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Nach dem Heimsieg ist vor Heidenheim

Nachbericht

12.02.19

Nach dem Heimsieg ist vor Heidenheim

In einer Presserunde nach dem Spielersatztraining sprach Hannes Wolf über den gestrigen Heimsieg gegen Dynamo Dresden, die Personallage und die kommenden Aufgaben. 

Als Schiedsrichter Frank Willenborg die Partie gegen die SG Dynamo Dresden am gestrigen Montagabend nach 93 Minuten beendete, fielen sich die Spieler auf dem Feld und die Zuschauer auf den Rängen gleichermaßen in die Arme. Groß war die Erleichterung über den insgesamt 13. Saisonsieg in der 2. Bundesliga, der den Rothosen die Punkte 41 bis 43 einbrachte. Wie so häufig in dieser Serie war ein enormer Kraftakt notwendig, um den letztendlich verdienten Heimsieg einzufahren. Nach einer durchwachsenen ersten Spielhälfte, die von vielen Ungenauigkeiten geprägt war, zeigte die Halbzeitansprache von Hannes Wolf eine sichtbare Wirkung, denn im zweiten Durchgang agierten seine Schützlinge deutlich aggressiver und durchschlagskräftiger. Mit etlichen Passstafetten wurden die Gäste aus Sachen vor dem eigenen Sechzehner eingeschnürt und in den letztendlich entscheidenden Fehler getrieben, der den Goldenen Treffer von Lewis Holtby ermöglichte. Der Mittelfeldmann erlöste seine Farben in der 84. Minute, als er ein Missverständnis zwischen Linus Wahlqvist und SGD-Schlussmann Markus Schubert ausnutzte und sorgte somit für die eingangs beschriebenen Jubelszenen nach dem Abpfiff. Auch beim heutigen Spielersatztraining herrschte dementsprechend gute Laune vor, die allerdings weiterhin mit einer gesunden Anspannung vermengt wurde. Alle Beteiligten sind sich darüber einig, dass für das Erreichen der Saisonziele weitere Schritte notwendig sind. In diese Kerbe schlug auch Cheftrainer Hannes Wolf, der weiterhin eine gesunde Mischung aus Selbstvertrauen und Demut einfordert, wie er in der Presserunde nach der Einheit zu Protokoll gab. 

Im Detail sprach der Fußball-Lehrer über... 

Lewis Holtby schießt das 1:0 für den HSV gegen Dynamo Dresden.
Hannes Wolf war vor allem mit dem Einsatzwillen, den Lewis Holtby in dieser Szene mit dem 1:0 belohnte, sehr zufrieden.

... den Heimsieg gegen Dynamo Dresden: Es war sehr wichtig, dass wir das Spiel gewonnen haben. Es war extrem schwer, das hat jeder gesehen. Wir haben keine gute erste Halbzeit gespielt. Wir sind aber immer dran geblieben und haben alles gegeben. Es war ein sehr hart erarbeiteter Sieg, über den wir uns riesig freuen.

... die vielen knappen Erfolge in dieser Saison: Wir würden gerne mehr Tore schießen. Wichtig ist aber, dass wir dran bleiben und diszipliniert sind. Zudem haben wir offensiv Druck aufgebaut. Natürlich haben wir ein paar Themen, die wir in dieser Woche aufarbeiten wollen, weil wir vor allem in der ersten Halbzeit inhaltlich nicht richtig gut waren. Mit Heidenheim und Regensburg warten zwei schwere Auswärtsspiele auf uns. 

Douglas Santos dribbelt mit dem Ball.
Douglas Santos musste gegen Dynamo Dresden nach 60 Minuten verletzungsbedingt ausgewechselt werden und wird heute genauer untersucht.

... die Personallage: Heute werden bei Douglas Santos Untersuchungen durchgeführt, dann wissen wir mehr. Er hat keine starken Schmerzen, aber bis Sonnabend wird es natürlich sehr eng. Bei Hee-chan Hwang sieht es immer besser aus. Der erste Schritt ist gemacht. Es fehlen aber noch Zweikämpfe und maximale Sprints. Das Spiel in Heidenheim kommt auch für ihn zu früh. Trotzdem haben wir insgesamt viele Optionen.

... die letzten Auswärtsspiele: In Kiel haben wir ein schlechtes Spiel gemacht. In Bielefeld haben wir ein paar Rückschläge erlitten und konnten uns davon nicht mehr erholen. Insgesamt sind wir aber auf einem guten Weg. Wir brauchen in Zukunft wieder viel Stabilität, wollen aber trotzdem auch immer nach vorne spielen.

... den kommenden Gegner: Heidenheim ist aus dem Spiel heraus und nach Standardsituationen gefährlich. Sie haben eine gute Mentalität und haben sich auch fußballerisch weiterentwickelt. Sie bringen eine gute Energie auf den Platz. Das wird eine Herausforderung. Wenn wir auf 100% kommen, können wir was holen, aber das ist mit die schwerste Aufgabe. 

(Kopie 1)