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1:2 - HSV unterliegt unglücklich in Berlin

Spielbericht

28.10.17

1:2 - HSV unterliegt unglücklich in Berlin

Der HSV hat am Samstag trotz ansprechender Leistung mit 1:2 (0:1) bei Hertha BSC verloren - der Hamburger Anschlusstreffer durch Fiete Arp kam zu spät.

Der Hamburger SV hat am Samstagnachmittag (28. Oktober) seine Partie des 10. Spieltages mit 1:2 (0:1) bei Hertha BSC verloren. Die Berliner gingen durch zwei Kopfbälle von Niklas Stark und Karim Rekik jeweils nach Eckbällen von Marvin Plattenhardt mit 2:0 in Führung (17., 50.). Die Rothosen kamen durch den Bundesliga-Premierentreffer von Fiete Arp zwar noch zum 1:2-Anschlusstreffer (73.), doch trotz dieser Schlussoffensive und einer insgesamt ansprechenden Leistung reichte es für den HSV nicht mehr zum Punktgewinn.

Filip Kostic war auf der linken Außenbahn ein Aktivposten des HSV, seine Hereingaben sorgten einige Male für Gefahr vor dem Berliner Tor.
Filip Kostic war auf der linken Außenbahn ein Aktivposten des HSV, seine Hereingaben sorgten einige Male für Gefahr vor dem Berliner Tor.

Früher Rückstand...

HSV-Trainer Markus Gisdol schickte seine Mannschaft in der gleichen taktischen Formation wie zuletzt gegen den FC Bayern auf das Feld - allerdings mit zwei personellen Änderungen: Kostic spielte links offensiv anstelle von Hunt und Ekdal ersetzte auf der Sechserposition den gesperrten Jung. Und die taktische Variante mit der stabilen Dreier-Abwehrkette sowie dem kompakten Mittelfeld ging eigentlich auch gut auf, denn in den ersten 45 Minuten kamen die Berliner aus dem Spiel heraus zu keiner einzigen Torchance - und dennoch lagen die Rothosen früh zurück.

Denn die Gastgeber zeigten sich bei Standards immens gefährlich, schon die erste Ecke sorgte für Gefahr - und die zweite für das Berliner 1:0. Stark brachte die Hertha per Kopf in Führung (17.), was den HSV in der Folge eine Weile beschäftigte und lähmte. Doch nach und nach fanden die Hamburger zurück ins Spiel, übernahmen Stück für Stück die Spielkontrolle und kamen auch zu guten Abschlüssen. Doch jedes Mal fehlte ein Tick, ein Schritt, eine Fußlänge. Oder am Ende bekam Hertha-Keeper Jarstein noch seine Finger an den Ball, so wie bei der besten HSV-Chance durch Santos, der nach einer halben Stunde das 1:1 auf dem Fuß hatte. So gingen die Rothosen trotz einer ordentlichen Leistung mit dem 0:1 in die Halbzeitpause.

Fiete Arp sorgte nach Vorarbeit von Papa in der Schlussphase mit seinem ersten Bundesliga-Tor für die Aufholjagd des HSV, die aber am Ende nicht belohnt wurde.
Fiete Arp sorgte nach Vorarbeit von Papa in der Schlussphase mit seinem ersten Bundesliga-Tor für die Aufholjagd des HSV, die aber am Ende nicht belohnt wurde.

... späte Aufholjagd

Und die zweite Hälfte begann dann genauso wie die erste. Wieder war es eine Ecke, die Plattenhardt von der rechten Seite hereinbrachte, und wieder war es mit Rekik ein Defensivspieler, der in der Mitte am höchsten sprang und einköpfte - 2:0 für Hertha BSC, gerade mal fünf Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt. Dennoch: Der HSV suchte weiterhin seine Chance, griff an, zudem wechselte Gisdol offensiv und brachte Hunt, Ito und Arp. Und die drei Neuen sorgten noch einmal für zusätzlichen Schwung und für eine beherzte Schlussoffensive.

Die Hamburger drückten jetzt, setzten sich mehrfach gefahrbringend in Szene - und belohnten sich in der 73. Minute: Hunt und Ito spielten sich auf rechts durch, so dass Diekmeier flanken, Papadopoulos ablegen und Arp seinen ersten Bundesliga-Treffer erzielen konnte. Nur noch 1:2, nun war der HSV endgültig dran und drängte in der Schlussviertelstunde auf den verdienten Ausgleich. Doch der fiel nicht, denn trotz einiger guter Möglichkeiten fehlte der letzte entscheidende Abschluss, insbesondere Arp wurde zwei-, dreimal im letzten Augenblick geblockt, so dass Mut und Motivation des HSV am Ende nicht belohnt wurden.

 

Das Spiel im Stenogramm:

Hertha BSC: Jarstein - Pekarik, Stark, Rekik, Plattenhardt - Langkamp, Skjelbred - Weiser, Lazaro (87. Maier) - Ibisevic (73. Selke), Kalou (90.+1. Torunarigha)

Hamburger SV: Mathenia - Papadopoulos, Mavraj, van Drongelen - Diekmeier, Ekdal (56. Ito), Sakai, Santos - Hahn (67. Hunt), Kostic - Wood (56. Arp)

Tore: 1:0 Stark (17.), 2:0 Rekik (50.), 2:1 Arp (73.)

Zuschauer: 52.129

Schiedsrichter: Felix Brych (München)

Gelbe Karten: Kostic (30.) / Stark (9.), Pekarik (52.)

Gelb-Rote Karten: - / -

Rote Karten: - / -

 

Das Spiel im Zeitraffer:

Min. Aktion
5. Die Hertha mit dem ersten Torabschluss: Nach einer Plattenhardt-Ecke kommt Ibisevic an den Ball und legt ab auf den aufgerückten Innenverteidiger Rekik, dessen Schuss aus zehn Metern links am Pfosten vorbei rauscht.
11. Kostic als Doppelvorbereiter: Zweimal bringt er den Ball scharf von links rein - beim ersten Mal krallt ihn sich Hertha-Keeper Jarstein, kurz darauf kann Kostic noch einmal Fahrt aufnehmen und flanken, doch Hahn setzt den Kopfball vom Elfer drüber.
17. 1:0! Der zweite Berliner Eckball sorgt erneut für Gefahr - und für die Führung: Wieder bringt Plattenhardt den Ball rein und am kurzen Pfosten steigt der eingelaufene Stark am höchsten und verlängert den Ball per Kopf unhaltbar ins lange Eck.
29. Die Chance zum Ausgleich: Kostic führt eine Ecke kurz aus und Sakai bedient Santos, der sich den Ball am Strafraum zurechtlegen kann und ihn stark in Richtung linken Torwinkel zirkelt, doch Jarstein kommt gerade noch mit den Fingerspitzen ran und rettet.
39. Noch einmal der HSV, wieder über die linke Seite, auf die Wood den Ball rauslegt - Santos bringt den Ball scharf herein und am Fünfmeterraum kommt Hahn angeflogen, verpasst die Hereingabe aber um eine Fußlänge, so dass Plattenhardt noch klären kann.
50. 2:0! Hertha erhöht auf 2:0 - und es sieht fast aus wie eine Kopie der 1:0-Führung: Wieder eine Ecke, wieder von rechts, wieder von Plattenhardt - und dieses Mal steigt Rekik am höchsten und köpft den Ball unhaltbar ins lange Eck.
66. Der HSV macht hinten auf, Hertha kontert - und lässt das 2:0 liegen: Plattenhardt kommt in halblinker Position an den Ball und marschiert los, macht es aber selbst, statt in der Mitte Ibisevic zu sehen - Papa kann gerade noch blocken.
73. 2:1! Der Anschlusstreffer für den HSV: ARP!!! Der 17-Jährige knipst in seinem zweiten Bundesliga-Spiel mit einer trockenen Direktabnahme aus zehn Metern, nachdem Papa ihm eine Diekmeier-Flanke mustergültig per Kopf aufgelegt hatte. Jaaa!
79. Der HSV drängt auf den Ausgleich, doch Hertha muss das Spiel entscheiden: Konter über Weiser, der in der Mitte Selke anspielt, doch Mathenia kommt herausgeflogen, schmeißt sich Selke in den Weg und hält die Rothosen im Spiel. Große Tat!
87. Noch einmal der HSV, dieses Mal mit einer Ecke, die kurz auf Sakai ausgeführt wird, doch er wird im Strafraum ebenso abgeblockt wie beim Nachschuss van Drongelen und kurz danach Arp mit seinem Flachschuss. Immer ist irgendein Berliner Körperteil dazwischen...
Hertha BSC Statistik zum Spiel Hamburger SV
7 Torschüsse 10
49% Ballbesitz 51%
51% Zweikämpfe 49%
76% Passquote 78%
6 Flanken 20
9 Ecken 11
1Abseits 3
14 Fouls am Gegenspieler 13
Rekik 2 Torschüsse 3 Arp
Weiser* 2 Torschussvorlagen 2 Diekmeier*
Plattenhardt 76 Ballaktionen 94 Santos
Rekik 100% Zweikampfquote 69% Mavraj
Weiser 2 Flanken aus dem Spiel 9 Kostic
*Mehrere Spieler mit dem gleichen Wert

Die Zusammenfassung des Spiels und die kompletten 90 Minuten als Re-Live seht ihr bei HSVtv!

(Kopie 4)