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Lyngby - HSV

Testspiele

15.08.16

3:1 - HSV gewinnt Test gegen Lyngby BK

Der Hamburger SV hat den letzten Härtetest der Vorbereitung gegen den dänischen Erstligisten Lyngby BK mit 3:1 gewonnen. Aaron Hunt (45.), Gideon Jung (71.) und Pierre-Michel Lasogga (87.) erzielten dabei die Treffer für die Rothosen. Höjer Nielsen (9.) traf zuvor für die Dänen.

Eine Woche vor dem Pflichtspielauftakt in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals beim FSV Zwickau (22. August, Anstoß: 18:30 Uhr) hat der HSV seinen letzten Härtetest erfolgreich bestritten. Gegen den dänischen Erstligisten Lyngby BK, der sich bereits seit fünf Spieltagen in der Saison befindet und als Tabellenfünfter einen guten Prüfstein darstellte, gewann die Labbadia-Elf vor 3.700 Zuschauern im schleswig-holsteinischen Rendsburg mit 3:1 (1:1).

Torwart Larsen hält den Schuss von Bobby Wood.
Bobby Wood stand in der Startelf und hatte in der 23. Minute die große Chance zum Ausgleich, scheiterte aber an Lyngbys Keeper Larsen.

Rückstand durch Standard

Der HSV erwischte dabei einen denkbar schlechten Start ins Spiel: Bereits in der 9. Minute brachte Casper Höjer Nielsen die Dänen per direkt verwandelten Freistoß mit 1:0 in Front. Der 21-jährige Linksverteidiger schoss den Ball dabei aus knapp 18 Metern trocken unter der Mauer hindurch ins rechte Eck; HSV-Kapitän Johan Djourou hatte zuvor unglücklich gefoult. Der frühe Rückstand schockte die Labbadia-Elf im Anschluss aber keineswegs, sondern wirkte sich eher wie eine Initialzündung auf das HSV-Spiel aus.

So übernahmen die in pink aufspielenden Rothosen die Spielkontrolle und erarbeiteten sich nennenswerte Torchancen. Doch Filip Kostic (12., 44.), Nicolai Müller (16., 37.) und Bobby Wood (23.) verpassten zunächst aus kurzer Distanz den Ausgleich. Dieser war unmittelbar vor dem Pausenpfiff dann Aaron Hunt (45.) vergönnt, dessen Schuss aus 16 Metern leicht abgefälscht und damit schwer haltbar im Tornetz einschlug. So ging es aus Sicht des HSV mit einem mehr als verdienten Gleichstand in die Kabine.      

Kostic setzt sich im Zweikampf gegen seinen Gegenspieler durch.
Kostic bereitete den zweiten Treffer durch Gideon Jung mustergültig vor.

Jung trifft zum 2:1

Die zweite Hälfte begann wie die erste: Den Dänen gehörte unmittelbar nach dem Wiederanpfiff in Person von Bror Blume (45.) die erste gute Torchance, wobei Rene Adler im Eins-gegen-Eins-Duell diesmal einen erneuten Rückstand verhindern konnte. Anschließend agierte der HSV wieder feldbestimmend, ließ vor dem Tor aber weiterhin die Kaltschnäuzigkeit vermissen. So fand Johan Djourou (54.) aus kurzer Distanz per Kopf in Lungby-Keeper Andreas Larsen seinen Meister und auch Nicolai Müller (55.) setzte aus wenigen Metern einen Abpraller nach einer Ecke an den linken Torpfosten.

Doch wie schon im ersten Durchgang blieben die Rothosen hartnäckig und erzielten schließlich durch Gideon Jung (71.) das mittlerweile überfällige 2:1. Der aktiv aufspielende Filip Kostic hatte sich zuvor auf der linken Seite durchgetankt und im richtigen Moment auf den Youngster zurückgelegt. Keine zwei volle Zeigerumdrehungen später hatte Nicolai Müller (73.) allein aufs gegnerische Tor zulaufend das 3:1 auf den Fuß, konnte Schlussmann Larsen mit einem gefühlvollen Heber aber nicht überlisten. Es war die letzte Szene des Flügelflitzers, der anschließend mit Gregoritsch, Kostic und Wood ausgewechselt wurde. Für das Offensivquartett kamen Alen Halilovic, Luca Waldschmidt, Nabil Bahoui und Pierre-Michel Lasogga ins Spiel. Die beiden Letztgenannten sorgten dann mit einer Co-Produktion auch für den Schlusspunkt des Spiels: Nach einer Bahoui-Ecke köpfte Lasogga (87.) mit Wucht zum 3:1-Endstand.

Labbadia: „Das war ein lehrreicher und guter Test gegen sehr aggressive Dänen. Trotz der vielen Chancen im ersten Durchgang haben wir es nicht gut gespielt und viele Dinge vorgefunden, die wir besser machen müssen. Da haben wir vor allem im Kollektiv nicht gut agiert und prinzipiell nicht gut gegen den Ball gespielt. Das war in der zweiten Hälfte besser, wobei wir dort in der Defensive ein bis zwei Fahrlässigkeiten drin hatten. Insgesamt positiv, dass wir viele Chancen hatten. Wichtig, dass die Spieler jetzt auch über 90 Minuten gehen, weil Zwickau schon weiter ist.“  

Das Spiel im Stenogramm:

HSV: Adler - Sakai, Cleber, Djourou, Ostrzolek - Jung, Hunt – Müller (73. Halilovic), Gregoritsch (73. Waldschmidt), Kostic (73. Bahoui) – Wood (73. Lasogga)

Tore: 0:1 Höjer Nielsen (9.), 1:1 Hunt (45.), 2:1 Jung (71.), 3:1 Lasogga (87.)   

Gelbe Karten: Cleber (40.)

Schiedsrichter: Florian Heft