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Mit Elan und Esprit den nächsten Schritt machen

Vorbericht

04.10.19

Mit Elan und Esprit den nächsten Schritt machen

Der Hamburger SV will im Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth den vierten Heimsieg der laufenden Saison einfahren und die gute Position in der Tabelle zementieren. 

Die Belohnung oberhalb der Clubebene erfolgte am Mittwoch (2. Oktober): Für seine starken Leistungen in den vergangenen Wochen wurde Josha Vagnoman von Stefan Kuntz in die deutsche U21-Nationalmannschaft berufen. Der variabel einsetzbare Defensivspieler der Rothosen rutschte nach der schweren Verletzung von Jan Gyamerah vor rund drei Wochen in die Startelf und steigerte sich mit jedem Einsatz. Der vorläufige Höhepunkt war schließlich das erste Pflichtspieltor überhaupt für den 18-Jährigen, das er im letzten Heimspiel gegen den FC Erzgebirge Aue markierte. Das sehenswerte 1:0 war der Dosenöffner für den deutlichen Sieg (4:0) und demonstrierte viele der Stärken, die der polyvalente Außenverteidiger einbringen kann: Mit Dynamik, Wucht und reichlich jugendlichem Elan umkurvte er mehrere Gegenspieler, ehe sein Abschluss mit dem vermeintlich schwächeren rechten Fuß abgefälscht den Weg ins Tor der "Veilchen" fand.

Natürlich gab es in allen drei Auftritten (St. Pauli, Aue, Regensburg), die Vagnoman jeweils über 90 Minuten absolvierte, auch kleinere Makel im Spiel des Youngsters, die mit Rücksichtnahme auf das Alter aber absolut normal sind und zur Entwicklung dazugehören. Genau in diese Kerbe schlug auch HSV-Cheftrainer Dieter Hecking, als er in der Pressekonferenz im Vorfeld der Partie gegen die SpVgg Greuther Fürth auf den Senkrechtstarter angesprochen wurde: "Seine Vorbereitung im Sommer war tatsächlich nicht wirklich sehr gut. Er hat sich dann aber über die Spiele in der U21 Selbstvertrauen geholt und auch in den Einsätzen bei den Profis stabile Leistungen gezeigt." In diesem Kontext betonte der erfahrene Fußball-Lehrer auch, dass er generell ein Faible für junge Spieler mitbringt, auch wenn diese eine besondere Fürsorge benötigen: "Ich habe immer betont, dass man den jungen Spielern in diesen Phasen auch Vertrauen schenken muss, selbst wenn sie mal nicht restlos überzeugen."

Gideon Jung musste in Regensburg verletzungsbedingt ausgewechselt werden und ist gegen die SpVgg Greuther Fürth nicht einsatzbereit.

Kleinere Anpassungen beim HSV notwendig

Restlos überzeugen möchte gegen das "Kleeblatt" auch wieder die Defensive der Rothosen, nachdem das Gastspiel in Regensburg (2:2) vor allem im Spiel gegen den Ball einige Wünsche offen ließ. Umso ärgerlicher, dass aufgrund der nicht rechtzeitig ausgeheilten Zerrung von Gideon Jung nun auch noch eine Änderung in der zuletzt so eingespielten Viererkette vorgenommen werden muss. Bezüglich einer passenden Alternative muss sich Coach Hecking allerdings keine Sorgen machen, schließlich hat der 55-Jährige mit Kyriakos Papadopoulos, Timo Letschert und Jonas David gleich drei weitere Fachkräfte in der Hinterhand, die diese Position adäquat bekleiden können. Trotz des nötigen Umbaus in der letzten Linie sind die Voraussetzungen also auch für das fünfte Heimspiel der laufenden Zweitliga-Saison gut, so dass die Rothosen mit Fug und Recht den vierten Heimsieg anpeilen können. Die bisherigen Auftritte im Volksparkstadion waren vor allem nach dem 1:1-Remis zum Auftakt gegen den SV Darmstadt 98 einerseits sehr vielversprechend (1:0 gegen den VfL Bochum, 3:0 gegen Hannover 96, 4:0 gegen den FC Erzgebirge Aue), andererseits aber auch das Ergebnis von harter Arbeit, die nötig war, um die häufig defensiv eingestellten Gäste zu knacken. Hilfreich dabei waren die HSV-Fans, die das Team wie immer bedingungslos unterstützten - und damit auch bei Josha Vagnoman für viel Vertrauen sorgten: "Im Volksparkstadion kann man noch mehr Selbstbewusstsein zeigen, weil die Fans immer hinter uns stehen. Manchmal ist auch meine Familie im Stadion, was mich besonders motiviert." 

Stefan Leitl ist seit Februar 2019 bei der SpVgg Greuther Fürth als Cheftrainer angestellt und hat in 22 Zweitliga-Spielen bisher 29 Punkte eingefahren.

Die Spielvereinigung mit Respekt und Ambitionen

Besonders ambitioniert wird aber sicher auch die Spielvereinigung aus Fürth anreisen. Die Gäste aus Mittelfranken konnten bis dato elf Punkte einfahren und finden sich im Mittelfeld der Tabelle wieder. Mit Trainer Stefan Leitl, der seit Februar diesen Jahres beim "Kleeblatt" an der Seitenlinie steht, setzen die Grün-Weißen auf einen kultivierten Spielansatz, der auf fußballerische Lösungen abzielt. Der Übungsleiter der Gäste machte bereits im Vorfeld der Partie klar, dass er großen Respekt vor der Wucht des HSV empfindet: "Wir wissen, was auf uns zukommt. Es wird physisch und mental eine große Herausforderung." Genau vor diese - bestenfalls unlösbaren -  Herausforderungen wollen die Rothosen den Gegner am morgigen Sonnabend ab 13 Uhr stellen, um den nächsten Schritt in der Entwicklung zu gehen, der gleichbedeutend mit drei weiteren Punkten wäre, die aus dem Volksparkstadion auf das Punktekonto der Hanseaten wandern.

So könnte die SpVgg Greuther Fürth spielen: Burchert - Sauer, Caligiuri, Mavraj, Wittek - Sarpei - Green, Seguin - Hrgota, T. Mohr - Keita-Ruel

Schiedsrichter: Florian Heft (Neuenkrichen)


Der ADMIRALBET-Spieltagscheck vor dem Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth

Im ADMIRAL-Spieltagscheck seht ihr ein ausführliches Interview mit HSV-Verteidiger Josha Vagnoman und bekommt die letzten Informationen zum Duell mit dem "Kleeblatt".

Hier geht’s zum Video.

(Kopie 1)