Zum Inhalt springen

Mangala: "Zurückzukommen wird ein besonderes Gefühl sein"

Gegner-Interview

24.10.19

Mangala: "Zurückzukommen wird ein besonderes Gefühl sein"

In der vergangenen Saison lief Orel Mangala noch für den HSV auf. Nun kehrt er innerhalb von vier Tagen zweimal mit dem VfB Stuttgart zurück in den Volkspark.

Lange Anlaufzeit brauchte Orel Mangala im vergangenen Sommer nicht. Nur vier Tage nach seiner Verpflichtung am 8. August lief der 21-jährige Mittelfeldspieler für den HSV beim Auswärtsspiel in Sandhausen in der Startelf auf. Im Pokalspiel gegen den TuS Erndtebrück nur eine Woche später schoss er sogar sein erstes Tor für die Rothosen. Nicht nur aufgrund seiner starken Leistungen etablierte sich der belgische U21-Nationalspieler schnell, sondern auch aufgrund seiner lockeren und sympathischen Art. Am Ende der vergangenen Saison kehrte Mangala dann nach einem Jahr Leihgeschäft wieder zum VfB Stuttgart zurück. Nun trifft er mit den Schwaben innerhalb von vier Tagen zweimal auf den HSV. Zweimal an seiner alten Wirkungsstätte im Volksparkstadion. Vor dem Doppel-Duell spricht Mangala im Interview mit HSV.de über diese besondere Konstellation, die Spielweise von Tim Walter und die Form des VfB Stuttgarts.

Orel Mangala schwenkt eine HSV-Fahne.
Schnell beliebt: Der 21-jährige Belgier kam durch seine Leistungen und durch sein Auftreten auch bei den HSV-Fans gut an.

Hallo Orel, in den kommenden Tagen geht es für dich gegen deine alte Mannschaft aus der letzten Saison. Auch wenn es nur ein Jahr war, wie bewertest du deine HSV-Zeit in der Nachbetrachtung?

Insgesamt positiv, auch wenn es am Ende nicht mit dem Aufstieg in die Bundesliga geklappt hat. Wir hatten in der Saison viele richtig gute Phasen, die schlechteste Phase jedoch leider im Saisonfinale. Das hat uns den Aufstieg gekostet. Für mich persönlich war die Zeit in Hamburg auch sehr wertvoll, weil ich viel Spielpraxis sammeln konnte.

Beide Spiele finden an deiner alten Wirkungsstätte im Volksparkstadion statt. Wird es für dich ein ungewohntes Gefühl sein, dass du nach der Ankunft in die Gästekabine abbiegen musst?

Ich habe vor meiner Zeit beim HSV mit Stuttgart ja schon im Volksparkstadion gespielt, daher weiß ich wo die Gästekabine ist (lacht). Ein besonderes Gefühl wird es aber wahrscheinlich dennoch sein, zurückzukommen.

Du hast mit dem HSV in der letzten Saison beide Spiele gegen Holstein Kiel verloren, die damals noch von Tim Walter trainiert wurde, der jetzt dein Coach beim VfB ist. Wie nimmst du seine Spielidee - vor allem in eigenem Ballbesitz - wahr?

Es ist eine attraktive, offensive Spielweise und es macht Spaß, in diesem System zu spielen. Wir befinden uns in einem Lernprozess, sind aber auf einem guten Weg und zuversichtlich, dass wir unser Saisonziel erreichen werden.

Der Saisonstart mit dem VfB Stuttgart ist schon mal gelungen, die letzten beiden Ligaspiele gingen jedoch jeweils verloren. In welcher Form wird der VfB am Sonnabend in Hamburg auflaufen?

Ich gehe davon aus, dass wir uns in einer sehr guten Form präsentieren werden. In den vergangenen beiden Partien haben wir leider nicht die gewünschten Resultate erzielt, wenngleich wir alle Möglichkeiten hatten, die Spiele auch für uns zu entscheiden. Das wollen wir nun besser machen.

Orel Mangala im Trikot des VfB im Zweikampf gegen Dennis Diekmeier.
Zweimal spielte Mangala bereits in der Bundesliga gegen den HSV. Im Volksparkstadion gab es dabei eine 1:3-Niederlage gegen Dennis Diekmeier (re.) und Co.

Für dich stehen bislang vier Startelfeinsätze und vier Einwechslungen in der persönlichen Statistik zubuche. Wie bewertest deine persönliche Bilanz?

Aufgrund der U21-Europameisterschaft bin in etwas später in die Vorbereitung eingestiegen. In Kombination mit unserem neuen Spielsystem und einer Verletzung war es nicht ganz einfach, schnell in Tritt zu kommen. Ich möchte natürlich so viel wie möglich spielen, weiß aber auch, dass unser Kader gut besetzt ist und man sich deshalb jede Woche neu im Training empfehlen muss.

Der HSV hat im Sommer einen großen Umbruch vollzogen und hat ebenfalls einen starken Saisonstart hingelegt. Wie bewertest du die Entwicklungen bei den Rothosen seit deinem Abgang?

Wenn man die Tabelle betrachtet, dann läuft es gut beim HSV. In den Spielen, die ich gesehen habe, hat sich das Team gut präsentiert und scheint auf dem richtigen Weg zu sein.   

Am Sonnabend steht das absolute Spitzenspiel der 2. Bundesliga an, wenn der Tabellenführer den direkten Verfolger empfängt. Auch im Pokal wartet ein spannendes Spiel zwischen den zwei Traditionsteams. Wie geht man zwei Partien innerhalb kürzester Zeit gegen denselben Gegner an und was erwartest du für Duelle?

Es ist keine einfache Aufgabe, in Hamburg zu bestehen. Für uns zählt jetzt nur das Ligaspiel, das wir unbedingt positiv bestreiten wollen. Anschließend beschäftigen wir uns mit dem Pokal-Duell.