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„Wir wollen einen positiven Abschluss“

Vorbericht

18.05.19

„Wir wollen einen positiven Abschluss“

Am Sonntag findet im Volksparkstadion das letzte Saisonspiel statt. Trotz des verpassten Aufstiegs haben sich die Rothosen viel vorgenommen für den letzten Akt der Saison 2018/19.

Einfache Tage waren es nicht, die die Spieler, Verantwortlichen und Fans des HSV hinter sich haben. Erst der verpasste Aufstieg in die Bundesliga, anschließend die große Analyse und an deren Ende die Bekanntgabe der Trennung von Trainer Hannes Wolf – es war viel los im und rund um den Volkspark. Und genau dort findet am Sonntag (19. Mai) das Saisonfinale statt, das alle Beteiligten nun in den Mittelpunkt des Interesses rücken. Denn auch wenn die Partie gegen den bereits als Absteiger feststehenden MSV Duisburg keinen allzu großen tabellarischen Wert mehr besitzt, nehmen die Hamburger Verantwortlichen doch ihre Mannschaft in die Pflicht: „Der HSV ist ein fantastischer Verein und die Fans sind außergewöhnlich“, sagt Wolf, der am Sonntag (ab 15.15 Uhr live im HSVnetradio) seinen Abschied als HSV-Trainer geben wird, „und für die Fans und auch für uns wollen wir einen positiven Abschluss hinbekommen.“ Und auch Sportvorstand Ralf Becker ist meilenweit davon entfernt, das letzte Spiel abzuschenken: „Wir wollen uns vernünftig aus dieser Saison verabschieden, deshalb erwarten wir, dass die Mannschaft noch einmal Vollgas gibt, das haben unsere Zuschauer verdient.“

Pierre-Michel Lasogga und Tom Mickel rasselten im Training ordentlich zusammen, Mickel zog sich dabei sogar eine Platzwunde zu. Beide werden aber spielen können.
Pierre-Michel Lasogga und Tom Mickel rasselten im Training ordentlich zusammen, Mickel zog sich dabei sogar eine Platzwunde zu. Beide werden aber spielen können.

In welcher personellen Zusammenstellung die Rothosen dieses Unterfangen angehen, wollte der Trainer auf seiner letzten Pressekonferenz wie gewohnt nicht verraten, ließ aber durchblicken, dass viele junge Spieler noch einmal ihre Chance bekommen könnten. Zu den erfahrenen Akteuren hingegen zählen Pierre-Michel Lasogga und Tom Mickel – und beide haben ihren Trainingscrash vom Freitag gut überstanden und stünden bereit. Gerade in Bezug auf Mickel eine nicht ganz unwichtige Tatsache, schließlich hat Julian Pollersbeck noch mit den Nachwirkungen seines grippalen Infekts zu kämpfen. Somit wird Mickel, dessen Platzwunde am Kopf erfolgreich behandelt wurde, gegen den MSV wohl zwischen den Pfosten stehen.

Die Duisburger haben wie auch die Hamburger eine schwierige Woche hinter sich, mussten sie doch am letzten Wochenende den nun feststehenden Abstieg in die 3. Liga hinnehmen und verdauen. „Wir werden dieses Spiel trotzdem so angehen, wie es sich für eine Profi-Mannschaft gehört: Wir wollen gewinnen!“, sagt MSV-Trainer Torsten Lieberknecht, der mit seinem Team trotz zuletzt guter Spiele und Ergebnisse den Abstieg nicht verhindern konnte. Von den letzten vier Partien verloren die Zebras nur eine, holten in diesen Spielen fünf Punkte und erzielten neun Tore. „Wir wissen, dass es gegen Duisburg kein leichtes Spiel wird“, sagt Wolf, „aber wir wollen gemeinsam noch einmal alles raushauen.“ Alles für den positiven Abschluss.

Der HSV-Kader: Tor: Mickel, Behrens; Feld: Arp, Douglas, Hunt, Hwang, Janjicic, Jatta, Jung, Köhlert, Lacroix, Lasogga, Narey, Özcan, Sakai, Vagnoman, van Drongelen, Wintzheimer

So könnte der MSV Duisburg spielen: Mesenhöler - Hajri, Gembalies, Nauber, Wolze - Schnellhardt - Gyau, Daschner, Nielsen, Stoppelkamp - Iljutcenko

Schiedsrichter: Rene Rohde (Rostock)

(Kopie 1)