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Fußballschulen-Trainer Martin Bube im Interview

Fussballschule

12.04.19

Fußballschulen-Trainer Martin Bube im Interview

Fußballschulen-Lehrer Martin Bube spricht im Interview über seine Liebe zum HSV, seinen Weg in die HSV-Fußballschule und eine besondere Begegnung mit Kult-Masseur und Vereinslegende Hermann Rieger.

Über 90.000 Kids nahmen in knapp 15 Jahren an den Angeboten der HSV-Fußballschule teil. Gemessen an dieser Teilnehmerzahl ist die HSV-Fußballschule damit die erfolgreichste Fußballschule Deutschlands. Der entscheidende Schlüssel zum Erfolg: die Qualität der Angebote durch qualifizierte Trainer wie Martin Bube. Der 51-Jährige ist bereits seit neun Jahren fester Bestandteil des Trainerteams und spricht im Interview mit dem HSVliveMagazin über seine Liebe zum HSV, den Schwerpunkt des Trainings sowie seinen ganz besonderen Fußballschulen-Moment.

Martin, bist du überhaupt HSV-Fan?

Ja, die Verrücktheit zum HSV wurde mir quasi in die Wiege gelegt. Ich kann mich noch genau an meinen ersten Stadionbesuch erinnern: Der HSV gewann am 23. Dezember 1978 mit 3:1 gegen Bielefeld. Und Kevin Keegan schoss alle drei Tore. Bereits im alten Volksparkstadion hatte ich schon meine Dauerkarten und auch in der neuen Arena hat noch kein anderer auf meinem Platz gesessen. Inzwischen habe ich selbst meine Frau und Töchter mit dem „HSV-Virus“ infiziert. Deswegen macht es mich auch sehr stolz, für „meinen“ HSV zu arbeiten.

Wie lang bist du schon Trainer bei der HSV-Fußballschule?

Mein Neffe nahm im Jahr 2010 an einem Camp der HSV-Fußballschule teil. Ich habe ihn damals dort besucht und war begeistert von dem Training und der Stimmung vor Ort. Direkt im Anschluss habe ich mich dann bei den Organisatoren als Trainer beworben und bereits nach zehn Minuten direkt eine Rückmeldung erhalten. Seitdem bin ich als Coach und seit 2013 auch als Campleiter im Einsatz.

Warst du vorher schon Fußballtrainer?

Ja, schon mehrere Jahre. Ich fing einst als kleiner Stöpsel mit dem Fußballspielen an. Als ich dann mit 36 Jahren meine aktive Karriere verletzungsbedingt beenden musste, wusste ich, dass ich dem Sport treu bleiben möchte. Seitdem bin ich als Trainer im Kinder- und Jugendfußball tätig. 

Haben alle Trainer der Fußballschule mehrjährige Erfahrung?

Wir haben eine gesunde Mischung aus erfahrenen Trainern und jungen, aufstrebenden Coaches. Bei uns sind viele Sportstudenten im Einsatz, die selbst ambitionierte Vereinsspieler sind. Trotz der vorhandenen Lizenzen erhalten alle Trainer eine Schulung auf Basis unseres Trainingsskriptes, das mit dem Nachwuchsleistungszentrum abgestimmt ist. Dieses wurde auf Basis der Rückmeldungen der Teilnehmer auch noch einmal überarbeitet und durch neue Übungen ergänzt, so dass auch Teilnehmer, die im letzten Jahr bereits dabei waren, gefördert werden.

Was steht bei den Camps im Vordergrund? Leistung oder Spaß?

Unser Ziel ist es, dass alle Teilnehmer sich verbessern und davon im eigenen Verein oder auf dem Schulhof profitieren. Dafür werden verschiedene Trainingsschwerpunkte gesetzt, die den Kids spielerisch beigebracht werden, so dass der Spaß beim Training nicht zu kurz kommt. Es geht darum, den Kindern vor allem Freude am Sport und am Fußball zu vermitteln, aber auch Werte wie Teamgeist und Sozialverhalten zu schulen. 

Welche Übungen machen den Kids am meisten Spaß?

Die meisten freuen sich über neue Tricks, die sie vorher bei ihren Idolen gesehen haben. Häufig wird als Highlight das Abschlussspiel gegen die Trainer genannt. Übrigens ist die Partie am Ende des Camps auch für uns Trainer etwas Besonderes und wir verlieren nur ungern. (lacht)

Wer kann an der Fußballschule teilnehmen?

Bei den Trainingscamps können alle fußballverrückten Jungs und Deerns zwischen sechs und 13 Jahren teilnehmen. Dabei ist es nicht wichtig, ob die Kinder ambitionierte Vereinsspieler oder Fußballanfänger sind, bei den Camps sind alle willkommen. 

Gibt es ein Highlight aus deinen neun Jahren bei der HSV-Fußballschule?

Ja, mein größtes Highlight war eine Begegnung mit Hermann Rieger. Er hat eines meiner Trainingscamps besucht, sah sich das Training vollständig an und kam danach zu mir und sagte: „Burschi, du machst ein verdammt gutes Training!“ Auf diesen Satz bin ich immer noch stolz.

Wer auch bei einem Camp der HSV-Fußballschule dabei sein möchte, kann sich hier über die diesjährigen Termine informieren.