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1:3 - U21 unterliegt Norderstedt

HSV II

05.09.18

1:3 - U21 unterliegt Norderstedt

Die U21 des Hamburger SV verliert das Derby gegen den FC eintracht Norderstedt mit 1:3.

Viele Spielanteile, hoher Aufwand und große Moral - dennoch stand es am Ende 1:3 aus Sicht der U21 des HSV im Edmund-Plambeck-Stadion der Eintracht aus Norderstedt. „Wir haben gut angefangen, sind im Spiel dann aber immer wieder an uns selbst gescheitert. Norderstedt hat seine Qualitäten gezeigt und seine Chancen genutzt“, resümierte U21-Trainer Steffen Weiß nach der sechsten Niederlage im achten Spiel. „Wir müssen jetzt in einen brutalen Prozess der Wahrheit gehen und viele Dinge hinterfragen. Ich trage die Hauptverantwortung für das Team und wir müssen jetzt klären, welche Schritte die besten für das Wohl der U21 sind.“

In der Anfangsphase trafen die Rothosen auf tiefstehende Hausherren, die den Rothosen zunächst das Spiel überließen. Trotzdem waren es in Minute zwölf die Norderstedter, die mit ihrem überfallartigen Umschaltspiel zur ersten gefährlichen Szene kamen. Nach einem Solo von Juri Marxen über den halben Platz konnten die Hamburger im eigenen Sechzehner erst den letzten Querpass unterbinden. Auch der erste Torschuss der Partie durch Nick Brisevac der Hausherren blieb ohne Konsequenzen.

U21-Trainer Steffen Weiß fordert nun klare und ehrliche Worte ein.
U21-Trainer Steffen Weiß fordert nun klare und ehrliche Worte ein.

In der Folge blieben die Hamburger mit größeren Spielanteilen, konnten sich trotz geduldigen Aufbauspiels aber keine nennenswerten Offensivszenen erspielen. In der 24. Minute dann die Schrecksekunde. Norderstedts Kangmin Choi drang halblinks mit Tempo in den Strafraum ein, den Rothosen blieb nur das strafbare Foul, um ihn zu stoppen. Den anschließenden Foulelfmeter verwandelt Sinisa Veselinovic sicher ins linkere untere Eck zur Führung der Gastgeber. Die Rothosen blieben bis dato ohne Torschuss. „Wir erspielen uns nach wie vor zu wenig Torchancen und machen hinten dann die Fehler“, musste Weiß anerkennen.

Es folgte dann die Schlussviertelstunde der ersten Hälfte, die zur bis dato stärksten Phase des HSV wurde. Die letzte Szene vor der Halbzeit avancierte gleichzeitig zur größten Chance des ersten Durchgangs. Nach erneuter Ecke kam Moritz-Broni Kwarteng zentral an den Ball, ließ durch eine Körpertäuschung beide Innenverteidiger aussteigen und zog ab. In letzter Not konnte Norderstedts Keeper Johannes Höcker den Ball über die Latte lenken.

Jonas David (r.) durfte gegen Norderstedt in der Innenverteidigung ran.
Jonas David (r.) durfte gegen Norderstedt in der Innenverteidigung ran.

In der zweiten Hälfte dann zunächst das gleiche Spiel. Die Gäste mit mehr Spielanteilen, aber zu wenig Mut, um in den entscheidenden Momenten mit Gefährlichkeit vor das Tor zu kommen. Die Hausherren bestraften das eiskalt und kamen nach flacher Hereingabe von Felix Drinkuth durch Choi zum 2:0 (55.). Nach einem kurzen Schock bewiesen die Gäste in dieser schwierigen Phase Moral und erhöhten die Intensität, belohnt wurde das jedoch nicht. Stattdessen mussten die Rothosen in der 67. Minute eine weitere bittere Pille schlucken. Nach Ballgewinn im Mittelfeld schaltete die Eintracht über Felix Drinkuth schnell um, der nicht mehr einzuholen war und für HSV-Schlussmann Jakob Golz unhaltbar unter die Latte zum vorentscheidenden 3:0 abschloss. Eine weitere Großchance der Gäste konnte Golz nach Abschluss aus kürzester Distanz mit einem überragenden Reflex entschärfen (85.). Die Schlussphase gehörte dennoch dem HSV. Einen starken Abschluss von Khaled Mohssen von Höhe des Elfmeterpunktes konnte der Norderstedter Schlussmann noch parieren. Machtlos war er aber, als erneut Mohssen beim Freistoß von Jonas Behounek am höchsten stieg und per Kopf auf 1:3 verkürzte (87.). Der Lichtblick kam zu spät, eine Rote Karte für den kurz zuvor eingewechselten Patrick Storb bildete den unrühmlichen Schlusspunkt der Partie (89.).

Mit sechs Punkten aus acht Spielen findet sich die U21 des HSV nach dem ersten Viertel der Saison auf Rang 16 wieder. „Wir haben zu wenig Punkte auf dem Konto, das ist klar. Deswegen brauchen wir jetzt einen schonungslosen Prozess der Wahrheit, in dem wir die Dinge, die falsch laufen, brutal ansprechen“, sagte Weiß, der sich nun auf das Match am kommenden Sonntag vorbereitet. Dann trifft sein Team an der Hagenbeckstraße auf den Tabellenzehnten TSV Havelse (14 Uhr).

Das Spiel im Stenogramm:

U21: Golz - Behounek, Knost, David, Gmeiner - Moritz - Jatta (71. Storb), Cyriacks (54. Geißen), Kwame (55. Mohssen), Kwarteng - Stark

Eintracht: Höcker - Marxen, Coffie, Rose, Meien (88. Toksöz) - Koch, Bork - Choi Drinkuth (79. Von Knebel) - Veselinovic, Brisevac (80. Facklam)

Tore: 1:0 Veselinovic (24.), 2:0 Choi (55.), 3:0 Drinkuth (67.), 3:1 Khaled Mohssen (88.)

Zuschauer: 1000

Schiedsrichter: Yannick Rath