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U21 schlägt Flensburg nach turbulenter Schlussphase mit 4:3

HSV II

06.04.19

U21 schlägt Flensburg nach turbulenter Schlussphase mit 4:3

Die U21 des Hamburger SV hat ihr Heimspiel gegen den SC Weiche Flensburg 08 am Sonnabend mit 4:3 (2:0) gewonnen. An der Wolfgang-Meyer-Sportanalage setzte sich die Mannschaft von Steffen Weiß nach einer turbulenten Partie knapp durch.

Es lief die 80. Spielminute, als Aaron Opoku einen Konter der Rothosen eiskalt in die untere rechte Ecke vollendete und das Ergebnis auf 4:1 stellte. Die 350 Fans an der Hagenbeckstraße bejubelten den erfolgreichen Spielzug und waren sich sicher, die Vorentscheidung gesehen zu haben. Wenige Minuten später war allen Anwesenden klar: Weit gefehlt! Der SC Weiche Flensburg 08 kam mittels zwei schneller Treffer durch Marvin Ibekwe (84.) und Tim Wulff (87.) noch einmal heran und witterte in der Schlussphase die große Chance zum Ausgleich – schlussendlich brachten die Rothosen den Erfolg aber haarscharf ins Ziel. Trainer Steffen Weiß analysierte deshalb nach Spielschluss: „Wir hatten total unterschiedliche Phasen in dieser Partie. Für jeden, der hier war, war es richtig unterhaltsam. Dennoch darf uns so eine Schlussphase nach dem 4:1 nicht passieren.“

Patric Pfeiffer erzielte mit seinem ersten Saisontreffer das 1:0. Die Mitspieler bejubeln es ausgiebig.
Patric Pfeiffer erzielte mit seinem ersten Saisontreffer das 1:0. Die Mitspieler bejubeln es ausgiebig.

er U21-Trainer hatte seine Mannschaft im Vergleich zum Unentschieden in Drochtersen (1:1) auf vier Positionen verändert: Der rotgesperrte Kapitän Sebastian Haut und Keeper Morten Behrens standen nicht im Kader, zudem nahmen Kusi Kwame und Moritz-Broni Kwarteng auf der Bank Platz. Bennett Schauer, Aaron Opoku, Fabian Gmeier und Patric Pfeiffer rückten in die Startformation. Und Letzterer war es auch, der sich mit dem ersten Angriff direkt in die Torschützenliste eintrug: In den Nachwehen eines Freistoßes aus dem Halbfeld setzte Pfeiffer einen Flachschuss erfolgreich in die untere rechte Ecke und markierte seinen ersten Saisontreffer für die Rothosen (3.). In der Folgezeit raffte sich Flensburg auf, fand seinen Meister aber in Schauer (8.) oder im knapp vor der Linie klärenden Gmeiner (25.). „Wir sind gut in die Partie gestartet und haben starke 15 Minuten gezeigt. In der darauffolgenden Phase aber hatten wir keinen Druck auf den Ball und sind erst im letzten Spielfelddrittel in die Zweikämpfe gekommen. Flensburg hat das mit seinen großen Spielern richtig gut gemacht“, analysierte Weiß nach Schlusspfiff.

Zum Ende des ersten Abschnitts erlangten die Hamburger die Kontrolle zurück und überzeugten durch hohe Effektivität: Jonas Behounek nahm einen Manuel Wintzheimer-Abpraller dankend an und hämmerte die Kugel in die lange Ecke (42.). Der Weg zum ungefährdeten Heimsieg schien geebnet, als Wintzheimer unmittelbar nach dem Seitenwechsel das 3:0 nachlegte (47.). Was danach folgte, überraschte: Die Hausherren gaben die Kontrolle über das Spiel Schritt für Schritt ab. Auf den Anschlusstreffer durch Wulff (70.) fand Opoku (80.) zwar zunächst die Antwort, in der Schlussphase aber drückte Flensburg die Rothosen weit in die eigene Hälfte. Zu mehr als den Anschlusstreffern zum 4:2 und 4:3 reichte es letztlich aber nicht. „Wir haben unseren Ballbesitz hinten heraus in Unterzahlsituationen weggeschenkt und Flensburg zum Kontern eingeladen. So mussten wir bis zum Schluss zittern. Das sind Erfahrungswerte, die wir mitnehmen für die nächsten Spiele. Es sind noch sechs Begegnungen zu spielen, in denen wir möglichst viele Punkte holen wollen“, bilanzierte Weiß.

Das Spiel im Stenogramm:

U21: Schauer – Gmeiner (59. Kwame), Giese, Pfeiffer, Behounek – Storb – Arp, Opoku, Geißen (66. Mohssen), Ferati (72. Drawz) – Wintzheimer

Weiche Flensburg:  Kirschke – Paetow, Isitan, Empen (63. Ibekwe), Ostermann (56. Wulff), Meyer, Walter, Hasanbegovic (70. Jürgensen), Thomsen, Njie, Hartmann

Tore: 1:0 Pfeiffer (3.), 2:0 Behounek (42.), 3.0 Wintzheimer (47.), 3:1 Wullf (70.), 4:1 Opoku (80.), 4:2 Ibekwe (84.), 4:3 Wulff (87.)

Gelbe Karten: / Paetow (56.)

Zuschauer: 350

Schiedsrichter: Patrick Mewes