülerinnen und Schüler unserer Stadt zu fördern, ihnen etwas zu geben. Wenn man so eine Aktion sieht und spürt, was unsere Stiftung da auf die Beine stellt, dann darf man wirklich stolz als HSVer sein. 

Bei unserem Projekt „Anbieten und Abstauben“ konnten sich Amateurvereine um einen Gesamtfördertopf in Höhe von 50.000 Euro bewerben. Und wir arbeiten an vielen Stellen daran, den Flüchtlingen in Hamburg zu helfen – durch kontinuierliche Trainings auch in Zusammenarbeit mit dem Fanprojekt und dem e.V., durch Sachspenden, Einladungen zu unseren Spielen oder zuletzt einer Jobinitiative im Umfeld des HSV. 

Wir hoffen, ihr begleitet uns auf diesem Hamburger Weg. Ihr habt sicher gesehen, dass er auch bei uns im Stadion durch den Hamburger Weg Block auf der Südtribüne sichtbarer geworden ist – hier spenden wir 1/11 aller Ticketeinnahmen an die Stiftung, aber auch alle anderen Besucher unserer Heimspiele können durch die 1-Euro-Ticketspende einen Beitrag leisten, dass wir als HSV-Familie auch abseits des Fußballs in unserer Stadt gemeinsam etwas bewegen.

Fortschritte haben wir auch in unserer Kommunikation gemacht, was viele von euch hoffentlich auch so sehen. Wir äußern uns dosierter und gezielter, nutzen verstärkt unsere Eigenmedien. Wir haben unser Vereinsheft HSVlive mit einem Relaunch attraktiver gestaltet, haben unser erstes Kids Magazin herausgebracht, es gibt jetzt eine extrem fanorientierte Spieltags-App und auch eine digitale Form unseres Heimspielhefts. Zudem kann ich jedem nur raten, einmal das neue HSV Netradio einzuschalten. Ich habe schon von mehreren HSV-Fans und Bekannten im Ausland gehört, dass ihnen unsere Radioreportagen von den Spielen sehr gefallen. Positive Rückmeldungen erreichen uns nun auch häufiger für unsere mutigeren, proaktiven und aktuelleren Social Media Aktivitäten. Wir verzeichnen bei allen HSV-Medien Zuwachszahlen und möchten diesen Trend fortsetzen. Das Wichtigste bei all den Neuerungen und aufbereiteten Inhalten aber ist, dass wir jetzt viel selbstbestimmter kommunizieren und uns auch von Rückschlägen und negativeren Geschichten nicht von unserem Weg abbringen lassen.

Ein riesiges Dankeschön richtete Beiersdorfer an die sensationelle Unterstützung der HSV-Fans.

Nun zu etwas übergeordneten Themen. Ein nicht ganz unwichtiges ist der Vorlauf zum neuen TV-Rechtevertrag, der von der DFL für 2017 abgeschlossen werden soll. Auf DFL- und DFB-Ebene werden wir maßgeblich durch Joachim Hilke vertreten, der sich mit großem Einsatz für eine verbesserte Situation im Rahmen der Gesamtverteilung der zentral vermarkteten Erlöse für unseren HSV einsetzt. Wir alle unterstützen dies ausdrücklich, weil wir der Meinung sind, dass der HSV aufgrund seiner Bedeutung, seiner Beliebtheit und seiner Zuschauerresonanz gegenwärtig nicht im angemessenen Rahmen am großen Einnahmekuchen partizipiert. 

Ich weiß, dass viele von euch an weiteren Infos dazu interessiert sind und dass sich trefflich darüber diskutieren lässt. Da sich die gesamte Thematik aber noch im Anfangsstadium befindet und die Ausschreibung der DFL noch nicht einmal erfolgt ist, möchte ich euch erst im Sommer auf der nächsten Mitgliederversammlung darüber berichten.

Jetzt komme ich zu einem riesengroßen Dankeschön: Mein Dank richtet sich an unsere Fans, unsere Anhänger, unsere Supporters. Sie alle, also auch ihr, habt uns nicht nur zahlenmäßig, sondern vor allem leidenschaftlich, treu und motivierend unterstützt. Die Spalieraktionen im Abstiegskampf sind unvergesslich. Und wir finden, dass sich eine tolle Stimmung im Volksparkstadion entwickelt hat, die unsere Mannschaft großartig unterstützt, situationsbezogen ist und das große Fußballverständnis unserer Fans zeigt. Ich darf darüber hinaus hier auch explizit Mannschaft und Trainer nennen, die sich auch auf diesem Wege für diese tolle Unterstützung noch einmal bedanken wollen.  

Wir glauben fest daran, dass der gute Geist der „Alle Mann an Bord“-Bewegung auch in diesem Jahr seine Fortsetzung finden wird. Wir dürfen nur nicht nachgeben. Dass wir als HSV nach wie vor zu den Topteams der Bundesliga zählen, was Auswärtsreisen und den Support in auswärtigen Stadien betrifft, spricht eindeutig für unsere lebendige Fanszene. 

Dass wir auch Problembereiche haben, möchte ich dabei nicht verschweigen. Bierbecherwürfe und vor allem Pyrotechnik bei Auswärtsspielen sind für uns weiterhin Straftaten und bringen neben der inakzeptablen Gefährdung von Menschen hohe Geldstrafen mit sich. Ich sage euch ganz ehrlich: Ich würde dieses Geld viel lieber in tolle Choreographien oder andere Fanaktionen stecken. Wir werden diesen Vergehen weiterhin hartnäckig und unnachgiebig nachgehen, weil wir sie nicht dulden.

Zum Abschluss seines Berichts sprach Beiersdorfer noch über den richtungsweisenden Leitbildprozess.

Bevor ich zum Ende komme, möchte ich euch auch noch einen kurzen Einblick in unseren Leitbildprozess gewähren. Viele von euch waren an der Wertediskussion in unserem HSV beteiligt und haben sich innerhalb der vergangenen sieben Monate konstruktiv eingebracht. Ich möchte mich für diese offene und zugleich sehr vertrauensvolle Mitarbeit an dieser Stelle auch einmal bedanken. Fast 10.000 Mitglieder haben an unserer Leitbildumfrage teilgenommen, einige haben sich vertraulich interviewen lassen und andere sogar Erkenntnisse vergangener Leitbildansätze eingebracht. Nach Sichtung und Auswertung aller Beiträge befinden wir uns nun im Schlussspurt und werden im ersten Quartal dieses Jahres präsentieren, was der Prozess ergeben hat.

Eines kann ich schon jetzt sagen: Dieses Leitbild ist ein weiterer Schritt zur Geschlossenheit, zum Miteinander, und ein Beweis dafür, dass wir gemeinschaftlich alle sehr nah beisammen liegen, was unseren HSV betrifft.

So, nun habe ich wirklich genug erzählt. Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Überblick verschaffen, was im vergangenen Halbjahr alles so passiert ist in der HSV Fußball AG. 

Ich möchte meinen Bericht aber nicht beenden, bevor ich nicht noch etwas zur Zusammenarbeit des Vereins mit der Fußball AG gesagt habe. Ich möchte mich auch im Namen von Joachim Hilke und Frank Wettstein ganz herzlich beim Präsidium – Jens, Henning und Ralph –, bei der Geschäftsführung, Jörn, und allen Mitarbeitern sowie sämtlichen Gremien des e.V., bei der Abteilungsleitung der Supporters und natürlich bei unseren Mitarbeitern bedanken.

Wir alle haben uns auf die Fahnen geschrieben, dass wir den HSV ungeachtet seiner Rechtsform voran bringen wollen. Meine Kollegen im Vorstand spüren das wie ich und schätzen es sehr. Wir wollen für die Zukunft und die neuen Herausforderungen gewappnet sein und arbeiten gemeinsam an einer positiven sportlichen und wirtschaftlichen Entwicklung unseres Vereins, unseres Clubs, unserer Raute. Für diese Aufgabe braucht es vieles. Doch das Wichtigste und die Basis von allem ist Geschlossenheit. Die macht uns stark.

Ich möchte nun in Ergänzung zu meinem Bericht den Aufsichtsratsvorsitzenden der HSV Fußball AG, Karl Gernandt, auf die Bühne bitten. Und ich möchte den Moment nutzen, unserem Aufsichtsrat ebenfalls zu danken. Wie ihr euch angesichts unserer sportlichen Erlebnisse und der Finanzlage sicherlich vorstellen könnt, gab es in den vergangenen Monaten viele schwierige sportliche und wirtschaftliche Situationen, in denen es auch zwischen dem Kontrollgremium und uns Vorständen das eine oder andere Mal kontroverse Diskussionen gab, es hier und da auch mal geknirscht hat. Aber die Diskussionen, Analysen und Besprechungen haben immer vertraulich und konstruktiv, zum Wohle des HSV stattgefunden. Wir wissen, dass es für diese Art der Zusammenarbeit eine gehörige Portion Vertrauen eurerseits in uns bedarf. Dafür sagen wir: Danke. Nur so kommen wir weiter, so wollen wir zusammenarbeiten.

 

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.

 

Die Rede des HSV-Vorstandsvorsitzenden Dietmar Beiersdorfer im Bewegtbild: 

FC Augsburg
1:3
34. Spieltag
14.05.2016
15:30 Uhr
Hamburger SV
präsentiert von
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