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Neue Chance eines Arenen-Bahnhofs?

Verein

14.07.16

Neue Chance eines Arenen-Bahnhofs?

Die Stadt Hamburg diskutiert zwei Varianten der Verkehrsnetz-Erweiterung. Der HSV und die Verantwortlichen der Barclaycard Arena sprechen sich eindeutig für den Bau der U5 mit direktem Anschluss der Veranstaltungsstätten aus.

Das Verkehrskonzept in und um den Volkspark war in den vergangenen Jahren immer wieder ein heiß diskutiertes Thema. Nicht nur bei Fußball-Bundesligaspielen des HSV im Volksparkstadion, sondern auch bei Anschlussveranstaltungen in der benachbarten Barclaycard Arena kam es auf den Straßen rund um die Veranstaltungsstätten regelmäßig zu heftigen Staus und Behinderungen. Die Lage hat sich in den vergangenen zwei Jahren noch verschärft, weil große Teile der Parkplätze Braun und Grün für die Unterbringung von Flüchtlingen von der Stadt Hamburg umfunktioniert wurden.

Nun bekommt das Thema „Verkehrsanbindung der Volkspark-Arenen“ neue Nahrung. In Kürze soll der Senat unter der Leitung des Ersten Bürgermeisters Olaf Scholz entscheiden, welcher Streckenverlauf der S- oder U-Bahn zur Erweiterung des Streckennetzes über den Volkspark, Lurup bis in den Osdorfer Born favorisiert wird. Zur Auswahl stehen derzeit zwei Streckenverläufe: die der S-Bahn Linie 32 von Diebsteich über Bahrenfeld (Trabrennbahn), Volkspark (Stadionstraße), Lurup bis in den Osdorfer Born. Variante zwei wäre der Bau der U-Bahn Linie 5, bei der die Streckenführung im Westen vom Siemersplatz über Hagenbecks Tierpark, Stellingen, Volkspark (Arenen), Lurup bis in den Osdorfer Born führen soll.

Besuchermagneten sprechen sich für U-Bahn-Variante aus

Auch wenn die Fertigstellung der Maßnahmen erst für das Jahr 2033 vorgesehen ist, wird in den betroffenen Bezirken nun mit Spannung erwartet, welche Möglichkeit favorisiert und damit auch eine zeitnahe Machbarkeitsanalyse in Auftrag gegeben wird.

HSV-Vorstand Frank Wettstein (li.) und Barclaycard Arena-Geschäftsführer Uwe Frommhold
HSV-Vorstand Frank Wettstein (li.) und Barclaycard Arena-Geschäftsführer Uwe Frommhold sprechen sich für die Variante der U5 aus.

Die Betreiber der drei größten Besuchermagneten im Volkspark – der HSV mit dem Volksparkstadion, die Barclaycard Arena und die Volksbank Arena – hatten sich bei den Diskussionen um die zwei Erweiterungsvarianten des Öffentlichen Verkehrsnetzes bislang zurückgehalten. Nun beziehen HSV-Vorstand Frank Wettstein und Barclaycard Arena-Geschäftsführer Uwe Frommhold erstmals gemeinsam Stellung. „Wir sprechen uns ganz deutlich für die U-Bahn-Variante mit einer Haltestelle in unmittelbarer Arenen-Nähe aus“, sagen Wettstein und Frommhold im Interview mit HSV.de, da sie in ihren Veranstaltungsstätten jährlich insgesamt mehr als 2,5 Millionen Besucher begrüßen und in den vergangenen Jahren immer häufiger verkehrstechnische Probleme, aber auch sicherheitsrelevante Defizite zu beklagen hatten. Jetzt wollen die Verantwortlichen in die Offensive gehen und sind mit ihren Argumenten pro U5 auch in den Dialog mit der Stadt Hamburg getreten.