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Vor Flensburg: U21-Kicker machen sich beim Handball fit

Nachwuchs

23.02.17

Vor Weiche Flensburg: U21-Kicker machen sich beim Handball fit

HSV-Zwote war beim Handball Sportverein Hamburg zu Gast - Am Sonntag wartet ETSV Weiche Flensburg.

Plötzlich wurde Morten Behrens völlig bleich. „Du bist der Torwart der Mannschaft, richtig? Hast du deinen Tiefschutz dabei?“, fragte ihn Jens Häusler, Trainer beim Handball Sportverein Hamburg. Der Keeper der U21 schaute verdutzt und wusste nicht so recht, was nun auf ihn zukommen sollte. „Bei euch gibt es so etwas nicht, oder?“ entnahm Häusler die Antwort aus Behrens‘ Blick. Zum Glück hatten die Handballer noch ein Suspensorium für den 19-Jährigen. Denn wie seine Mannschaftskollegen musste auch Behrens beim Alternativtraining mit den Hamburger Handballern seinen Mann stehen. 

Keeper Morten Behrens machte auch im Handball-Tor eine gute Figur.
Keeper Morten Behrens machte auch im Handball-Tor eine gute Figur.

„Die Jungs hatten Spaß. Sie haben sich viel und gut bewegt“, U21-Trainer Dirk Kunert  

„Einige Jungs hatten mit ihren Händen noch ein bisschen Probleme, aber insgesamt haben sie das alle sehr gut gemacht“, lobte Häusler die Trainingsgäste am Ende der Einheit. Wenige Tage vor dem Regionalligaspiel der HSV-Zwoten beim ETSV Weiche Flensburg (Sonntag, 14 Uhr) setzten die U21-Verantwortlichen also noch einmal einen ganz besonderen Impuls. „Die Jungs hatten Spaß. Sie haben sich viel und gut bewegt. Das hat sich gelohnt“, freut sich Trainer Dirk Kunert. Die Nachwuchskicker des HSV hatten am alternativen Trainingsprogramm sichtlich ihre Freude. Neben für Fußballer untypischen Aufwärmübungen durften die U21-Kicker auch ihre Wurf-, Fang- und Sprungfähigkeiten unter Beweis stellen. Fazit: Werfen und Fangen ist gar nicht so einfach. Vor allem wenn der Ball mit Klebemittel, der sogenannten Backe, übersäht ist. 

Handball kann er: Jonas Behounek (M.) versucht den Trickshot.
Handball kann er: Jonas Behounek (M.) versucht den Trickshot.

Gegen Flensburg soll es endlich losgehen

Viel besser kann es das Kunert-Team nachweislich mit dem Fuß, und das will es jetzt auch endlich in der Regionalliga beweisen. Drei Partien sind nach der Winterpause bisher schon ausgefallen. Die auf einen Monat angesetzte Vorbereitung hat sich damit um einen weiteren Monat verlängert. „Nach der letzten Absage gegen Braunschweig waren wir alle schon etwas down“, verrät Kunert. Ein bisschen schossen sich seine Jungs beim Test gegen den VfR Neumünster (7:1) also auch den Ärger von der Seele. Gegen Weiche darf es gerne so weitergehen. Die Flensburger sind logischerweise ein ganz anderes Kaliber. Nach dem 2:1-Erfolg gegen den VfB Oldenburg in der Vorwoche liegt der ETSV punkt- und torgleich mit dem VfB Lübeck auf Rang zwei. Coach Kunert spricht dennoch allen aus der Seele, wenn er sagt: „Gegen Flensburg in die Restsaison zu starten ist natürlich nicht ganz einfach, aber wir wollen unbedingt spielen.“