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Mit Feiner Kontrolle zum nächsten Erfolg

Vorbericht

31.08.19

Mit Feiner Kontrolle zum nächsten Erfolg

Im Nordduell gegen Hannover 96 will der Hamburger SV am Sonntag seinen positiven Lauf fortsetzen. Eine zentrale Rolle nimmt dabei wieder Neuzugang Adrian Fein ein, der sich im Handumdrehen bei seinem neuen Club zurechtgefunden hat.  

"Wenn man eine Mannschaft übernimmt, die noch dazu einen großen Umbruch hinter sich hat, dann hofft man als Trainer, dass alles schnell zusammenwächst. Bei uns sieht das bisher sehr gut aus", erklärte HSV-Trainer Dieter Hecking vor dem bevorstehenden Heimspiel anlässlich des 5. Zweitliga-Spieltags gegen Hannover 96 (ab 13.15 Uhr live im HSVnetradio). Ein Spieler, der stellvertretend für dieses schnelle Zusammenwachsen steht, ist Adrian Fein. Der 20-jährige Leihspieler vom FC Bayern München hat sich im Schnelldurchlauf beim Hamburger SV eingelebt und nimmt als alleiniger "Sechser" eine zentrale Rolle im System von Dieter Hecking ein.

Adrian Fein und Dieter Hecking im Gespräch.
Adrian Fein fungiert auf dem Platz bisher als einer der verlängerten Arme von Cheftrainer Dieter Hecking.

"Fein füllt seine Rolle bisher hervorragend aus"

So bestritt Fein bis dato wettbewerbsübergreifend jede der 480 möglichen Spielminuten. Dominant, vorausschauend und zielgerichtet - Fein überzeugt bis dato mit einer ebenso abgeklärten wie belebenden Spielweise, die ihn jüngst die erste Nominierung für die deutsche U21-Nationalmannschaft bescherte. "Es war sehr wichtig, dass ich mit dem ersten Tag der Vorbereitung dabei war und bisher keine Einheit verpasst habe. In der Vorsaison bei Regensburg bin ich erst am letzten Tag der Transferperiode gewechselt, so dass der Einstieg etwas schwieriger war. Nun konnte ich meinen Stempel aufdrücken und mich gut in die Mannschaft integrieren", sucht Fein bescheiden nach einer Erklärung für seinen Blitzstart. Dieter Hecking, der Fein bereits zum "Gewinner der Vorbereitung" kürte, fand dagegen zuletzt ein großes Lob für den 20-Jährigen: "Dass er seine Rolle als alleiniger Sechser bisher so hervorragend ausfüllt, ist sehr, sehr gut und spricht für den Jungen." 

Die Qualitäten des Leihspielers, der seit seinem siebten Lebensjahr an der Säbener Straße kickt und noch einen Vertrag bis 2021 beim Rekordmeister hat, sind längst auch der Konkurrenz ins Auge gefallen, so dass Hecking bereits vor dem jüngsten 4:2-Auswärtssieg in Karlsruhe Überlegungen anstellte, im Mittelfeld die Aufstellung zu variieren. "In unserem aktuellen Spielsystem ist meine jetzige Position mein Favorit, aber ich fühle mich auch auf der Acht sehr wohl", erklärt Fein zu derartigen Überlegungen. Fest steht: Mit der Wiedergenesung von Kapitän Aaron Hunt, der ebenfalls als einer der feinsten Fußballer im Kader gilt, hat Trainer Hecking gegen Hannover 96 wieder eine Option mehr im Aufgebot. Einzig die langzeitverletzten Akteure Timo Letschert (Teilabriss des Außenbandes im Knie), Ewerton (Teilriss des Syndesmosebandes) und Christoph Moritz (Schlüsselbeinbruch) werden definitiv nicht zur Verfügung stehen. 

Für 96-Cheftrainer Mirko Slomka ist das Spiel im Volksparkstadion eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte.
Für 96-Cheftrainer Mirko Slomka ist das Nordderby im Volksparkstadion eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte.

"Wir dürfen uns nicht davon täuschen lassen" 

Gegen den Bundesliga-Absteiger aus der niedersächsischen Landeshauptstadt, der mit fünf Punkten in die Saison gestartet ist, wird der HSV die maximale Mannschaftsstärke benötigen. "Wir erwarten eine spielstarke Mannschaft, die sich nicht hinten reinstellen wird, sondern Fußball spielen möchte. Wir dürfen uns nicht davon täuschen lassen, dass Hannover nicht so gut in die Saison gestartet ist. Die Mannschaft besitzt eine Top-Qualität", warnt Fein. Allein Weltmeister Ron-Robert Zieler, der nach einer Saison bei Leicester City und zwei Spielzeiten beim VfB Stuttgart zu seinem alten Club zurückgekehrt ist, verfügt über die Erfahrung aus 253 Bundesliga-Spielen. Neben ihm reisen mit Julian Korb, Jannes Horn, Marvin Bakalorz und Edgar Prib laut Hecking weitere gestandene Bundesliga-Spieler in die Hansestadt.

Dort will das Team des ehemaligen HSV-Trainers Mirko Slomka (Februar bis September 2014), der nach erfolgreichen Europapokal-Zeiten (2010-13) seit dieser Spielzeit zum zweiten Mal bei Hannover 96 als Cheftrainer im Amt ist, an den jüngsten 3:0-Auswärtssieg bei Wehen Wiesbaden anknüpfen - beim Aufsteiger holten die Niedersachsen zuletzt erstmals nach 666 Tagen wieder einen Auswärtssieg. Slomka muss dabei kurzfristig auf U21-Nationalspieler Linton Maina (Adduktorenprobleme) sowie erwartungsgemäß auf Sebastian Jung und Niklas Tarnat (beide Trainingsrückstand) verzichten. Der 51-Jährige blickt dennoch mit großer Vorfreude auf das 59. Nordduell zwischen den beiden Traditionsclubs und betont: "Das ist Bundesliga-Feeling, ohne Zweifel. Es wird sehr, sehr voll sein in Hamburg. Sicherlich ist das auch eine Extra-Motivation. Wir hatten ja etwas Ähnliches schon beim Auftakt in Stuttgart." 

In dieser besonderen Atmosphäre gilt es für den HSV die Spielkontrolle zu erlangen. "Wir müssen unser Spiel durchziehen", sagt Fein und wirkt dabei so, als würde er schon immer die Strippen im defensiven Mittelfeld des HSV ziehen.     


Der ADMIRALBET-Spieltagscheck vor dem Heimspiel gegen Hannover 96

Im ADMIRAL-Spieltagscheck seht ihr ein Interview mit Adrian Fein und bekommt die letzten Informationen zum Nordduell gegen 96.

Hier geht’s zum Video.

(Kopie 1)