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„Das Vergangene spielt keine Rolle mehr"

Verein

13.03.18

„Das Vergangene spielt keine Rolle mehr"

Am heutigen Dienstag stellte sich der neue Cheftrainer Christian Titz in einer Presserunde den Fragen der Journalisten und sprach dabei über seine ersten Eindrücke, seinen Plan, die Zustimmung der Fans und seine Spielidee.

Christian Titz ist der neue starke Mann beim HSV. Als Nachfolger von Bernd Hollerbach soll er in den verbleibenden acht Spielen für den Umschwung sorgen. Dem Neu-Coach ist die prekäre Lage bewusst, dennoch zeigt er sich optimistisch. „Es wird eine schwierige Aufgabe, aber die Tabelle hat auf mich keinen großen Einfluss. Ich weiß, dass wir mit dem Spiel am Samstag eine andere Richtung einschlagen können. Wir haben es selbst in der Hand.“ Titz bedankte sich zudem bei seinem Vorgänger Hollerbach. Er schätze ihn und wünscht ihm alles Gute.

Im Detail sprach der 46-Jährige Fußballlehrer über ...

Christian Titz auf dem Weg zum Trainingsplatz.
Christian Titz wurde von den Fans jubelnd empfangen.

… die aktuelle Situation in der Liga: Das klingt sehr platt, aber ich beschäftige mich wirklich erstmal nur mit dem Spiel am Sonnabend gegen Hertha BSC. Für dieses Spiel wollen wir eine Einheit auf den Platz bringen. Dafür nutzen wir unsere ganze Energie. Erst nach diesem Spiel beschäftigen wir uns mit den anderen Aufgaben.

… seinen Plan: Wir leben im Hier und Jetzt. Das ist entscheidend. Das Vergangene spielt keine Rolle mehr. Wir haben gute Spieler im Kader. Nun setzen wir neue Trainingsreize und werden beobachten, wie die Spieler darauf reagieren. Ich werde viele Einzelgespräche führen. Alle haben nun wieder die gleiche Chance, alles ist auf null gesetzt, auf jeder einzelnen Position.

… seine Spielidee: Es ist kein Geheimnis, dass wir mehr Ballbesitz erlangen wollen. Wir wollen nach vorne mehr bewegen, in den Räumen Fußball spielen, um letztendlich Torchancen zu generieren. Aber wir haben auch eine klare Defensividee: Kompakt stehen und gegen den Ball spielen. Bei Ballverlust wollen wir schnell in die Ballrückeroberung gehen. Zusammenfassend: Wir wollen unser Handeln selbst in die Hand nehmen und selbst bestimmen.

… die Youngster: Die Jungs wissen, dass sie dies als Chance sehen müssen und am Ende entscheiden sie selbst mit ihrer Trainingsleistung, ob sie den Sprung in den Kader schaffen. Wir wissen, dass die Gruppengröße heute nicht optimal war, weil wir zu viele Spieler haben, aber gegen Ende der Woche werden wir den Kader reduzieren. Durch die U21/U19-Spieler wird der Konkurrenzkampf auf dem Platz angetrieben.

… Thomas von Heesen: Thomas wird als sehr interessanter und kompetenter Ansprechpartner dienen. Er wird mich unterstützen und seine Erkenntnisse mitteilen. Es ist immer wichtig, dass es Leute gibt, die von oben draufschauen und das Ganze aus einer anderen Perspektive sehen.

… die Zustimmung der Fans: Das ist natürlich sehr angenehmen und vor allem auch sehr wichtig für die Spieler. Die Jungs, die in der letzten Zeit einiges abbekommen haben, erkennen so, dass die Leute immer noch hinter ihnen stehen. Wir wollen gemeinsam das Ding rumreißen.