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Berkay Özcan: "Viel zu spielen, ist ein Riesenfaktor für mich!"

Team

25.01.19

Berkay Özcan: "Viel zu spielen, ist ein Riesenfaktor für mich!"

In einer Presserunde sprach Neuzugang Berkay Özcan unter anderem über seinen Wechsel an die Elbe, seinen neuen, alten Trainer Hannes Wolf und seine persönlichen Ziele mit dem HSV.  

Berkay Özcan hat keine Zeit zu verlieren. Am gestrigen Donnerstag (24. Januar) absolvierte der 20-Jährige den obligatorischen Medizincheck im UKE Athleticum und unterschrieb anschließend im Volksparkstadion sein neues Arbeitspapier beim Hamburger SV. Am Freitagvormittag absolvierte der jüngste von insgesamt acht HSV-Neuzugängen, die Sportchef Ralf Becker in der laufenen Spielrunde 2018/19 verplichtet hat, seine erste Trainingseinheit im HSV-Dress. An einem für den Rest der Mannschaft eigentlich trainingsfreien Tag arbeitete der Deutsch-Türke gemeinsam mit Assistenztrainer Andre Kilian auf dem Platz im fußballspezifischen Bereich. Dribblings, Pässe, Abschlüsse - Berkay Özcan hat etwas auf- und nachzuholen. Anfang November zog sich der talentierte Offensivspieler, der in den vergangenen vier Jahren für den VfB Stuttgart aufdribbelte und über die Erfahrung von 20 Erstliga- sowie 21 Zweitliga-Spielen verfügt, einen Syndesmosebandriss im Sprunggelenk zu. Bereits vor der Verletzung wurde der türkische Nationalspieler (3 Länderspiele) durch einen Trainer-Wechsel beim VfB ausgebremst. Nach der Entlassung seines damaligen Förderes Hannes Wolf kam er unter Tayfun Korkut nicht mehr über Kurzeinsätze hinaus und wurde in der aktuellen Bundesliga-Saison lediglich 49 Minuten eingesetzt. Warum es deshalb ein großes Ziel von ihm ist, beim HSV wieder regelmäßig zu spielen und den nächsten Schritt zu machen und welche Rolle HSV-Trainer Hannes Wolf dabei als Vorbild spielt, darüber äußerte sich der 20-Jährige heute in einer Presserunde. 

Im Detail sprach der Offensivspieler dabei über...    

Özcan als VfB-Spieler im Duell mit Aaron Hunt.
Am 4. November 2017 absolvierte Özcan mit dem VfB Stuttgart (1:3) schon einmal ein Spiel im Volksparkstadion. Die damalige Stimmung hat einen bleibenden Eindruck beim Deutsch-Türken hinterlassen.

... seinen Wechsel zum HSV: Es ging viel hin und her. Es war mein Wunsch, hier zum HSV zu kommen. Ich habe mich bewusst für den Verein und nicht für die Liga entschieden. Der HSV ist ein sehr großer Club und hat eine besondere Strahlkraft durch die Fans. Ich habe hier im Volksparkstadion schon einmal gespielt und habe das damals gespürt. Deshalb bin ich froh, dass es jetzt mit dem Wechsel geklappt hat.

... seinen neuen, alten Trainer Hannes Wolf: Natürlich hat der Trainer eine große Rolle bei meinem Wechsel gespielt. Er steckt sehr viel Mühe und Fleiß in seine Arbeit und ist damit ein absolutes Vorbild. Denn für einen Spieler ist es sehr wichtig, viel zu arbeiten. Ich weiß, dass man mit ihm etwas Großes schaffen kann. Er will immer 100 Prozent und erwartet auch sehr viel von dir. So kann man sich als junger Spieler immer weiterentwickeln. 

... seine Ziele: Zunächst einmal steht immer die Mannschaft im Vordergrund. Diesbezüglich ist das erste und wichtigste Ziel der Aufstieg. Wir wissen, dass es in der 2. Bundesliga schwer wird. Ich spreche da aus eigener Erfahrung durch meine Erlebnisse mit dem VfB. Die 2. Liga ist eine hart umkämpfte Liga. An zweiter Stelle stehen auch meine persönlichen Ziele. Ich möchte hier beim HSV den nächsten Schritt in meiner sportlichen und persönlichen Entwicklung machen und vor allen Dingen ganz viel spielen. Das ist auch im Hinblick auf die Nationalmannschaft ein Riesenfaktor für mich. 

... seine letzten Monate in Stuttgart: Natürlich war ich frustriert, dass ich nicht gespielt habe, aber es gehört für einen jungen Spieler im Fußball dazu, dass man auch mal auf der Bank sitzt oder sogar ganz aus dem Kader gestrichen wird. Allerdings habe ich das lange genug mitgemacht und möchte hier jetzt wieder spielen.

Berkay Özcan im Gespräch mit Co-Trainer Andre Kilian.
Berkay Özcan absolvierte am Freitagvormittag seine erste individuelle Einheit mit Co-Trainer Andre Kilian. "Ich fühle mich gut und bin fit", erklärt der 20-Jährige im Hinblick auf einen möglichen Einsatz gegen Sandhausen.

... seine Stärken und Schwächen: Ich möchte mich ungern selbst loben, aber am Ball fühle ich mich besonders wohl. Ich besitze eine ganz gute Technik, eine gute Ballannahme und -weitergabe. Mein Kopfballspiel kann ich noch deutlich verbessern. Auch im defensivtaktischen Bereich möchte ich noch besser werden. Generell gilt es aber auch immer, die eigenen Stärken weiter zu verbessern und sich in der täglichen Arbeit nicht nur auf die Schwächen zu konzentrieren. 

... seinen Werdegang in der Jugend: In der U15 habe ich beim KSC unter Tim Walter (heute Cheftrainer bei Holstein Kiel, Anm. d. Red.) in der Innenverteidiung gespielt. Irgendwann habe ich ihm dann mitgeteilt, dass mir das nicht mehr so gefällt und ich lieber weiter vorn spielen möchte. (lacht) Ich habe dann ein Jahr auf der Zehner-Position gespielt und dann kam der Wechsel zum VfB zustande. 

... über die Drucksituation in Hamburg: Druck gehört im Fußball immer dazu. Ohne Druck kann man nicht leben. Natürlich wollen die Fans hier in Hamburg genauso wie wir unbedingt den Aufstieg. Obwohl ich noch jung bin, habe ich diesbezüglich beim VfB Stuttgart in einem ähnlichen Umfeld schon wichtige Erfahrungen gesammelt und in meinem ersten Profi-Jahr die Meisterschaft in der 2. Bundesliga gefeiert. Ich hoffe, dass ich das hier auch schaffen kann.     

... Orel Mangala: Mit Orel habe ich bereits beim VfB zusammengespielt. Ich freue mich, ihn hier jetzt wiederzusehen. Er ist ein super Spieler und toller Mensch. Wir hatten immer eine gute Verbindung zueinander und haben uns auch jetzt schon geschrieben. Er freut sich, dass ich jetzt auch hier bin und mir tut es gut, bereits jemanden im Team zu kennen.