Zum Inhalt springen

2:0 - Lasogga führt HSV ins Halbfinale!

Spielbericht

02.04.19

2:0 - Lasogga führt HSV ins Halbfinale!

Der HSV setzt sich mit 2:0 beim SC Paderborn durch und zieht damit ins Halbfinale des DFB-Pokals ein. Pierre-Michel Lasogga avanciert per Doppelpack zum gefeierten Matchwinner.  

Der Hamburger SV hat am Dienstagabend (2. April) sein DFB-Pokal-Viertelfinale beim Zweitligisten SC Paderborn mit 2:0 (0:0) gewonnen. Die Rothosen stehen damit erstmals seit 2009 wieder im Halbfinale des Wettbewerbs. Vor 15.000 Zuschauern in der ausverkauften Benteler-Arena in Paderborn kam der HSV nach einer unterhaltsamen ersten Halbzeit mit leichten Spielvorteilen äußerst druckvoll aus der Kabine und markierte in der 54. Minute die verdiente 1:0-Führung durch einen Kopfballtreffer von Pierre-Michel Lasogga. Auch in der Folge ließ die taktisch sehr gut eingestellte Wolf-Elf kein Stück nach und markierte knapp 15 Minuten später erneut durch Top-Torjäger Lasogga (68.) den 2:0-Endstand. 

In der 1. Halbzeit liefen viele HSV-Angriffe über Bakery Jatta und dessen linke Seite, doch der finale Pass oder krönende Abschluss gelangen nicht.
In der 1. Halbzeit liefen viele HSV-Angriffe über Bakery Jatta und dessen linke Seite, doch der finale Pass oder krönende Abschluss gelangen nicht.

Lasogga erst überrascht...

HSV-Trainer Hannes Wolf veränderte seine Mannschaft gegenüber dem torlosen Remis beim VfL Bochum nicht nur personell auf drei Positionen, sondern auch von der taktischen Ausrichtung her: In der Abwehr spielte der HSV mit einer Mischung aus Dreier- und Fünferkette, um in der Abwehrarbeit gegen die gefürchtete Paderborner Offensivpower gewappnet zu sein. Im Zentrum der Defensive stand hierbei der wiedergenesene Papadopoulos, der erstmals in dieser Saison zum Einsatz kam und mit seinen Kollegen gut und erfolgreich das eigene Tor verteidigte.

Zwar kamen die Gastgeber zu einigen ihrer schnellen Angriffe, doch Papa & Co. bekamen rund um den eigenen Strafraum stets ein Bein dazwischen und sorgten dafür, dass die größte Gefahr des SCP in der 1. Halbzeit aus zwei Klement-Freistößen resultierte. Der HSV seinerseits - mit den erfahrenen Jung und Holtby als neuen Kräften im Mittelfeld - wusste auch durch ein gefälliges Angriffsspiel zu gefallen. Immer wieder konnten sich die Rothosen speziell über die linke Seite in Szene setzen. Doch entweder wurden die Angriffe nicht sauber genug zu Ende gespielt, oder es fehlten ein paar Zentimeter zum erfolgreichen Torschuss - so geschehen bei den Abschlüssen von Jatta und Mangala in der Anfangsphase sowie Lasogga kurz vor dem Pausenpfiff, als er von Douglas` Hereingabe etwas überrascht wurde und knapp das 1:0 verpasste. So ging es nach 45 Minuten trotz einiger Torraumszenen torlos in die Kabinen.

Drin ist er! Pierre-Michel Lasogga war gegen den SC Paderborn wieder einmal ganz in seinem Element, traf zweimal - einmal per Kopf, einmal mit dem Fuß - und feierte seinen Doppelpack ausgelassen mit Fans und Mannschaftskollegen.
Drin ist er! Pierre-Michel Lasogga war gegen den SC Paderborn wieder einmal ganz in seinem Element, traf zweimal - einmal per Kopf, einmal mit dem Fuß - und feierte seinen Doppelpack ausgelassen mit Fans und Mannschaftskollegen.

... und dann als Doppelpacker

Nach dem Seitenwechsel machte der HSV dort weiter, wo er vor der Pause aufgehört hatte: Kompromisslos in der Abwehrarbeit und darüber hinaus zielstrebig im Spiel nach vorn. Und so kamen die Rothosen bereits in den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel zu zwei Großchancen durch Douglas und Lasogga - und Letzterer avancierte in der Folgezeit zum umjubelten Matchwinner. Denn erst nutzte Hamburgs erfolgreichster Torschütze eine gefühlvolle Douglas-Ecke per Kopf zur 1:0-Führung, ehe er eine wunderbare Kombination über Holtby und Mangala eiskalt und trocken zum 2:0 abschloss (54., 68.).

Mit diesem Lasogga-Doppelschlag unterstrichen die Hamburger ihre starke Leistung, die den SCP deutlich in Schach hielt und den HSV völlig zurecht auf die Siegerstraße brachte. Diese verließ die Wolf-Mannschaft auch in der Folge nicht mehr, den Kapitän Holtby und sein Team spielten mit der Führung im Rücken souverän weiter, hielten die Gastgeber weit vom eigenen Tor fern und setzten hier und da einen Nadelstich, ohne aber zu sehr ins Risiko zu gehen. Und so brachte der dieses 2:0 gut und sicher über die Zeit - und sich selbst ins Halbfinale, was Mannschaft und Fans in der HSV-Kurve der ausverkauften Benteler-Arena lautstark und gebührend feierten.

 

 

Das Spiel im Stenogramm:

SC Paderborn: Zingerle - Dräger (70. Ritter), Schonlau, Strohdiek, Collins - Vasiliadis - Tekpetey (65. Pröger), Klement, Antwi-Adjej - Zolinski (77. Hünemeier), Michel

Hamburger SV: Pollersbeck - Bates, Papadopoulos, van Drongelen (26. Janjicic) - Jung, Mangala - Sakai, Holtby, Douglas - Lasogga (72. Özcan), Jatta (84. Narey)

Tore: 0:1 Lasogga (54.), 0:2 Lasogga (68.)

Zuschauer: 15.000 

Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden)

Gelbe Karten: Collins (11.), Vasiliadis (83.) / Jung (33.), Sakai (67.), Douglas (86.)

Gelb-Rote Karten: - / -

Rote Karten: - / -

 

Das Spiel im Zeitraffer:

Min. Aktion
19. Erste richtig gefährliche Aktion: Jatta setzt erfolgreich nach, so dass Holtby in zentraler Position mit dem Rücken zum Tor an den Ball kommt und gedankenschnell auf Mangala weiterleitet. Der Belgier dringt rechts in den Strafraum ein und zieht dann aus spitzem Winkel aufs kurze Eck. Sein Schuss aus rund 10 Metern landet allerdings nur am Außennetz.
32. Nach einem Douglas-Eckball kommt Kyriakos Papadopoulos am Elfmeterpunkt komplett frei zum Kopfball, setzt die Kugel aber zu zentral in die Arme von SCP-Keeper Zingerle.
39. Nachdem Lasogga eine Douglas-Flanke freistehend im Torraum ungenutzt lässt, kontert Paderborn gefährlich: Tekpetey bringt aus dem rechten Halbfeld eine scharfe Flanke gen Mitte, die Michel auf Höhe des ersten Pfostens per Flugkopfball aus elf Metern aufs kurze Eck setzt. Dabei findet der 28-Jährige seinen Meister in Pollersbeck, der erfolgreich zur Seite abwehren kann.
49. Jatta setzt sich gegen mehrere Gegenspieler durch und legt dann in zentraler Position vor dem Strafraum auf Lasogga ab. Der Abschluss des Top-Torjägers wird zwar geblockt, doch der Abpraller landet am linken Strafraumeck vor den Füßen von Douglas Santos, der mit einem satten Linksschuss nur knapp das Tor verfehlt. Die Kugel zischt wenige Zentimeter rechts am Torpfosten vorbei.
54. Super Chance für den HSV: Eine Douglas-Ecke von der linken Seite landet im Strafraum bei Lasogga, dessen wuchtigen Kopfball SCP-Keeper Zingerle noch so gerade auf Kosten einer weiteren Ecke über den Querbalken lenken kann.
54. 1:0! Wieder Ecke, wieder Kopfball, dieses Mal Tor! Douglas bringt die nächste punktgenaue Hereingabe gen Fünf-Meter-Raum, wo sich Lasogga erneut am höchsten schraubt und Zingerle aus kurzer Distanz per Kopf keinerlei Abwehrchance lässt. Ja!!!
68. 2:0! Er trifft und trifft und trifft: Pierre-Michel Lasogga lauert in der Schnittstelle zwischen den Innenverteidigern auf das Zuspiel, das von Mangala genau im richtigen Moment geliefert wird. Nach der Ballannahme fackelt der Top-Torjäger nicht lange und donnert das Spielgerät aus 16 Metern mit voller Wucht unhaltbar zum 2:0 ins linke, untere Eck.
78. Das hätte das 3:0 sein können: Özcan und Holtby kombinieren sich per Doppelpass durch den SCP-Strafraum. Am Ende kommt Holtby aus rund zehn Metern zum Abschluss. Sein Versuch wird jedoch im letzten Moment von Schonlau geblockt.
90. Das war nochmal gefährlich. Nach einem Abpraller kommt Pröger zum Abschluss. Sein Schuss aus rund 25 Metern zischt allerdings über die Latte. Unabhängig davon wäre Pollersbeck zur Stelle gewesen. Letzte Aktion, Abpfiff, Halbfinale!

Die Zusammenfassung des Spiels und die kompletten 90 Minuten als Re-Live seht ihr bei HSVtv!

(Kopie 4)