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„Wir haben heute eine gute Reaktion gezeigt“

Stimmen zum Spiel

05.10.18

„Wir haben heute eine gute Reaktion gezeigt“

Es sah lange Zeit nach einer klaren Nummer aus, wurde am Ende aber noch einmal richtig spannend. Wie die HSV-Profis den knappen, aber verdienten Sieg in Darmstadt einschätzen, lest ihr in den Stimmen zum Spiel.

Auch wenn der eigentlich sichere Sieg in den letzten Minuten des Spiels aufgrund des späten Darmstädter Anschlusstreffers noch einmal in Gefahr geriet, behielten die Rothosen am Ende die Nerven und brachten den Vorsprung über die Runden. 2:1 - der erste Sieg nach drei Partien ohne Dreier war eingetütet, auch wenn es in der Nachspielzeit noch einmal unnötig spannend wurde. Dennoch überwog bei den Hamburgern nach den insgesamt 96 intensiven Minuten die Freude und auch die Erleichterung, die Trendumkehr geschafft und im vierten Auswärtsspiel dieser Saison den dritten Sieg geholt zu haben. HSV.de präsentiert die Stimmen zum Spiel.

Aaron Hunt: Wir haben heute eine gute Reaktion gezeigt und das Spiel knapp 80 Minuten komplett im Griff gehabt. In den letzten zehn Minuten haben wir es dann unnötig spannend gemacht. Dann hat es nochmal gebrannt, aber wir haben das überstanden. Wir haben eine unglaublich junge Mannschaft, daher war der Sieg heute besonders wichtig. Wir hatten zuletzt einen kleinen Durchhänger, aber das gehört im Laufe einer Saison auch mal dazu. Für mich zählt nur, dass wir unsere Ziele erreichen und das heute war ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.  

Khaled Narey bereitete direkt nach seiner Einwechslung das 2:0 vor und sprach nach dem Abpfiff über die turbulente Schlussphase.

Khaled Narey: Es ist immer unangenehm, wenn der Gegner am Ende alles nach vorne wirft und lange Bälle schlägt. Da kann immer mal eine unglückliche Aktion passieren, aber zum Glück haben wir die fünf Minuten Nachspielzeit überstanden. Der Sieg gibt uns allen ein positives Gefühl für die Länderspielpause. Das frühe Tor von Aaron war wichtig und das zweite von Lewis hat uns ein Stück weit Sicherheit gegeben. Jeder Spieler kann mal eine nicht so gute Phase haben, aber die beiden sind einfach sehr, sehr wichtige Spieler für uns, die uns in allen Bereichen weiterbringen. Bezogen auf meine Situation heute: Man möchte natürlich immer von Beginn an spielen, aber wir haben viele Offensivspieler im Kader, die alle spielen wollen. Wenn man reinkommt, muss man die Chance nutzen. Das hatte ich mir bei meiner Einwechslung vorgenommen und es freut mich, dass es so gut geklappt hat.

Ralf Becker: Der Sieg tut uns sehr gut. Wir haben von Anfang an ein sehr konzentriertes Spiel gemacht und sind dann auch verdient in Führung gegangen. Das war heute in guter und wichtiger Schritt, auch wenn wir am Ende noch ein wenig zittern mussten. Wir wollten eine Reaktion zeigen und das haben wir getan. In Darmstadt zu gewinnen ist nicht selbstverständlich. 

Christian Titz: Wir sind gut ins Spiel reingekommen, haben Spielkontrolle aufgebaut und zwei schöne Tore geschossen. In der zweiten Hälfte wollten wir versuchen, mit Konterchancen zum Erfolg zu kommen. Nach 37 Minuten in der zweiten Halbzeit habe ich auf die Uhr geschaut und gedacht, hier passiert heute nichts mehr. Aus einer Standardsituation kriegst du dann ein Tor und es passiert das, was in solchen Situationen oft im Fußball passiert. Es wird noch einmal laut im Stadion und vom Gegner alles nach vorne geworfen und dadurch unnötig spannend. Am Ende haben wir aber verdient gewonnen.

Dirk Schuster: Zu Beginn hatte der HSV mehr vom Spiel. Wir wollten sauber verteidigen und aggressiv in den Zweikämpfen agieren. Vor dem 1:0 haben wir keine großen Chancen zugelassen und das Tor durch ein taktisches Fehlverhalten bekommen. Dann ist es natürlich sehr schwer gegen eine so handlungsschnelle Mannschaft. In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht und nach meiner Meinung auch die besseren Torchancen. Das sind aber alles Wenn-und-aber-Szenarien. Es hat leider nur noch zum Anschlusstreffer gereicht. Wir haben aber bis zur letzten Minute nicht aufgegeben und gegen ein schwer zu bespielenden Gegner gut gearbeitet. Am Ende hat die effizientere Mannschaft gewonnen.