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"Das Ergebnis stört, aber die Leistung war gut"

Stimmen zum Spiel

09.12.17

"Das Ergebnis stört, aber die Leistung war gut"

Der HSV war gegen den VfL Wolfsburg die klar bessere Mannschaft, kam am Ende aber nicht über ein 0:0 Remis hinaus. Dementsprechend zweigeteilt fiel das Fazit der Rothosen nach dem Spiel aus. HSV.de präsentiert die Stimmen zum Spiel. 

12:2 Torschüsse, aber 0:0 Tore. Der Hamburger SV hat am 15. Spieltag der Bundesliga-Saison eine gute Leistung im Duell mit dem VfL Wolfsburg gezeigt, konnte sich am Ende aber nicht mit der dreifachen Punktzahl belohnen. Fiete Arp (31.), Gideon Jung (33.) und Dennis Diekmeier (69.) hatten die besten Möglichkeiten, die Hamburger in Führung zu bringen, scheiterten aber jeweils knapp. So musste sich die Rothosen am Ende mit einem Punkt begnügen und haderten nach dem Abpfiff in der Mixed Zone des Volksparkstadions entsprechend mit dem Ergebnis. Gleichzeitig registrierten sie aber auch den spielerisch guten Auftritt. HSV.de hat die Stimmen zum Spiel.

Fiete Arp: Ich hätte den Ball bei meinem Schuss gern im Tor gesehen. Es ist schade, dass ich nicht getroffen habe, aber das gehört auch dazu. Im Nachhinein hätte ich auch noch auf Aaron herüberlegen können, aber mein erster Gedanke war der Torschuss. Auch das kann ich jetzt nicht mehr rückgängig machen. Insgesamt ist es für mich natürlich noch schwierig, mich gegen solche Kaliber wie Brooks in der Bundesliga durchzusetzen, aber ich versuche mich weiter reinzubeißen und besser zu werden. Wir haben zum zweiten Mal in Folge kein Tor erzielt. Das Ergebnis stört, aber die Leistung des Teams war gut. Wir hätten lieber mehr mitgenommen als das Unentschieden. Jetzt wollen wir am Dienstag gegen Frankfurt das Tor wieder treffen und den Fans auch die drei Punkte schenken.  

Mergim Mavraj köpft den Ball.
Innenverteidiger Mergim Mavraj hielt zum dritten Mal in Serie den Laden hinten dicht.

Mergim Mavraj: Wir haben zum dritten Mal in Folge zu Null gespielt und zum zweiten Mal in Folge einen großen Kampf gezeigt. Diese Grundtugenden sind wichtig in unserer Situation. Hinten stabil zu stehen und vorne effektiv zu treffen - das hat uns auch in der Rückrunde der Vorsaison stark gemacht. Leider ist uns der Treffer heute nicht gelungen, aber wir können dem Spiel mehr Positives als Negatives abgewinnen. Wir waren von der 1. Minute an die bessere Mannschaft. Wir haben alle zusammen gut gegen den Ball verteidigt. Das sind die Basics, die wir weiterhin zeigen müssen. 

Dennis Diekmeier: Am Ende fehlte heute das nötige Quäntchen Glück. Wir haben nur einen Torschuss zugelassen und ansonsten ein gutes Spiel gemacht. Man hat an der Reaktion nach dem Abpfiff gemerkt, dass alle enttäuscht waren über den Ausgang des Spiels, weil viel mehr drin war. Wir können und müssen aber das Positive mitnehmen. Am Dienstag wartet mit Frankfurt die nächste Chance, einen Sieg einzufahren. 

Albin Ekdal: Wir hätten heute die drei Punkte verdient gehabt. Wir müssen drei Tore machen, hatten zwölf Torschüsse. Wolfsburg hatte dagegen nur ein bis zwei Abschlüsse. Es ist schade, dass wir uns am Ende nicht mit einem Sieg belohnen konnten. Wir müssen dennoch das Positive mitnehmen, haben es heute wieder sehr gut und mannschaftlich geschlossen verteidigt. Drei Spiele in Folge zu Null - das tut gut.  

Chris Mathenia und der HSV spielten zum dritten Mal in Serie zu Null. Das gelang zuletzt im September 2015.

Christian Mathenia: Ein großes Lob an unsere beiden Innen- und Außenverteidiger. Die hauen sich in jeden Ball rein – und das Woche für Woche. Ich musste heute keinen einzigen Ball wirklich festhalten. Das sagt schon alles. Dieser Punkt kann wie schon der gegen Freiburg Gold wert sein. Wir hätten uns aber sicher nicht beschwert, wenn wir heute drei Punkte hätten hierbehalten können. Wir haben uns heute viele Möglichkeiten herausgespielt und mit etwas mehr Überzeugung stecken wir das Ding vorne vielleicht rein und hätten uns dann nach dem Abpfiff in den Armen gelegen. Das Glück werden wir aber wieder zurückerzwingen. Für einen Torwart ist es natürlich immer schön, zu Null zu spielen, dennoch wären mir drei Punkte heute lieber gewesen – aber das können wir hoffentlich am Dienstag gegen Frankfurt nachholen, am besten auch wieder zu Null. 

Jens Todt: Wir haben heute ein richtig gutes Heimspiel gezeigt, aber zwei Punkte liegengelassen. Wir haben aus dem klaren Chancenplus leider nur einen Punkt mitgenommen. Dennoch war es ein richtig guter Auftritt, defensiv standen wir sicher. Die beste Nachricht des Tages ist, dass wir zum dritten Mal nacheinander zu Null spielen konnten. Unsere Innenverteidiger haben es sehr gut gemacht. Das war heute ein Abnutzungskampf gegen physisch starke Wolfsburger. Gerade in der Offensive haben sie unglaubliche Qualität in ihrem Kader und da hat unsere Viererkette wirklich gute Arbeit geleistet. Uns hat ein wenig das Glück gefehlt, um in Führung zu gehen und das Spiel dann auch zu gewinnen. Deswegen ist es umso ärgerlicher, dass wir mit nur einem Punkt dastehen. Das Spiel war eine deutliche Steigerung zum Freiburg-Spiel, aber eine noch deutlichere zur Leistung in der vergangenen Saison.

"Die Art und Weise, wie wir gespielt haben, war gut" 

Markus Gisdol: Das Spiel war eindeutig auf unserer Seite. Wir haben heute aufgrund des Wetters sehr schwierige Bedingungen gehabt, dies aber fußballerisch gut gelöst. Wir haben immer wieder Wellen gefahren von fünf bis sechs Minuten, in denen wir richtig Druck aufgebaut haben – das war schon ein richtig gutes Spiel von uns. Wir haben in den letzten beiden Heimspielen jeweils drei Tore geschossen. Ich hätte gerne eins abgezogen und das heute erzielt, weil wir es einfach heute verdient gehabt hätten. Deswegen finde ich ist dieses Ergebnis für uns zu wenig. Aber die Art und Weise, wie wir gespielt haben, war gut. Vielleicht sogar sehr gut. Aber uns wollten dann einfach diese drei Punkte nicht gelingen. Schön ist aber, dass vieles von dem was wir uns vorgenommen haben, aufgegangen ist. 

Martin Schmidt: Es war genau das Spiel, was wir erwartet haben und auf das wir unsere Mannschaft die ganze Woche über versucht haben vorzubereiten. Denn hier in Hamburg erwartet einen eine Mannschaft, die sehr aggressiv presst. Ich wusste, dass es gerade nach dem Sieg gegen Gladbach schwer für uns werden würde. Nach den ersten zehn Minuten hätte ich den Punkt glatt unterschrieben. Wir haben uns heute dennoch reingekniet und eine Mentalität gezeigt, die wir uns neu erarbeitet haben, besonders in der Arbeit gegen den Ball. Für heute bleibt uns der Punkt. Offensiv hat uns Hamburg den Schneid abgekauft, sie haben in der Defensive alle wichtigen Duelle gewonnen. Dazu kommt das frenetische Publikum hier in Hamburg. Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen gegen einen Gegner, der es zu Hause sehr gut macht. Jetzt wartet Leipzig. Ich erwarte dann von meiner Mannschaft eine Reaktion, denn mit dem Spiel heute sind wir alle nicht zufrieden. 

 

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