Zum Inhalt springen

HSV II

Die Rolle der U21 beim HSV als älteste Ausbildungs-Mannschaft

Die zweite Mannschaft ist ein wichtiger Bestandteil des Nachwuchskonzeptes des HSV. Im Folgenden werden die Rolle und die wesentlichen Aufgaben des Teams aufgeführt.

Von der Grundausrichtung zur Förderung von Top-Talenten soll das sportliche Gesamtkonzept von den Kinderperspektivteams bis zu den Profis durchgängig umgesetzt werden. Die der Bundesligamannschaft nachgeordneten Mannschaften sollen inhaltlich in der gleichen Ausrichtung wie das Profiteam arbeiten und die Nachwuchsarbeit gleichzeitig in gelungenen Übergängen systematisch eingebunden werden. Seit der Saison 2016/17 geht die Mannschaft nicht mehr wie zuvor als U23, sondern als U21 in der Regionalliga Nord (4. Liga) an den Start. Für die Talente ist die U21 der wichtigste Karriereschritt in Richtung Berufsfußball. 

Nur in den seltensten Fällen können herausragende Talente der U19 des HSV direkt in den Profikader übernommen werden. Trotzdem sollen auch die Spieler weiter gefördert werden, die mit 18 Jahren noch nicht direkt reif sind und noch ein oder zwei Jahre Entwicklung brauchen. Diese Entwicklungsarbeit soll in der U21 systematisch weitergeführt werden. 

Die Übernahmequote aus der U19 soll systematisch erhöht werden.

Durch die Neuausrichtung der Mannschaft ist festgelegt worden, dass die in der U17 und U19 ausgebildeten Spieler für maximal ein bis zwei Jahre in die U21 übernommen werden. Anschließend sollen sie den Sprung zu den Profis im Idealfall beim HSV oder bei einem anderen Verein schaffen. Die Übernahmequote aus der U19 soll systematisch erhöht werden. Deswegen werden die funktionierenden Übergänge von der U19 in die U21 in Zukunft weiter gestärkt werden. Eine bedeutende Rolle kommt dem Trainer der U21 zu. Er ist ein Ausbildungstrainer, der „beide Seiten“ (Ausbildungsbetrieb im NLZ und Lizenzspielbetrieb in der Bundesliga) kennt und entsprechend gut mit dem U19-Trainer und dem Fußball-Bundesliga-Trainerstab vernetzt ist. Um den vielen jungen Spielern schnellstmöglich Stabilität im Übergangsbereich zu verleihen, sollen zudem maximal zwei bis drei ältere sogenannte „Achsenspieler“ eingebaut werden. Diese sollen die Hierarchie prägen, die Trainingsqualität verbessern und Spaß daran haben, junge Spieler mit zu führen. 

Die starken, leistungsorientierten Jugendspieler aus der U19 sollen unbedingt die Möglichkeit einer entwicklungsgerechten weiteren Förderung durch ein entsprechend abgestimmtes, besonders auch individuelles Training erhalten. Nach einer positiven Entwicklung über einen Zeitraum von höchstens zwei Jahren in unserer U21 müssen die Spieler dann Kompetenzen für unsere Profimannschaft oder ein anderes Team der 1., 2. oder 3. Liga entwickelt haben. Es ist eine wichtige Aufgabe, die Entwicklung und die Koordination der U19-Spieler zu den entsprechenden Mannschaften mit den Cheftrainern und dem Übergangstrainer von Lizenzspielern, U21 und U19 abzusprechen und eine perspektivische Kaderplanung zu betreiben.

Gezielte Abstimmungsarbeit

Unsere U21 bildet neben der individuellen Eliteförderung den angestrebten weichen Übergang zu den Lizenzspielern. Um diese Übergänge in allen Bereichen mit einem starken Ausgangsniveau praktizieren zu können, wird der U21 in der 4. Liga ein professionelles Umfeld bereitgestellt. Die U21 ist mit der U19 die älteste Ausbildungsmannschaft. Ganz wenigen Hochtalentierten und Frühentwicklern wird der Sprung von der U19 zum Stammkader des Profiteams direkt gelingen. Diese Entwicklung wird nachhaltig durch individuelle Begleitung in allen Leistungsfaktoren unterstützt. Hierzu bedarf es einer ständigen gezielten Abstimmungsarbeit im Sinne der Belastungssteuerung der Talente. 

Die Spielergruppe der jungen Profispieler, die bei Spielen des Profiteams nicht oder noch nicht zum Kader zählt, sollen auf hohem Niveau und in der gleichen Spielphilosophie Spielpraxis in der U21 erhalten. Das Fußballtraining und alle weiteren leistungsentwickelnden Bereiche sollen in Annäherung an den Profikader mit hohem Umfang und gleichen Qualitätsansprüchen auch im Übergangsbereich gewährleistet sein. Die Spieler der U21 werden innerhalb der variablen taktischen Anwendbarkeit der Spielsysteme systematisch auf den Übergang zu den Lizenzspielern des HSV vorbereitet. Mit den U21-Talenten wird ein individueller Laufbahnplan abgestimmt. Anhand dieses Plans zeigen wir dem Spieler, was unser Vorhaben mit ihm ist, wie wir ihn weiterentwickeln wollen, wo seine Stärken und Schwachstellen liegen.

Trainingsprinzipien im Übergangstraining der U21

Unsere Spieler sollen ein hohes Spieltempo mit Widerstandsfähigkeit erfolgreich durchhalten können und über ein breites, variables Technikrepertoire mit höchster Handlungsschnelligkeit verfügen. Die individuelle Positionsschulung wird erweitert, so dass sich ein persönlicher Stil in der Technikautomatisation und der taktischen Anwendung der Spielsysteme festigen kann. Die Strategie des aktiven Verteidigens ist ebenso ständig Ausbildungsinhalt wie Übungs- und Spielformen zu kreativem Angreifen auf der Basis von variablen Angriffsmustern. Besonders soll es aber zu einer Ausbildung von wettkampfstabilen Spezialisten im Rahmen ihres individuellen Stils kommen. In der psychischen-sozialen Entwicklung der jungen Persönlichkeiten streben wir Spieler mit einer Identität an, die gekennzeichnet ist durch große Sozialkompetenz und Eigenverantwortlichkeit.

In dieser Trainingsstufe soll durch kommunikative Teambildungsprozesse auch eine deutliche Weiterentwicklung von Leistungsbereitschaft, Siegeswille, Kritikfähigkeit, Teamgeist und Bescheidenheit in ganz konkretem Verhalten im Sinne unserer definierten HSV-Sportwerte situativ thematisiert und gefördert werden. Fußballspezifisch soll ein höchstes konditionelles Niveau bis zum Ende der Trainingsstufe entwickelt werden. Hier ist das Ziel die Erhöhung der allgemeinen Belastungsverträglichkeit im Athletiktraining bei allgemeinen und spezifischen konditionellen Fähigkeiten. Ein Ausgleich individueller konditioneller Defizite (Angleichung an Normwerte) ist mit Hilfe der umfassenden Diagnostik das Ziel.