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"... dann kann es nur heißen: Vollgas!"

Pressekonferenz

23.02.17

"... dann kann es nur heißen: Vollgas!"

In der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel beim FC Bayern München sprach Trainer Markus Gisdol unter anderem über die personelle Situation, die Marschroute für das Spiel und die Klasse des Rekordmeisters. 

Vor dem 104. Nord-Süd-Klassiker beim FC Bayern München am Samstag (25. Februar, ab 15:15 Uhr live im HSVnetradio) ist die Personallage im Lager der Rothosen angespannt. Denn die landesweite Grippewelle hat zuletzt auch vor der HSV-Kabine nicht Halt gemacht, zudem waren und sind einige Spieler angeschlagen. Das Spiel beim Tabellenführer und Rekordmeister aus München scheint da im Hinblick auf eine anstrengende englische Woche mit dem Pokalspiel gegen Gladbach am Mittwoch ungelegen zu kommen, soll aber dennoch mit 100-prozentiger Bereitschaft angegangen werden, wie HSV-Trainer Markus Gisdol in der Pressekonferenz zum 22. Spieltag klarmachte: „Es gibt für uns keine zwei Meinungen. Wir werden die bestmögliche Mannschaft auf den Platz stellen. Wenn die Frage lautet, ob wir Spieler schonen oder Vollgas geben, dann kann es nur heißen: Vollgas!“. 

Im Detail sprach der 47-jährige Cheftrainer über…

Bobby Wood trainiert individuell mit dem Ball.
Torjäger Bobby Wood könnte am Wochenende wieder einsatzfähig sein.

… die personelle Situation: Seit zwei, drei Wochen haben wir bei uns im Team immer mal wieder die Grippewelle. Das hat dazu geführt, dass wir oft improvisieren und immer mal wieder Spieler austauschen mussten. Ich hoffe, dass diesbezüglich bis zum Wochenende nichts Gravierendes mehr anfällt. Bei Albin Ekdal und Dennis Diekmeier bin ich positiv, dass sie heute wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen können. Gleiches gilt für Aaron Hunt und Michael Gregoritsch. Bei Aaron war es eher eine Vorsichtsmaßnahme, ihn mit muskulären Problemen aus dem Training zu nehmen, bei Michael eine typische Reaktion, dass er so kurz nach einer Bänderverletzung etwas gemerkt hat. Bei Bobby Wood habe ich Hoffnung, dass es für das Wochenende reicht, aber auch hier müssen wir vorsichtig sein. Ansonsten wird Papadopoulos nach jetzigem Stand am Samstag wohl nicht spielen können. 

… die Marschroute zum Spiel: Es gibt für uns keine zwei Meinungen. Wir hatten eine ähnliche Fragestellung vor dem Pokal-Spiel gegen Köln. Damals haben wir sechs Spieler durchgewechselt und am Ende die bestmögliche Mannschaft auf den Platz gestellt. So wollen wir es jetzt auch gegen München machen. Wenn also die Frage lautet, ob wir Spieler schonen oder Vollgas geben, dann kann es nur heißen: Vollgas! Wir haben den notwendigen Mut, dort ein gutes Spiel abzuliefern.       

Filip Kostic schlägt bedrängt von Thomas Müller eine Flanke.
Filip Kostic und die Rothosen wollen mutig aufspielen, auch wenn die Bayern laut Gisdol das beste Team Deutschlands sind.

… den Unterschied zum FC Bayern: Wenn man Bayern München und uns betrachtet, dann trennen uns aktuell vielleicht Welten. Auch wenn die letzten Ergebnisse von uns gut waren und es so scheint, als wenn die Bayern in der Bundesliga immer wieder ein bisschen ins Straucheln geraten, wäre es ein totaler Fehler, das Team zu unterschätzen und zu denken, man könnte dort mit extremen Risiko erfolgreich sein. Bayern ist nach wie vor eine absolute Top-Mannschaft, die beste in Deutschland.  

… die Debatte über Nachspielzeit: Ich habe diese Diskussion natürlich mitbekommen, aber das vergangene Spiel nicht live gesehen. Es ist natürlich auch eine Qualität einer Mannschaft, wenn sie so spät Tore erzielt und einen Freistoß so präzise ausführt. Es ist ja kein Zufall, dass Bayern in solchen Momenten immer wieder den Kopf aus der Schlinge zieht, sondern in erster Linie ein Zeichen von Qualität. Deshalb versuchen wir ohne Wechsel und Fouls durchzukommen, sodass der Schiedsrichter nach 90 Minuten abpfeift und das Ergebnis hoffentlich positiv für uns steht (schmunzelt). 

… Angreifer Pierre-Michel Lasogga: Viele Spieler durchlaufen mal eine Talsohle. Pierre hat sich am Ende des Trainingslagers eine schwere Muskelverletzung zugezogen und er musste in der Folge mit großer Vorsicht aufgebaut werden. Deshalb ist er jetzt etwas hinten dran. Andere Spieler haben es auch gut gemacht und in erster Linie zählt das Leistungsprinzip. Pierre lässt sich aber in keiner Trainingseinheit hängen und ist auch kommunikativ gut in der Kabine. Wenn er so weitermacht, dann bin ich mir sicher, dass er wieder wertvoll für uns werden wird. Wir brauchen jeden einzelnen Spieler unseres Kaders und es gibt genug Beispiele für Spieler, die außen vor waren und plötzlich wieder im Rampenlicht standen. Gerade bei einem Stürmer geht das ganz schnell.  

 

Die komplette Pressekonferenz vor dem Spiel bei Bayern München seht ihr auf HSV total!