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"Alles reingehauen und belohnt"

Stimmen zum Spiel

21.04.18

"Alles reingehauen und belohnt"

Der Hamburger SV bezwingt den Sport-Club Freiburg mit 1:0 und hält damit die Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt weiter am Leben. HSV.de hat die Stimmen zum Spiel. 

Der Hamburger SV und der Sport-Club Freiburg lieferten sich am 31. Spieltag der Bundesliga-Saison das erwartete Kampfspiel. Die Rothosen, im ersten Durchgang von ihrem starken Schlussmann Julian Pollersbeck im Spiel gehalten, entschieden diesen Abnutzungskampf mit großer Leidenschaft, dem Volksparkstadion als 12. Mann und erneut einem Holtby-Treffer am Ende für sich. Dementsprechend groß war bei den Protagonisten die Freude über den wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt. Gleichzeitig zeigten sich die Rothosen nach dem Abpfiff in der Mixed-Zone des Volksparkstadions selbstkritisch und wissen, dass erst eines von potentiell vier Finalspielen gewonnen wurde. HSV.de präsentiert die Stimmen zum Spiel. 

Aaron Hunt: In der ersten Halbzeit hatten wir etwas Glück. Wir haben phasenweise zu nervös agiert. Wir haben in der Halbzeit selbst erkannt, was uns gefehlt hat. Das war der Mut. Wir haben im zweiten Durchgang deshalb eine Schippe draufgelegt, jeder ein paar Prozentpunkte. Es war insgesamt kein gutes Spiel, aber wir haben uns reingehauen. Für Lewis ist es natürlich sehr schön, dass er nach einer schweren Phase zurück ist. Jeder Spieler ist allerdings wichtig. Wir agieren mit einem anderen Selbstvertrauen, alle glauben an den eingeschlagenen Weg des Trainers. Wir wollten das Spiel in Wolfsburg unbedingt in dieser Konstellation haben. Das ist uns gelungen. Jetzt wollen wir dort gewinnen. 

Julian Pollersbeck hielt, was es zu halten gab. Nach der Partie gab er sich demütig: "Es ist mein Job, Bälle zu halten."

Julian Pollersbeck: Es war ein extremes Spiel heute. Im Fußball ist es nun einmal so, dass man als Keeper ab und zu ein paar Bälle aufs Tor bekommt. Es ist meine Aufgabe, diese dann sicher zu halten. Das ist mir heute gut gelungen. Der Sieg war eine Mannschaftsleistung. Bezeichnend dafür war auch, dass Christian Mathenia nach dem Abpfiff zu mir gerannt ist und mich jubelnd angebrüllt hat. Wir haben ein gutes Verhältnis, zusammen keine leichte Phase durchgemacht, da dreimal der Torwart gewechselt wurde. Allgemein haben wir ein gutes Verhältnis in unserem Torwartteam. Wir sind schließlich zu viert. Da ist es enorm wichtig, sich zu unterstützen. Gerade jetzt für den Erfolg der Mannschaft. Es stehen nun noch drei Spiele auf dem Programm. Wir lassen uns von den äußeren Einflüssen nicht beirren und glauben weiter fest an uns. Wir wissen, dass es schwierig wird, aber ebenso gut wissen wir, dass noch vieles möglich ist. 

Lewis Holtby: Ich habe gerade Spaß am Fußball und bin selbstbewusst. Wenn ich das Vertrauen spüre, dann zahle ich es auch zurück. Ich habe trotz einer schweren Phase immer die Fresse gehalten und weiter professionell gearbeitet. Die Zweifler und Kritiker sind dabei eine pure Motivation für mich. Ich möchte zeigen, dass ich ein guter Fußballer bin. Wir sind allerdings stark als Mannschaft. Jeder einzelne Spieler ist wichtig und hat alles gegeben, auch wenn es mal nicht so gut lief. Auch die Fans waren heute wieder brutal. Wir sind sehr dankbar für ihre Unterstützung. Wir müssen den Erfolg nun richtig einordnen. Von Erleichterung darf keine Rede sein. Nach dem Sieg gegen Schalke war die Atmosphäre gefühlt Himmel hoch jauchzend, nach dem Spiel in Hoffenheim war alles schlecht. Wir müssen jetzt ganz piano mit der Situation umgehen und in Wolfsburg etwas holen. Psychologisch bin ich jetzt lieber in der Rolle des Jägers als des Gejagten.  

Gotoku Sakai: Drei Punkte sind drei Punkte, egal wie. Freiburg hat es gut gemacht, wir haben uns lange schwer getan und gerade in der ersten Halbzeit auch etwas Glück gehabt. Aber am Ende war es ein tolles Kampfspiel und wir haben bis zur 90 Minuten gekämpft und alles rausgehauen. Man hat gesehen, dass die Tür immer offen ist. Wir haben noch eine Chance und brauchen jetzt einen Auswärtssieg. 

Christian Titz feierte im fünften Bundesliga-Spiel mit dem HSV seinen zweiten Sieg.

Frank Wettstein: Wir haben während des Spiels alle natürlich extrem gelitten. Die erste Halbzeit war leider nicht gut, in der zweiten Hälfte waren wir dann besser, aber haben das 2:0 verpasst und damit blieb das Spiel bis zur 94. Minute eng. Wir hatten vor dem Spiel eine kleine Restchance. Diese ist immer noch klein und ist nicht viel größer geworden. Der Abstand ist immer noch da und wir müssen noch immer Rechenspiele betreiben. Wir dürfen die Leistung heute nicht überbewerten, sondern realistisch einschätzen und in Wolfsburg ein besseres Spiel machen. 

Christian Titz: Die erste Halbzeit war heute nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Freiburg hat uns gut angelaufen, wir haben es im Spielaufbau dagegen nicht gut gemacht. In der zweiten Halbzeit haben wir dann ein bisschen umgestellt und auch das 1:0 gemacht. Dann haben wir es leider verpasst auf 2:0 zu erhöhen. Natürlich hat man während des Spiels gemerkt, dass für beide Mannschaften viel auf dem Spiel steht. Dadurch herrschte bis zum Ende Spannung, weil Freiburg eine Mannschaft ist, die auch noch spät ein Tor gegen dich erzielen kann. Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Wir waren abgeschlagen, dann ist es nicht leicht, sich Woche für Woche ranzukämpfen. Wir können jetzt in Wolfsburg wieder in Schlagdistanz kommen, darauf müssen wir uns konzentrieren.

Christian Streich: In der ersten Halbzeit war es ein umkämpftes Spiel. Wir kamen nicht gut rein in die Partie und haben zu wenig Druck ausgeübt. Nach einer Weile wurde es dann besser und es kam zu dieser riesigen Torchance für uns. Schade, dass wir diese nicht reingemacht haben. Nach dem Seitenwechsel konnten wir den Schwung nicht mitnehmen und nach wenigen Minuten fällt das Gegentor. Als dann der Platzverweis dazu kam und wir nur noch zu zehnt spielen durften, war das Spiel schon so gut wie gelaufen. Gratulation an den HSV für den Sieg. 

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