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"Ich habe immer mit dem HSV geliebäugelt"

Team

04.09.19

"Ich habe immer mit dem HSV geliebäugelt"

In einer Presserunde sprach Neuzugang Martin Harnik unter anderem über die Rückkehr in seine Heimatstadt, seine Verbindung zum HSV und seine sportlichen Ambitionen. 

Mit der Verpflichtung von Martin Harnik hat die sportliche Führung des HSV am letzten Tag der Transferperiode das Dutzend vollgemacht. So ist der 32-jährige Angreifer, der für ein Jahr auf Leihbasis vom Nordrivalen Werder Bremen zum HSV wechselte, der zwölfte Neuzugang in einem gegenüber der Vorsaison runderneuerten HSV-Kader. "Ich habe den Eindruck gewonnen, dass Martin zu Fuß nach Hamburg kommen würde", verriet HSV-Trainer Dieter Hecking. Der Österreicher bestätigte am heutigen Mittwoch (4. September) bei seinem ersten offiziellen Auftritt mit der Raute auf der Brust diesen Eindruck und erklärte in einer Presserunde: "Ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass der HSV für mich ein besonderer Club ist, mit dem ich immer geliebäugelt habe." 

Darüber hinaus sprach Martin Harnik über...

Neuzugang Martin Harnik und Trainer Dieter Hecking geben sich lächelnd die Hand.
Überzeugt vom gemeinsamen Weg und Bock auf den HSV: Neuzugang Martin Harnik und Trainer Dieter Hecking.

... seinen Wechsel zum HSV: Ich hätte nicht mehr gedacht, dass es mit dem HSV nochmal klappt. In den vergangenen Jahren gab es immer mal wieder Gespräche, die allerdings nie so konkret waren wie jetzt. Die sportliche Situation ist dabei eine ganz andere als in den Jahren zuvor. Man merkt, dass hier Ruhe eingekehrt ist und sportlich etwas richtig Gutes entsteht. Die Mannschaft spielt guten Fußball. Die persönlichen Gespräche mit Jonas Boldt und Dieter Hecking waren ebenfalls positiv und haben mich schnell überzeugt, dass das hier alles Hand und Fuß hat.   

... seine Verbindung zu Hamburg und dem HSV: Ich bin in Hamburg zuhause. Das war immer meine Heimat und soll auch meine Heimat nach der Karriere sein. Meine ganze Familie kommt aus Hamburg und ist natürlich froh, dass ich hier nochmal Fußball spielen werde. Deshalb werde ich mich nicht lang eingewöhnen müssen. Ich hatte nicht nur immer zur Stadt, sondern auch zum HSV eine besondere Beziehung. Ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass der HSV für mich ein besonderer Club ist, mit dem ich immer geliebäugelt habe. 

... die letzten Monate in Bremen: Die Kommunikation mit Florian Kohfeldt war immer fair und offen. Ich hatte auch in Bremen eine gute Zeit und möchte deshalb nicht nachtreten oder verbrannte Erde hinterlassen. Dennoch war ich mit meiner sportlichen Situation und der sportlichen Perspektive, die mir gegeben wurde, nicht mehr glücklich. Ich sehe mich einfach noch für mehr berufen und will eine wichtigere Rolle spielen als von der Bank zu kommen.

Martin Harnik im Trikot des VfB Stuttgart.
Martin Harnik kommt mit der Empfehlung von 240 Bundesliga-Spielen mit 66 Toren und 36 Torvorlagen zum HSV. In der 2. Liga traf er zudem in 60 Partien satte 30-mal. Die längste Zeit kickte der gebürtige Hamburger für den VfB Stuttgart (von 2010 bis 2016).

... die bisherige HSV-Saison: Die sportliche Situation sieht bis dato sehr gut aus. Ich habe die Spiele bisher mitverfolgt. Im ersten Spiel gegen Darmstadt hat man sich noch etwas schwer getan, ist dann aber von Spiel zu Spiel besser geworden und hat die Spiele zuletzt überzeugend gewonnen. Dementsprechend komme ich in eine super intakte Mannschaft und werde schnellstmöglich versuchen, meinen Platz zu finden und meinen Teil zum Erfolg beizutragen.

... sein fortgeschrittenes Alter: Ich komme von Werder Bremen und dort war ich im Gegensatz zu Pizarro ein Talent. Das Alter auf dem Papier ist nicht ganz so entscheidend. Aufgrund der Erfahrung und Ruhe in gewissen Situation hat es durchaus auch Vorteile. Unabhängig davon fühle ich mich noch top-fit, habe super Laktat-Werte und kann laufen wie ein junger Spieler. Das sollte über allem stehen.  

... seinen Spielertyp: Ich bin weder der klassische Mittelstürmer noch der klassische Außenstürmer. Ich glaube, dass ich mich sehr viel drumherum bewege und viel unterwegs bin. Ich habe mit dem Laufen weniger Probleme und suche mir immer meine Räume. Ich werde nicht immer auf der Position auftauchen, die nominell auf der Tafel steht, sondern bin viel intuitiv und instinktiv unterwegs. 

... das bevorstehende Stadtderby: Das Derby verfolgt wahrscheinlich ganz Deutschland. Nun findet es noch an einem Montagabend statt. Für mich könnte es keinen besseren Einstand geben und ich hoffe natürlich, dabei zu sein. Ich habe noch knapp zwei Wochen Zeit, um hier sportlich anzukommen. Es ist ein Spiel, das die ganze Stadt in Atem hält und ein Derby, das jeder Fußballer gern spielen möchte.  

(Kopie 1)