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Montagsmentalität bestätigen

Vorbericht

08.04.19

Montagsmentalität bestätigen

Der HSV ist an einem Montag in der 2. Bundesliga ungeschlagen und möchte auch gegen Magdeburg die richtige Einstellung an den Tag legen.

Der Montag gehört traditionell nicht zu den Lieblingstagen in der Arbeitswelt. Nachdem das Wochenende gerade ausgiebig genossen wurde, beginnt eine neue lange Woche, die nächsten freien Tage liegen noch in weiter Ferne. „I don’t like Mondays“ sang passenderweis einst die irische Band Boomtown Rats mit ihrem Leadsänger Bob Geldof. Die Führung der HSV-Mannschaft um Cheftrainer Hannes Wolf blickt hingegen gerne auf die Montagsspiele der 2. Bundesliga – zumindest, wenn es um die Statistik geht: Fünfmal mussten die Rothosen bislang am letzten der möglichen Spieltage ran, und fünfmal blieb man ungeschlagen. Mit vier Siegen (3:0 gegen Bielefeld und dreimal 1:0 gegen Köln, Dresden und Fürth) und nur einem Unentschieden (in der letzten Minute gegen Union Berlin, 2:2) holte der HSV 13 von 15 möglichen Punkten. Alle davon im heimischen Volksparkstadion. Auch gegen den 1. FC Magdeburg möchten die Rauten-Kicker am heutigen Montagabend (ab 20.15 Uhr live im HSVnetradio) zum Abschluss des 28. Spieltags wieder einen dreifachen Punktgewinn vor heimischer Kulisse einfahren.

David Bates spielt den Ball.
Im Hinspiel sah David Bates die Gelb-Rote Karte - dennoch gewannen die Hamburger dank einer starken kämpferischen Leistung mit 1:0.

"Rückrunde" für Wolf

Dafür brauche man maximale Mentalität und Körpersprache, machte der Trainer in der Pressekonferenz vor der Partie deutlich. „Gerade in der Endphase einer Saison sind das ganz entscheidende Faktoren. Wir leben das vor und versuchen die Mannschaft auch inhaltlich so einzustellen, dass sich die Spieler voll reinknallen. Du kannst Magdeburg nur schlagen, wenn du Duelle gewinnst“, sagt Wolf. Im Hinspiel feierte der Trainer sein Debüt beim HSV. Vor 23.000 enthusiastischen Fans in der Magdeburg-Arena zeigten seine Schützlinge die geforderten Attribute eindrucksvoll und ließen sich selbst durch die Gelb-Rote Karte von David Bates in der 53. Minute nicht aus der Ruhe bringen. In Unterzahl gelang schließlich noch der Siegtreffer von Khaled Narey (77.), der dem neuen Coach einen geglückten Einstand bescherte. In den nächsten 16 Spielen holte Wolf weitere 9 Siege, 3 Unentschieden und vier Niederlagen und hat in seiner „Hinrunde“ damit 33 Zähler gesammelt. Nun beginnt für ihn die „Rückrunde“ mit dem zweiten Spiel gegen Magdeburg.

Fragzeichen bei Janjicic – Beck kehrt zurück

Die Sachsen-Anhaltiner haben seit dem 14. November ebenfalls einen neuen Übungsleiter. Und zwar den ehemaligen HSV-Coach Michael Oenning. Der holte im Kalenderjahr 2019 bislang 13 Punkte mit seiner Mannschaft und damit nur einen Zähler weniger als die Hamburger im gleichen Zeitraum. "In Magdeburg ist vieles neu. Sie haben auch neue Spieler und ein neues System. Sie verteidigen viel nach vorne und laufen gut an, um Umschaltsituationen zu entwickeln. Sowohl in Heidenheim als auch in Dresden haben sie am Sieg geschnuppert“, warnt Wolf vor dem Gegner. Dieser kann zudem wieder auf Kapitän und Torjäger Christian Beck (8 Tore, 6 Vorlagen) setzen. Der Sturmtank hat seine schweren Gesichtsverletzungen (Jochbein- und Augenhöhlenbruch) von Anfang März aus dem Spiel in Duisburg (0:1) überwunden und kehrt mit Spezialmaske zumindest in den Kader zurück.

Kyriakos Papadopoulos führt den Ball auf dem Spielfeld.
Auch dank einer starken Leistung von Kyriakos Papadopoulos konnte der HSV im DFB-Pokal mit 2:0 beim SC Paderborn gewinnen.

Stabilisierender Faktor

In diesen will es auf HSV-Seite auch noch Vasilije Janjicic schaffen. Nach einem Magen-Darm-Infekt und leichten Kienproblemen konnte der Schweizer bis gestern nur ein reduziertes Programm absolvieren. Ob er in den Kader rutscht wird kurzfristig entschieden. Ansonsten kann Wolf auf alle Akteure bauen, die beim 2:0-Pokalerfolg gegen den SC Paderborn dabei waren. Dazu zählt auch Kyriakos Papadopoulos, der nach 325 Tagen sein Comeback in der Startelf gab, über 90 Minuten durchhielt und der jungen Mannschaft zusätzlichen Halt gab. „Wir freuen uns riesig, dass er wieder gesund ist. In Paderborn war er ein stabilisierender Faktor. An der Mentalität, die er abstrahlt, kann man sich aufrichten“, lobt Wolf seinen „Leitwolf“. Mit ihm im Lead sollte doch auch beim sechsten Montagsspiel in dieser Saison die entscheidende Einstellung an den Tag gelegt werden und mit einem Sieg die aktuelle Tabellenposition gefestigt werden.

So könnte Magdeburg spielen: Loria - Rother, Tob. Müller, Erdmann, Perthel - Kirchhoff - Laprevotte, Preißinger - Türpitz - Beck, Bülter

Schiedsrichter: Bastian Dankert (Rostock)

(Kopie 1)