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Spielbericht HSV - M05: 0:0 – HSV und Mainz 05 mit torlosem Remis

Spielbericht

07.05.17

0:0 – HSV und Mainz 05 mit torlosem Remis

Ein Punkt im Kampf um den Klassenerhalt - die Partie des Hamburger SV gegen die Rheinhessen endete am Sonntagnachmittag mit einem torlosen Remis.

Der HSV konnte sich am Sonntag (7. Mai) im Duell gegen den 1. FSV Mainz 05 keine Luft im Kampf um den Klassenerhalt verschaffen. Die Partie des 32. Spieltages gegen den direkten Konkurrenten aus Rheinland-Pfalz endete mit einem torlosen Remis. In einer ausgeglichenen und sehr kampfbetonten Partie besaßen beide Teams nur wenige klare Torchancen. Sowohl Mainz als auch dem HSV fehlte die nötige Durchschlagskraft in der Offensive, um gegen gut und sicher verteidigende Defensivreihen für das Tor des Tages zu sorgen, so dass es am Ende beim leistungsgerechten Unentschieden blieb.

Vasilije Janjicic feierte sein Startelf-Debüt in der Bundesliga und machte im defensiven Zentralen Mittelfeld ein gutes Spiel.
Vasilije Janjicic feierte sein Startelf-Debüt in der Bundesliga und machte im defensiven zentralen Mittelfeld ein gutes Spiel.

Große Spannung...

HSV-Trainer Markus Gisdol stellte sein Team im vorletzten Heimspiel der Saison um. Hinten links in der Viererkette verteidigte Sakai, die Doppelsechs bildete Jung mit Startelf-Debütant Janjicic und in der Offensivreihe kehrte Kostic nach abgesessener Gelbsperre auf den linken Flügel zurück. Und Kostic war es auch, der für den HSV die erste richtig starke Offensivszene hatte, als er nach einer knappen Viertelstunde links auf und davon ging, jedoch in 05-Keeper Huth seinen Meister fand. Zu diesem Zeitpunkt hatte auch dessen Gegenüber Mathenia bereits eine Mainzer Doppelchance durch Cordoba und Muto vereitelt (7.), denn die Gäste begannen stark und schwungvoll.

Der HSV biss sich aber von Minute zu Minute mehr in diese Partie, haute sich in jeden Zweikampf und erarbeitete sich mit dieser enorm kämpferischen Einstellung ein leichtes Übergewicht. Hieraus resultierten auch im weiteren Verlauf einige vielversprechende Angriffe und Gegenstöße, bei denen aber meist der letzte entscheidende Pass fehlte, um wirklich gefahrbringend zum Abschluss zu kommen. Aber immerhin: Defensiv standen die Rothosen gut und verteidigten bissig, so dass Mainz bis auf einen weiteren Cordoba-Distanzschuss ebenfalls wenig Torgefahr ausstrahlen konnte. So ging eine Partie mit 0:0 in die Halbzeit, die besonders von der Spannung, der großen Intensität und den vielen rassigen Zweikämpfen lebte.

Filip Kostic besaß in der ersten und auch in der zweiten Halbzeit jeweils die beste HSV-Chance, hatte aber Pech im Abschluss.
Filip Kostic besaß in der ersten und auch in der zweiten Halbzeit jeweils die beste HSV-Chance, hatte aber Pech im Abschluss.

... aber keine Tore

Dieses Bild änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nicht. Beide Teams hauten sich voll rein und gaben keinen Ball verloren, wodurch sich ein sehr kampfbetontes Spiel entwickelte, allerdings haperte es hüben wie drüben am spielerischen Element. Durchdachte Ballstaffetten und klare Spielzüge bildeten die Ausnahme, da beide Mannschaften im Aufbau unbedingt Fehler vermeiden wollten und deshalb ihr Heil in langen Bällen suchten. Diese konnten die Abwehrreihen jedoch meist souverän klären, auch wenn die Sturmreihen die ganze Zeit darauf spekulierten, dass mal ein Ball durchrutscht. So blieb es auch in den zweiten 45 Minuten hitzig, aber chancenarm - und damit am Ende auch torlos.

Die Spannung ließ die knapp 54.000 Zuschauer aber bis zum Ende mitfiebern und ihr Team nach vorne brüllen, was sie auch nach dem Abpfiff noch einmal taten, als sich die Rothosen bei den Fans für die Unterstützung bedankten. Mit lauten Sprechchören verabschiedeten die Anhänger ihre Mannschaft in die letzten beiden Spiele der Saison. Auf Schalke und zum Abschluss im Volksparkstadion gegen den VfL Wolfsburg müssen nun die Punkte gesammelt werden, die am Ende für den Klassenerhalt reichen sollen. Nach zuletzt nur einer Niederlage aus den letzten elf Heimspielen ruhen die Hoffnungen sicherlich auf dem Saison-Showdown am 34. Spieltag.

 

Das Spiel im Stenogramm:

Hamburger SV: Mathenia - Diekmeier (88. Ostrzolek), Papadopoulos, Mavraj, Sakai - Janjicic, Jung - Hunt ( 82. Gregoritsch), Holtby (68. Jatta), Kostic - Wood

1. FSV Mainz 05: Huth - Donati, Bell, Balogun, Brosinski - Gbamin, Latza (78. Frei) - Öztunali (63. Samperio), De Blasis - Cordoba, Muto (87. Ramalho)

Tore: -

Zuschauer: 53.915

Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin)

Gelbe Karten: Sakai (71.), Mavraj (80.) / Donati (78.)

Gelb-Rote Karten: - / -

Rote Karten: - / -

 

Das Spiel im Zeitraffer:

Min. Aktion
7. Mainz hat die erste Chance - und was für eine! Mathenia kann Cordobas Volleyschuss von der Strafraumgrenze gerade noch aus dem Eck fischen, doch Muto setzt nach, aber Mathenia ist schon wieder oben und kommt mit der Hand eine Millisekunde eher an den Ball. Überragende Doppel-Parade!
14. Jetzt der HSV mit einer Großchance: Sakai passt nach dem Ballgewinn direkt auf Kostic, der auf links losmarschiert, zwei Gegenspieler stehen lässt und flach aufs lange Eck zielt, doch Huth im Mainzer Tor kommt noch mit den Fingerspitzen ran und lenkt den Ball um den Pfosten.
15. Und das nächste Ding gleich hinterher: Hunt bringt die Ecke scharf rein und findet am zweiten Pfosten Mavraj, der aber aus kurzer Distanz gleich zweimal geblockt wird.
39. Riesige Aufregung im Stadion: Der HSV fährt über rechts einen Konter, in dessen finaler Phase Hunt mit dem Ball am Fuß in den Strafraum marschiert und nach einem Zweikampf mit Bell ins Straucheln gerät - Schiri Siebert entscheidet auf weiterspielen, sehr zum Unmut der 50.000 HSV-Fans.
40. Jetzt noch einmal die Mainzer: Wieder ist Sturmtank Cordoba beteiligt, der von links nach innen zieht und von der Strafraumkante aufs lange Eck zielt, aber Mathenia ist da und boxt den Ball raus.
51. Janjicic erkennt die Situation und schlägt einen Ball aus dem Zentrum vor dem eigenen Strafraum gegen weit aufgerückte Mainzer lang in den Lauf von Wood, der Richtung Huth rennt, aber kurz vor dem Sechzehner spitzelt ihm Bell in höchster Not gerade noch den Ball vom Fuß.
70. Sieben Minuten ist Samperio im Spiel und fasst sich direkt mal ein Herz: von rechtsaußen dribbelt er in die Mitte und lässt dabei auf seinem Weg in den Strafraum gleich vier Hamburger aussteigen, doch am Ende wirft sich Papa in den Schuss und rettet die Aktion.
73. Beim HSV ist jetzt Jatta dabei - und steht direkt mal vorne drin: Per Kopf verlängert er den Ball auf Kostic, der am Fünfer zum Abschluss kommt, doch Donati wehrt den Ball mit dem Ellenbogen ab. Für sowas gab es auch schon mal Strafstoß...
83. Jetzt versucht man es mit Gewalt: Auf Mainzer Seite haut Gbamin einen Freistoß aus 30 Metern einfach direkt drauf, zielt aber zu ungenau, zudem wäre Mathenia da gewesen; und auf der anderen Seite zieht Jatta von rechts nach innen und versucht es aus 25 Metern, aber Huth hält. Den Ball. Und das Unentschieden.
Hamburger SV Statistik zum Spiel 1. FSV Mainz 05
6 Torschüsse 13
48% Ballbesitz 52%
52% Zweikämpfe 48%
53% Passquote 59%
5 Ecken 3
10 Flanken aus dem Spiel 2
3 Abseits 2
16 Fouls am Gegenspieler 16
Kostic* 2 Torschüsse 4 Cordoba
Wood* 2 Torschussvorlagen 3 de Blasis
Sakai 59 Ballaktionen 69 Donati
Papadopoulos 72% Zweikampfquote 71% Brosinski
Kostic* 3 Flanken aus dem Spiel 2 de Blasis
*Mehrere Spieler mit dem gleichen Wert

Die Zusammenfassung des Spiels seht ihr bei HSV total!