Zum Inhalt springen

Intensives Trainingsmatch statt Pflichtspiel - Profis sammeln für Fans

Nachbericht

01.09.18

Intensives Trainingsmatch statt Pflichtspiel - Profis sammeln für Fans

Die Profis spielten am Sonnabend ein intensives Trainingsspiel gegen sich selbst. Dazu will die Mannschaft Geld sammeln, damit die Fans bei den entstandenen Kosten Unterstützung erhalten.

Nachdem das Auswärtsspiel gegen Dynamo Dresden gestern Abend sehr kurzfristig aufgrund einer Verfügung des Staatsministeriums des Landes Sachsen, der später der DFL entsprach, abgesagt wurde, kehrte das Team des HSV noch in der Nacht mit dem Mannschaftsbus nach Hamburg zurück. Um kurz vor zwei Uhr rollten die Rothosen schließlich wieder auf das Gelände am Volksparkstadion. Am Sonnabend standen Aaron Hunt und Co. dann um 12:30 Uhr schon wieder zu einer Trainingseinheit auf dem heimischen Platz, anstatt auf dem Rasen des DDV-Stadions zum Pflichtspiel gegen Dresden anzutreten. „Ich will die Absage aus sportlicher Sicht nicht überbewerten. Aber klar ist, dass wir so schnell wie möglich das Spiel nachholen wollen, damit wir punktemäßig keinem Abstand hinterherlaufen, für den wir nichts können“, sagte Christian Titz. Wann die Partie nachgeholt wird, steht noch nicht fest. Der Termin soll aber so schnell wie möglich Anfang der Woche bekannt gegeben werden.

Christian Titz posiert mit einem jungen Fan am Trainingsplatz.
Christian Titz verkündete, dass die komplette Mannschaft entschieden habe, Geld für die Fans zu sammeln.

Mannschaft sammelt Geld für Fans

Der Chefcoach machte zunächst das Beste aus der Situation. Er ließ seine Profis in einem 2x30 Minuten andauernden Trainingsspiel inklusive Schiedsrichter einfach gegeneinander antreten. Die vermeintliche Startelf für Dresden spielte dabei gegen ein zweites Team und gewann am Ende durch Tore von Hunt per Elfmeter und Khaled Narey mit 2:1. Den "Gegentreffer" erzielte Pierre-Michel Lasogga. Während das Trainerteam also versucht, schnell wieder in den „normalen“ Trainingsmodus zu kommen, fragen sich viele Anhänger, was mit ihren gekauften Tickets passiert und ob es eine Chance gibt, auch weitere Kosten für Anreise und Übernachtung erstattet zu bekommen.

Wie genau die beiden Vereine mit den Gästekarten umgehen werden, wird in der kommenden Woche zwischen den Verantwortlichen besprochen, sobald auch der Nachholtermin feststeht. Für alle HSV-Fans, bei denen private Kosten entstanden sind, gab es am Sonnabend schon mal eine gute Nachricht. „Die komplette Mannschaft hat entschieden, dass sie Geld sammeln wird. Dieses Geld wird den Fans dann übergeben. Diese können entscheiden, wie es am sinnvollsten eingesetzt wird und für den einen oder anderen eine Hilfe sein kann“, verkündete Titz. Wie die Sammelaktion im Detail koordiniert und umgesetzt wird, wird ebenfalls in den kommenden Tagen besprochen.  

(Kopie 1)

(Kopie 4)