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0:0 - Der HSV mit Punktgewinn in Frankfurt

Spielbericht

18.03.17

0:0 - Der HSV mit Punktgewinn in Frankfurt

Der HSV erkÀmpft sich beim Tabellensechsten Eintracht Frankfurt einen wichtigen Punkt. Dieser war verdient, zumal den Rothosen nach einem Foulspiel gegen Filip Kostic ein klarer Elfmeter verweigert wurde.

Der Hamburger SV hat am Samstagabend (18. MĂ€rz) einen ebenso wichtigen wie verdienten Punkt gegen Eintracht Frankfurt geholt. Die Rothosen starteten am 25. Spieltag vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften Commerzbank-Arena gut in die Partie und waren das bessere Team, doch im strömenden Regen und bei immer schwieriger werdenden PlatzverhĂ€ltnissen ging nach und nach die Genauigkeit im Spiel verloren. Fortan bestimmten ZweikĂ€mpfe und lange BĂ€lle das Geschehen, das bis zum Schlusspfiff große Spannung bot. Die Eintracht besaß einige sehr gute Möglichkeiten, dafĂŒr hĂ€tte der HSV nach einer Stunde einen Elfmeter zugesprochen bekommen mĂŒssen, als Filip Kostic im Strafraum gefoult wurde. So blieb es am Ende bei einer insgesamt leistungsgerechten Punkteteilung.

Bobby Wood ackerte in vorderster Front gewohnt emsig, konnte aber in der ersten Halbzeit gegen die massive Frankfurter Deckung nicht die gewohnte Gefahr ausstrahlen.
Bobby Wood ackerte gewohnt emsig, konnte aber gegen die massive Frankfurter Deckung nur bedingt Gefahr ausstrahlen.

Erst wenige Highlights...

HSV-Trainer Markus Gisdol konnte in Frankfurt die identische Mannschaft aufbieten, die zuletzt den wichtigen Heimsieg gegen Gladbach einfuhr. Der wiedergenesene MĂŒller nahm deshalb vorerst auf der Ersatzbank Platz, denn Gisdol sah nach dem guten und erfolgreichen Spiel seines Offensivquartetts keinen Grund, um zu wechseln. Und die Offensivabteilung der Rothosen war auch dieses Mal von Anfang an sehr aktiv. Zwei gute Kontermöglichkeiten ĂŒber Wood und Kostic, dazu der erste Torschuss des Spiels von Holtby - der HSV bestimmte in der Anfangsviertelstunde das Geschehen.

Doch je lĂ€nger die Partie dauerte, umso stĂ€rker wurden Regen und Wind - und umso mehr nahm auch der Hamburger Spielfluss ab, den die Eintracht erfolgreich zu zerstören versuchte. Da die Hausherrn ihr Hauptaugenmerk auf die Sicherung der eigenen Defensive legten und deshalb nur vereinzelt Risikobereitschaft an den Tag legten, spielte sich bis zum Pausenpfiff fast alles im Mittelfeld ab. Viele ZweikĂ€mpfe, viele Fouls, viele Ballverluste - nach den guten ersten 15 Minuten der Hamburger war es kein fußballerischer Leckerbissen mehr, den die Zuschauer zu sehen bekamen. Die Ausnahme bildete der beste Angriff der Frankfurter, den Hrgota nach einer knappen halben Stunde aber zu ungenau abschloss, so dass es torlos in die Kabinen ging.

Vielleicht die Szene des Spiels: Kostic wird nach einer Stunde von Abraham gefoult, doch der fÀllige Elfmeterpfiff blieb aus.
Vielleicht die Szene des Spiels: Kostic wird nach einer Stunde von Abraham gefoult, doch der fÀllige Elfmeterpfiff blieb aus.

...dann Chancen auf beiden Seiten

Nach der Pause wurde das Spiel nicht hochklassiger, was auch an den immer schwieriger werdenden BodenverhĂ€ltnissen lag. Der Regen prasselte unaufhörlich nieder und das Wasser stand spĂ€ter geradezu auf dem Platz. Flachpassspiel war hier nur schwer möglich, weshalb beide Teams ihr Heil in langen BĂ€llen suchten. Und das sorgte tatsĂ€chlich fĂŒr deutlich mehr torgefĂ€hrliche Aktionen im Spiel beider Mannschaften, so dass die zweite HĂ€lfte nicht hochklassig, aber spannend verlief.

AuffĂ€llig hierbei: Die Frankfurter besaßen die Lufthoheit und kamen so zu einigen guten Gelegenheiten, doch meist fehlte die Genauigkeit im Abschluss oder HSV-Keeper Adler sorgte höchstpersönlich dafĂŒr, dass er in seinem siebten Spiel nach seiner Verletzungspause zum vierten Mal ohne Gegentor blieb. Dass bei den Hamburgern auch vorn die Null stand, lag zum einen daran, dass sie sich nur wenige hochkarĂ€tige Chancen erarbeiten konnten, zum anderen aber auch an einem ausgebliebenen Pfiff. Denn nach einer Stunde wurde Kostic klar von Abraham am FĂŒnfmeterraum gefoult, doch Schiedsrichter Cortus' Pfeife blieb stumm. So blieb es bis zum Ende hochspannend, zumal beide Teams bis in die Nachspielzeit hinein auf den einen entscheidenden Augenblick lauerten - der sich dann in der 92. Minute sogar beiden Mannschaften noch einmal bot. Doch am Ende fehlte dem eingewechselten Lasogga eine FußlĂ€nge, um zum spĂ€ten Helden zu werden, und auf der anderen Seite hielt Adler im direkten Gegenzug den Ball und damit den verdienten ZĂ€hler fest. Eine gerechte Punkteteilung.

 

Das Spiel im Stenogramm:

Eintracht Frankfurt: Hradecky - Abraham, M. Hector, Russ (81. Tawatha) - Chandler, Oczipka - Mascarell, Gacinovic - Fabian, Rebic (90. Blum) – Hrgota (Meier 84.)

Hamburger SV: Adler - Diekmeier, K. Papadopoulos, Jung, Ostrzolek - Ekdal, G. Sakai - Hunt (71. MĂŒller), Holtby (60. Gregoritsch), Kostic - Wood (90+ Lasogga)

Tore: -

Zuschauer: 51.500 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Benjamin Cortus (Röthenbach a. d. Pegnitz)

Gelbe Karten: Jung (67.) / Mascarell (83.)

Gelb-Rote Karten: - / -

Rote Karten: - / -

 

Das Spiel im Zeitraffer:

Min. Aktion
10. Zu Beginn des Spiels gleich zwei gute Kontergelegenheiten fĂŒr die Hamburger, bei denen erst Wood und kurz darauf Kostic auf links durchbrechen, dann aber jeweils den idealen Zeitpunkt fĂŒr das Zuspiel ins Zentrum verpassen.
11. Jetzt der erste richtige Torschuss des Spiels: Der HSV dieses Mal ĂŒber rechts, wo Wood den Ball von der Grundlinie zurĂŒcklegt auf Holtby, doch dessen Schuss aus zehn Metern halbrechter Position landet am Außennetz.
29. Großchance fĂŒr die Eintracht: Rebic kommt auf links zum Flanken und findet am FĂŒnfmeterraum Hrgota, der sich im RĂŒcken der Hamburger Innenverteidigung wegstiehlt, den Ball aber aus kurzer Distanz ĂŒber das Tor jagt.
   
51. Riesige Chance fĂŒr Frankfurt: Chandler flankt von rechts und bringt den Ball scharf in den FĂŒnfer, wo Rebic das Duell gegen Diekmeier gewinnt, den Kopfball aber knapp ĂŒber das Tor setzt - das war eng!
54. Die nĂ€chste Kopfballmöglichkeit der Eintracht: Ecke von rechts und am Elfmeterpunkt kommt Abraham an den Ball, der aber erneut knapp drĂŒber geht und auf dem Tornetz landet.
60. Der HSV im Pech: Wood leitet den Konter ein und schickt Kostic auf die Reise, der am letzten Mann Abraham vorbei geht und beim Torschuss von ihm am Fuß getroffen wird - doch Schiri Cortus pfeift nicht Elfmeter. Klare Fehlentscheidung!
71. Jetzt der HSV im GlĂŒck! Die Hamburger kriegen den Ball nicht aus der Gefahrenzone, so dass er nach einigem Geflipper vor Abwehrspieler Hector landet, doch Adler macht sich extrem breit und pariert den Schuss aus fĂŒnf Metern ganz stark.
84. Freistoß, 30 Meter Torentfernung - das ist ein Fall fĂŒr Gregoritsch: Sein Geschoss fliegt vorbei an der Mauer, gerĂ€t aber ein paar Zentimeter zu hoch und streift sogar noch das Tornetz - Keeper Hradecky schaut nur hinterher, hat aber GlĂŒck.
90.+2. Noch einmal Alarm auf beiden Seiten: Der HSV mit einer Ecke, die Lasogga im FĂŒnfer nur um eine FußlĂ€nge verpasst, doch dann lĂ€uft der Konter ĂŒber Blum, der links auf und davon geht, aber seinen finalen Pass auf den einschussbereiten Fabian fingert Adler stark weg. Schluss!
Eintracht Frankfurt Statistik zum Spiel Hamburger SV
7 TorschĂŒsse 5
52% Ballbesitz 48%
51% ZweikÀmpfe 49%
58% Passquote 51%
4 Ecken 7
10 Flanken aus dem Spiel 14
2 Abseits 1
19 Fouls am Gegenspieler 24
     
Russ* 2 TorschĂŒsse 1 Sakai*
Rebic* 2 Torschussvorlagen 2 Kostic
Hector 74 Ballaktionen 80 Ostrzolek
Hector 75% Zweikampfquote 75% Hunt*
Rebic 4 Flanken aus dem Spiel 5 Ostrzolek
  *Mehrere Spieler mit dem gleichen Wert  

Die Zusammenfassung des Spiels seht ihr bei HSV total!

(Kopie 4)