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U21 verliert an der Weser

HSV II

03.08.18

U21 verliert an der Weser

Die U21 des Hamburger SV verliert das Nordderby gegen die U23 des SV Werder Bremen mit 0:4.

Mit dem Schlusspfiff setzten die Bremer ihrem Sieg die Krönung auf. In der letzten Szene des Spiels wurde der eingewechselte Kevin Schumacher vor HSV-Keeper Morten Behrens freigespielt. Der Schlussmann der Hamburger hatte aus kurzer Distanz keine Chance mehr, das Gegentor zu verhindern. Es war das vierte an diesem Freitagabend und besiegelte die 0:4-Niederlage der U21 an der Weser.

„Wir müssen diese Niederlage jetzt schnellstmöglich aufarbeiten. Wir haben gut begonnen und nach dem Gegentor komplett unsere Linie verloren“, erkläre U21-Trainer Steffen Weiß. Seine Mannschaft startete in der Tat gut in die Partie. Häufig konnte sich die U21 durchspielen, doch dann mangelte es am entscheidenden Pass. Wie nach knapp 20 Minuten als Marco Drawz über die rechte Seite frei durch war und sein Querpass auf Fiete Arp noch von einem Bremer geblockt wurde. Bei den Gastgebern sah es ganz ähnlich aus. Die meisten Flanken landeten im Aus. So war absehbar, dass nur Einzelleistungen für Gefahr sorgen konnte. In der 24. Minute war es soweit. Joshua Sargent nutzte eine Lücke in der HSV-Defensive und marschierte auf U21-Keeper Behrens zu. Der konnte den strammen Schuss des US-Amerikaners nicht parieren: 1:0 für Werder.

HSV-Keepepr Morten Behrens (l.) pariert einen Ball vom Werder-Angreifer.
HSV-Keeper Morten Behrens (l.) war bei den Gegentreffern machtlos.

Nach dem Tor veränderte sich die Partie. Bremens Elf gewann an Sicherheit und setzte die U21 in der eigenen Hälfte fest. Chancen hatte jetzt nur noch der SVW. Erst parierte Behrens gegen Justin Plautz stark (27.), wenig später war er chancenlos. Nach einer Ecke war Christian Groß am zweiten Pfosten völlig frei und köpfte zum 2:0 für die Gastgeber ein. Es hätte noch dicker für die Weiß-Jungs kommen können, hätte der ehemalige Hamburger Frank Ronstadt genauer gezielt. Sein Schuss aus 13 Metern strich aber am linken Pfosten vorbei (33.). So ging es mit dem 0:2 in die Pause, die U21 konnte sich schütteln.

Und das tat sie. Deutlich präsenter präsentieren sich die Hamburger im zweiten Durchgang. Jonas Behounek lieferte den ersten gefährlichen Schuss ab (47.). Doch mit dem dritten Treffer der Gastgeber war der Elan wieder verflogen. In der 54. Minute spielte sich Werder über rechts gut durch, im Zentrum wartete Jonah Osabutey, der den Ball einschieben konnte. In der Folge versuchte die U21 noch einmal ins Spiel zurückzufinden, doch Werder war an diesem Freitagabend reifer. Der Absteiger aus der 3. Liga wirkte in den entscheidenden Zweikämpfen einfach aggressiver und abgeklärter.

So konnten die Hamburger bis auf zwei Fernschüsse durch Christian Stark (60.) und Marco Drawz (67.) keine Chance mehr verbuchen. Werder verwaltete die Partie nach dem 3:0 auch nur noch. In den letzten fünf Minuten drückten sich noch einmal auf die Tube und kamen so letztlich zum 4:0-Erfolg. „Wir werden unsere Lehren aus diesem Spiel ziehen und konzentrieren uns jetzt auf Oldenburg“, sagt Weiß. Am Sonntag ist der Aufsteiger an der Wolfgang-Meyer-Sportanlage zu Gast.

Das Spiel im Stenogramm:

U21: Behrens - Gmeiner, Knost, Pfeiffer, Kwame (33. Mundhenk) - Geißen – Drawz (69. Köhlert), Behounek (55. Cyriacks), Mohssen, Stark - Arp

Werder: Plogmann – Bitter (81. Schumacher), Rieckmann, Groß, Bünning, Plautz - Straudi, Wagner - Ronstadt- Osabutey (85. van den Berg), Sargent (90. Hoppe)

Tore: 1:0 Sargent (24.), 2:0 Groß (31.), 3:0 Osabutey (53.), 4:0 Schumacher (90.+2)

Zuschauer: 1500