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Bemüht aber glücklos: U21 verliert 0:1

HSV II

02.09.18

Bemüht aber glücklos: U21 verliert 0:1

Die U21 des Hamburger SV verliert die Partie gegen den VfB Lübeck mit 0:1. 

Sie haben geackert, sie haben in vielen Phasen den Ball laufen lassen, sie haben den VfB Lübeck in der zweiten Halbzeit in der eigenen Hälfte festgesetzt, zum Sieg reichte es für die U21 des Hamburger SV aber nicht. Die Mannschaft von Trainer Steffen Weiß unterlag den Marzipanstädtern am Ende mit 0:1. Für die Rothosen ist es die dritte Niederlage in Folge. „Wir sind in einer schwierigen Phase, in der wir aber auch nicht alles umwerfen werden. Wir halten an unseren Prinzipien fest und das ist auch gut so. Klar ist aber auch, dass wir in der Offensive öfter die letzte Konsequenz brauchen“, erklärte U21-Coach Weiß.

Mit sieben Jungs, die zuletzt im Profitraining dabei waren, starteten seine Elf ins Match gegen die Marzipanstädter. Wie in den vergangenen Wochen auch, ging es gegen den VfB gleich zur Sache. Schon in der zehnten Spielminute klingelte es das erste Mal, allerdings im Tor der Gastgeber. Daniel Franziskus lauerte hinter der letzten Abwehrkette auf einen zu kurzen Rückpass und wurde belohnt. Sein anschließender Chip über HSV-Keeper Behrens landete dann in so einem Bogen im Tor, dass auch der zurückgeeilte Fabian Gmeiner nicht mehr herankommen konnte.

HSV-Spieler Fabian Gmeiner grätscht dem Lübeck Daniel Franziskus einen Ball ab.
Über weite Strecken war es ein sehr intensives Regionalliga-Spiel. Ein Zeugnis davon: acht Gelbe Karten.

Geschockt waren die Hamburger aber nicht. „Wir haben im Vergleich zur Vorwoche den nächsten Entwicklungsschritt gemacht. Wir haben nach dem Gegentor weitergespielt und keine Phase der Konsolidierung gebraucht“, sagte Weiß. Wie schon vor dem Gegentreffer waren die Gastgeber das Team mit mehr Initiative in der Vorwärtsbewegung. Die Lübecker lauerten zumeist im Zentrum auf Ballverluste und schalteten dann schnell um. So kamen auch die besten Möglichkeiten durch Franziskus (22.) und Marvin Thiel (32., 44.) zustande. Beim ersten Versuch musste Behrens gar nicht eingreifen, beim zweiten tauchte er stark ab und verhinderte so schlimmeres, beim dritten reagierte er auf den Abschluss von Thiel aus kurzer Distanz mit einem ganz starken Reflex.

Auf der Gegenseite hatte Jonas Behounek per Fernschuss die beste Tormöglichkeit, doch sein satter Abschluss ging links am Tor vorbei (30.). Auch im zweiten Durchgang hatten es die Rothosen lange schwer, die dichte Deckung der Lübecker zu durchbrechen. Der VfB zog sich in den zweiten 45 Minuten komplett in die eigene Hälfte zurück. Es war deutlich zu erkennen, warum die Jungs von Coach Rolf Landerl bisher nur zwei Gegentreffer kassiert haben. Sehr diszipliniert agierten sie über 90 Minuten gegen den Ball.

Jonas David ging als tiefer Sechser viele Wege. Hier wird er von Ex HSVer Ahmet Arslan unter Druck gesetzt.
Jonas David ging als tiefer Sechser viele Wege. Hier wird er von Ex HSVer Ahmet Arslan unter Druck gesetzt.

So blieb der U21 häufig nur die Möglichkeit zum Fernschuss. In der 72. Minute atmeten die Lübecker ganz tief durch. Beim Schuss von Arianit Ferati aus 25 Metern musste sich VfB-Keeper Malte Schuchardt ganz lang machen. Beim Versuch von Manuel Wintzheimer hatte er da weniger Probleme (84.). „Man muss anerkennen, dass wir gegen einen Gegner gespielt haben, der es in der Defensive sehr gut gemacht hat“, lobte U21-Coach Weiß den Kontrahenten.

Auch bei den zahlreichen Standards behielten die Lübecker fast jedes Mal die Oberhand. So mussten die Hamburger trotz ihrer großen Überlegenheit in der zweiten Hälfte die schmerzhafte Niederlage hinnehmen, auch mit der Unterstützung aus dem Profikader. „Man darf nicht vergessen, dass die Jungs, die runterkommen, auch alle noch sehr jung sind und in ihrer Entwicklung Schritte machen müssen. Und das werden sie ganz sicher“, sagt Weiß. Die nächste Möglichkeit dazu haben sie schon am kommenden Mittwoch. Dann gastiert die U21 des HSV bei Eintracht Norderstedt. Anpfiff der Partie des achten Regionalliga-Spieltags ist um 19:00 Uhr.

Das Spiel im Stenogramm:

U21: Behrens – Behounek (80. Cyriacks), Ambrosius, Storb, Gmeiner - David - Jatta, Ferati, Kwame (66. Köhlert), Kwarteng (83. Stark) - Wintzheimer

VfB: Schuchardt - Riedel, Halke, Grupe, Weissmann, Matovina - Thiel (46. Mende), Nogovic, Y. Deichmann (66. Hoins) - Arslan, Franziskus (57. Sezer) 

Tore: 0:1 Franziskus (10.)

Zuschauer: 800

Schiedsrichter: Christian Meermann