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"Es war ein hartes Stück Arbeit"

Stimmen zum Spiel

16.08.19

"Es war ein hartes Stück Arbeit"

Freude über die eingefahrenen drei Punkte und gleichzeitig die nötige Selbstkritik - HSV.de präsentiert die Stimmen zum Spiel.

Als Schiedsrichter Christian Dingert nach 94 Minuten die Partie beendete, schossen alle Arme der HSV-Fans im Stadion in die Höhe. Denn da war er, der erste Heimsieg der Saison 2019/20, den Mannschaft und Fans ausgelassen feierten. Doch schon als das Team auf dem Weg in die Kabine die Mixed-Zone betrat, setzte bei den HSV-Akteuren die Selbstreflektion ein. Denn der Sieg war zwar verdient und bis auf die letzten Spielminuten in der Nachspielzeit auch nicht ernsthaft gefährdet, jedoch gab die erste Halbzeit Anlass zur Selbstkritik und nach dem Führungstreffer fehlte den Rothosen die nötige Konsequenz, um das Spiel früher zu entscheiden. Wie Trainer und Spieler den 1:0-Sieg erlebten und einordneten, lest ihr in den Stimmen zum Spiel. 

Lukas Hinterseer: Es war ein schönes Gefühl, hier im Stadion zu treffen - für mich als Stürmer, aber besonders für die Mannschaft. Ich hatte heute generell nicht so viele Chancen, aber dafür war es umso wichtiger, dass ich diese eine genutzt habe. Wir haben jetzt mit zwei Siegen, einem Unentschieden und dem Erreichen der 2. Pokalrunde einen guten Start hingelegt. Vom Zusammenhalt her hat man wieder gemerkt, dass wir eine Mannschaft sind. Das war sicher nicht unser bestes Spiel in der Offensive, gerade in der ersten Halbzeit hatten wir nicht genug Bewegung, in der zweiten Halbzeit haben wir es etwas besser gemacht, und uns schlussendlich belohnt mit den drei Punkten. Aber es war ein hartes Stück Arbeit.

"Wir sind ein echtes Team", sagt Kapitän Rick van Drongelen - nach dem Schlusspfiff demonstrierte die Mannschaft des HSV den großen Zusammenhalt noch einmal.
"Wir sind ein echtes Team", sagt Kapitän Rick van Drongelen - nach dem Schlusspfiff demonstrierte die Mannschaft des HSV den großen Zusammenhalt noch einmal.

Rick van Drongelen: Wir sind extrem glücklich über diese drei Punkte, die wir unbedingt haben wollten. In der ersten Halbzeit war unser Spiel noch nicht so gut, wir haben zu langsam gespielt, haben aber gut verteidigt und hatten in der zweiten Hälfte dann auch mehr Zug nach vorne. Der Sieg ist deshalb verdient. Man spürt, dass wir als Mannschaft immer mehr zusammenwachsen und ein echtes Team sind. So macht es großen Spaß, auch wenn wir wissen, dass wir noch viel verbessern können.

Adrian Fein: In der ersten Halbzeit haben wir es nicht geschafft, uns klare Torchancen zu erspielen. In der Pause haben wir dann eine klare Ansage bekommen und haben es in der zweiten Hälfte besser gemacht und sind dann auch verdient in Führung gegangen. In der Folge haben wir es recht clever gespielt, sind kompakt aufgetreten und hätten auch noch das zweite Tor nachlegen können. Aber auch so haben wir die drei Punkte verdient hier behalten, das zählt. Denn wir wollten unbedingt diesen Sieg. Wir haben einfach alle mega Bock, auch schon auf das nächste Spiel gegen Karlsruhe, das mit Sicherheit richtig schwierig wird.

Dieter Hecking: Ich habe der Mannschaft schon vor dem Spiel gesagt, dass Bochum der bisher stärkste Gegner ist. Sie sind sehr gut organisiert und wählen selbst einen fußballerischen Ansatz. In der ersten Halbzeit war ich überhaupt nicht einverstanden. Gerade wenn wir im Volksparkstadion spielen, müssen wir mehr Bewegung haben und mehr Löcher reißen. Im zweiten Durchgang war es deutlich besser, weil wir viel präsenter in den Zweikampfen waren und endlich Tempo aufgenommen haben. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Sieg und den sieben Punkten, die wir bis dato geholt haben. Dennoch gibt es heute mehr zu kritisieren als zu loben.

Robin Dutt: Der Sieg für den HSV war verdient, auch wenn wir ab der ersten Minute gezeigt haben, dass wir gewillt waren, eine gute Leistung zu zeigen. Wir waren sehr gut organisiert und haben den Spielaufbau des HSV in der ersten Halbzeit sehr gut unterbunden. Im zweiten Durchgang hat uns etwas die Balance gefehlt, vor allem im offensiven Umschaltverhalten. Letztendlich haben wir dann leider das entscheidende Tor gefangen, weil einige Spieler eine unachtsame Phase hatten.