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Vagnoman: Jung und unbekümmert

Trainingslager

17.01.19

Vagnoman: Jung und unbekümmert

Mit gerade einmal 18 Jahren ist Josha Vagnoman der jüngste Spieler im Kader. Im Trainingslager will der Junioren-Nationalspieler seine Chance suchen, sich für weitere Einsatzzeiten zu empfehlen.

Als am Dienstag nach dem Training die Bälle, die über den Zaun geflogen waren, im Gestrüpp gesucht und wiedergeholt werden mussten, wurde wieder deutlich, wie jung er eigentlich ist. Josha Vagnoman ist mit gerade einmal 18 Jahren und heute 37 Tagen das Küken im aktuellen Kader von Hannes Wolf. Dass man in diesem Alter noch Extra-Aufgaben in einem Bundesliga-Team zu erledigen hat, ist dem deutschen Junioren-Nationalspieler allerdings klar. „Bei mir gibt es keine Diskussionen, wenn die Jüngsten die Bälle suchen müssen“, sagt er im Gespräch mit HSV.de. Ansonsten fühle er kaum einen Unterschied in der Behandlung. „Ich weiß schon, dass die anderen Spieler älter sind als ich, und es ist auch normal, dass es mal eine Ansage gibt, aber grundsätzlich mache ich mir keine Gedanken über das Alter. Im Enddefekt bin ich auf dem Fußballplatz mit den Jungs.“

Josha Vagnoman köpft einen Ball.
Ziel Einsatzzeiten: Der gebürtige Hamburger möchte seine Chance im Trainingslager nutzen.

Gute Trainingsarbeit zahlt sich aus

Das Unaufgeregte und die jugendliche Unbekümmertheit sind Vagnoman deutlich anzumerken. Sowohl im Gespräch als auch auf dem Platz. Dort sind genau diese Eigenschaften zudem seine Stärke. „Mich bringt nichts aus der Ruhe. Ich habe keinen Grund nervös zu sein. Fußball spielen, Spaß haben und mein Spiel spielen – das versuche ich umzusetzen“, bestätigt er. In der Hinrunde kam er auf vier Einsätze in der 2. Liga. Die letzten beiden Kurzauftritte verzeichnete er in den letzten beiden Partien vor der Winterpause gegen Duisburg und Kiel. Der Trainer bescheinigte ihm, diese Einsätze aufgrund guter Trainingsarbeit verdient zu haben. „Er hat mir gesagt, ich solle so weiter machen, dann werde ich auch weitere Chancen bekommen“, verrät Vagnoman.

Im Trainingslager möchte sich der Außenverteidiger, der mit Douglas Santos und Gotoku Sakai ausgerechnet zwei der etabliertesten Spieler im Team vor sich hat, weiter anbieten. „Ich habe schon den Ehrgeiz, wenn ich in so einer Situation bin, auch das Beste herauszuholen. Das ist mein Anspruch“, gibt er selbstbewusst zu. Die direkten Konkurrenten sind dabei auch gleichzeitig Unterstützer. „Sie gehören zu meinen Hauptansprechpartnern. Bei Sakai und Santos kann ich mir sehr viel abgucken und Tipps holen, was ich besser machen kann.“

Die Silhouette von Vagnoman verdeckt die Sonne.
Großes Potenzial: Josha Vagnoman hat viele Eigenschaften, um aus dem Schatten der arrivierten Kräfte herauszutreten.

Tipps von den Etablierten

Wie Sakai ist auch Vagnoman auf beiden Außenverteidigerpositionen einsetzbar. Zudem kann er auch weiter vorne spielen. „Ich fühle mich auf beiden Seiten wohl. In der Jugend habe ich mehr links gespielt, aber mir gefällt es auch rechts“, bestätigt er. Dabei hilft ihm vor allem seine Physis. Mit 1,86 Meter ist er hochgewachsen, für sein Alter schon sehr kräftig und verfügt zudem über eine enorme Schnelligkeit. Alles Komponenten, die das große Potenzial unterstreichen. „Ich möchte zeigen, dass ich die Qualität habe, um oben dabei bleiben zu dürfen. In der Rückrunde möchte ich so viele Einsatzzeiten wie möglich verzeichnen.“ Von den Extra-Aufgaben wird ihn das nicht entbinden, doch das wird Vagnoman egal sein.