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Der Faktencheck zum 102. Stadtderby

Spieltags-Fakten

13.09.19

Der Faktencheck zum 102. Stadtderby

Ein traditionsreiches Duell, stark gestartete Rothosen und strauchelnde Kiezkicker – die Partie zwischen den beiden Hamburger Stadtrivalen hält einige interessante Fakten bereit.

#1 Beeindruckende HSV-Bilanz vor 102. Duell 

Die Gesamtbilanz aller Pflichtspielderbys führt der HSV souverän an: In den bisherigen 101 Stadtderbys gab es 68 Siege, 14 Remis und nur 18 Niederlagen. Auch in der lediglich acht Autokilometer vom Volksparkstadion entfernten Spielstätte des Stadtrivalen spricht die Statistik klar für den HSV: Von den 43 Stadtderbys zwischen 1922 und 2019 am Millerntor konnten die Rothosen satte 31 Partien für sich entscheiden. Fünfmal gab es ein Remis, sieben Spiele gingen verloren. Während der HSV den jüngsten Vergleich mit 4:0 eindrucksvoll gewinnen konnte, gewann der FC St. Pauli nur eines der vergangenen 18 Pflichtspiele gegen den HSV - im Februar 2011 auswärts mit 1:0.

#2 Starker Saisonstart  

Der Hamburger SV ist hervorragend in die neue Saison gestartet. Nach dem 1:1-Remis zum Auftakt gegen den SV Darmstadt 98 feierten die Rothosen bei 12:2 Toren vier Siege in Serie und stellten damit einen Vereinsrekord ein. In der Vorsaison gelangen vier Zweitliga-Siege am Stück ebenfalls an den Spieltagen zwei bis fünf. Besonders in der Fremde kam die Hecking-Elf bisher ins Rollen, gewann in Nürnberg (4:0) und Karlsruhe (4:2) ihre beiden bisherigen Auswärtsspiele und erzielte acht Treffer.  

Bakery Jatta beim Torschuss im Heimspiel gegen Hannover 96.
Die Rothosen um Flügelspieler Bakery Jatta suchen ihr Glück im Torabschluss immer wieder und aus allen Lagen.

#3 Gefährliche Rothosen 

Grundstein für den guten Saisonstart ist neben einer stabilen Defensive (drei Gegentore sind Ligaspitze) die variable und gefährliche Offensive der Rothosen. So gab der HSV in dieser Zweitliga-Saison sowohl die meisten Schüsse (90) als auch die meisten Abschlüsse aufs Tor (37) ab. Das Resultat: 13 Treffer bedeuten einen ligaweiten Spitzenwert. Der FC St. Pauli gab dagegen die wenigsten Schüsse (53) ab und brachte auch die wenigsten Abschlüsse aufs Tor (15).     

#4 Strauchelnde Kiezkicker

Beim FC St. Pauli war zuletzt Sand im Getriebe. So gewannen die Kiezkicker saisonübergreifend nur zwei der vergangenen 15 Zweitliga-Partien (fünf Remis, acht Niederlagen) - am 4. Spieltag mit 2:1 gegen Kiel und am 31. Spieltag der Vorsaison mit 4:3 gegen Regensburg. Zuletzt verspielten die Braun-Weißen beim Auswärtsspiel in Dresden (3:3) zum dritten Mal in ihrer Zweitliga-Historie einen Drei-Tore-Vorsprung. 

#5 Effizientes Mittelfeld-Duo

Insgesamt acht Tore erzielte der FC St. Pauli im bisherigen Saisonverlauf. An sechs dieser Treffer war Mats Möller Daehli direkt beteiligt (ein Tor, fünf Vorlagen). Neben dem häufig auf der "Zehn" eingesetzten Norweger sorgte in der Offensive der Kiezkicker vor allem der 20-jährige Christian Conteh für Wirbel. Der gebürtige Hamburger rückte im Sommer in den Profikader auf und wusste als Flügelspieler bis dato mit zwei Treffern und einem Assist zu gefallen.

#6 Jablonski an der Pfeife

Sven Jablonski wird das Stadtderby am Montagabend leiten. Der 29-jährige Bankkaufmann ist seit 2010 DFB-Schiedsrichter und hat bereits 38 Zweitliga- und 22 Bundesligaspiele gepfiffen. Eine Partie mit Beteiligung der HSV-Profis hat er bis dato jedoch noch nicht als Unparteiischer begleitet. Dafür wurde der in Bremen wohnhafte Referee in dieser Saison bereits in einem Zweitligaspiel am Millerntor angesetzt: Am 2. Spieltag verlor der FCSP das Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth mit 1:3. An den Seitenlinien wird Jablonski von Guido Kleve und Holger Henschel unterstützt. Als vierter Offizieller fungiert Rene Rohde aus Rostock. Für den Videobeweis im Kölner Video-Assist-Center zeichnet sich Sven Waschitzki verantwortlich.

(Kopie 1)